Google Maps 5.1: Check-ins per Latitude und Places

Frank Ritter
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Es gibt wohl kaum eine Google-App, die so engagiert weiterentwickelt wird wie Google Maps. In der neuesten Iteration der Karten- und Navigations-App für Android haben Maps-Nutzer nun die Möglichkeit, in Orte “einzuchecken”, auf Wunsch auch automatisch.

Google Maps 5.1: Check-ins per Latitude und Places

In der neuen Version 5.1 wird der mit Maps verknüpfte Dienst Latitude um die zusätzliche Option versehen, an Orten aus der Google Places-Datenbank einzuchecken. Damit wird Latitude-Kontakten nicht nur angezeigt, an welcher per GPS ermittelten Position sich ein Kontakt gerade befindet, sondern außerdem, in welcher Firma, welchem Restaurant etc. sich derjenige genau befindet. Google integriert zudem “automatische Check-ins”. Wer an bestimmten Orten häufig ist, kann sich von Latitude dort selbständig einchecken lassen. In einem gewohnt charmanten Werbevideo erklärt das Google Mobile-Team, wie das funktioniert.

Nach einem kurzen Test fanden wir die Funktion zum automatischen Einchecken noch etwas hakelig — Latitude selbst ist schließlich schon recht tief in den Maps-Menüs verborgen, die Check-in-Funktionalität zu übersehen ist recht leicht. Hier die wichtigsten Navigationsschritte:

google-maps-auto-checkin

Man checkt in einem Ort ein, indem man auf der Google Map auf den entsprechenden Schriftzug tappt, dann auf die Sprechblase. Im folgenden Menü auf “Hier einchecken” tappen, danach optional auswählen, ob man sich an diesem Ort automatisch einchecken lassen will und erneut auf “Hier einchecken” tappen. Wer später seine Auto-Check-ins bearbeiten will, findet entsprechende Optionen unter Menü -> “Google Latitude” -> Menü “Ihre Orte verwalten”.

Leider ist es noch nicht möglich, eigene Locations einzutragen. Mit der Check-in-Funktion positioniert sich Google gegen starke Konkurrenz im Location-Business wie Foursquare, Gowalla, Yelp und natürlich Facebook Places. All diese Dienste haben gemein, dass man in Orte “einchecken” kann, das heißt mehr oder weniger öffentlich proklamieren “Ich bin jetzt hier” — ganz egal, ob es sich um einen U-Bahnhof, ein Restaurant oder eine urologische Arztpraxis handelt.

Foursquare und Gowalla setzen eher auf einen spielerischen Effekt, indem man Benutzerränge und Abzeichen erhalten kann, wenn man regelmäßig an Orten eincheckt. Facebook Places und Foursquare bieten zudem Rabattaktionen. Wer in Partner-Locations eincheckt, erhält Rabatte und Sonderangebote — siehe Amirs Bericht über Facebook Deals von gestern. Yelp schließlich setzt überwiegend auf Reviews — wie gut ist Restaurant X, taugt der Klempner Y etwas, wie lange muss man in Arztpraxis Z warten?

Wie will Google Maps nun in diesem bereits gut besetzten Marktumfeld mitmischen? Zum einen hat Google bereits eine riesige Nutzer- und mit Google Places eine gigantische Datenbasis, zum anderen sind die Check-ins für Google vorerst wohl eher eine pragmatische Lösung, um Latitude präziser zu machen. Dass sich daran mehr Möglichkeiten binden lassen, ist selbstverständlich, aber Google Maps bleibt in erster Linie Atlas und Karten. Die Check-ins für Latitude bzw. Google Places sind aus unserer Sicht vorerst nur eine Dreingabe zur Dreingabe.

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