Google Maps: Stauanzeige auch in Deutschland

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Google Maps bietet schon lange die Funktion, den Verkehrsstatus, also Staus und zähfließenden Verkehr, einzublenden – zumindest wenn man in den USA unterwegs war. Gestern Abend gab Google bekannt, dass diese Funktion ab sofort auch in 13 europäischen Ländern bereit steht. Das nicht nur in der Android-App, sondern auch unter iOS und im Browser.

Google Maps: Stauanzeige auch in Deutschland

Alle Autofahrer werden jetzt wahrscheinlich einen leisen Freudenschrei ausstoßen, denn ab sofort kann man in Google Maps direkt sehen, welche Straßen frei sind und wo sich der Verkehr staut. Freie Straßen werden grün angezeigt, langsamer Verkehrsfluss gelb und Stau in Rot. Vor allem in der Navigation kann das einigen Ärger ersparen, wenn man einen Stau oder eine verstopfte Straße, in der es nur zäh vorangeht, frühzeitig erkennen und entsprechend umfahren kann.

Die Verkehrsdaten stehen für folgende europäische Länder und Israel zur Verfügung:

  • Österreich
  • Belgien
  • Tschechische Republik
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Irland
  • Israel
  • Luxembourg
  • Niederlande
  • Polen
  • Slowakei
  • Spanien
  • Schweiz

Es gibt also keinen Grund mehr, auf der Fahrt in den Urlaub von einem Stau in den nächsten zu geraten, da es in der Navigation auch die Möglichkeit gibt, sich um den dichten Verkehr herumleiten zu lassen. Dazu muss man in der berechneten Route über die Menütaste die Routeninformationen auswählen und kann sich dann über das Alternativ-Routen-Symbol seinen persönlichen Favoriten herauspicken.

In der Browser-Version von Google Maps kann man sich, sofern der Verkehrs-Layer aktiviert ist, auch die typischen Verkehrsdaten an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit anzeigen lassen. In unserem Test hat diese Funktion leider noch nicht viel angezeigt, was aber daran liegen kann, dass noch nicht genug Daten vorliegen. Wir vermuten, dass sich das in den nächsten Tagen und Wochen noch ändern wird.

Die Verkehrsdaten werden regelmäßig aktualisiert und sind in der Regel nicht älter als 5-10 Minuten. Die Daten werden „crowdsourced“ erhoben – das heißt, das jeder, der Google Maps nutzt und zugestimmt hat, seine Ortsbezogenen Daten an Google zu senden dazu beiträgt, dass diese Daten möglichst aktuell und genau sind. Wer noch detaillierter wissen möchte, wie die Daten erhoben werden, kann das in diesem Google-Blog-Eintrag nachlesen.

Wir freuen uns sehr, dass Google die von der Öffentlichkeit gesammelten Verkehrsdaten zur Verfügung stellt. Wenn Autos fahren statt stehen, wird insbesondere in Großstädten die Umwelt geschont. Auf unsere Anfrage hin konnte Google leider noch keine Angaben machen, ob und in welchem Ausmaß zukünftig mit Auto- und Navigationsgeräteherstellern kooperiert wird, um die Daten noch genauer zu machen. Uns würde das jedenfalls nicht stören.

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