Seit dem iOS 6 gibt es eine eigene Apple-Karten-App. Zunächst brachte das Kartenmaterial Apple viel Schmach ein, über die Jahre hat es sich dann jedoch stetig verbessert. Eine Studie zeigt aber, dass Google Maps weiterhin deutlich die Nase vorn hat.

Studie zeigt: So viel besser ist Google Maps als Apple Maps
Bildquelle: Apple

Google Maps vs. Apple Maps: Der Vorsprung bleibt groß

Vor fünf Jahren war das Apple-Kartenmaterial zum Teil noch so schlecht, dass sich Menschen bei der Benutzung der Navigationsfunktion mitten in Wüsten verirrten. Seitdem hat sich viel getan: Viele iPhone-Besitzer nutzen die Apple-Karten fast ausschließlich für die Navigation, ohne dass es noch häufig zu entsprechenden Problemen kommen würde. Und ohnehin sind auch diese mit Google Maps nicht völlig ausgeschlossen.

Dennoch ist der mehrjährige Zeitvorsprung, den Google hat, immer noch bemerkbar. Zum Vergleich: Google Maps gibt es bereits seit 2005, die Apple-Karten seit 2012. Der Kartograph Justin O’Beirne hat sich die Mühe gemacht, zahlreiche Orte – vor allem in den USA – auf den Apple- und Google-Karten miteinander zu vergleichen, um zu sehen, wie groß die Unterschiede wirklich noch sind. Tatsächlich lässt sich schnell ein großer Vorsprung durch Google feststellen.

Ein Feature, das in den Apple-Karten mit dem iOS 11 deutlich interessanter wurde, ist die Flyover-Funktion: Sie hat jetzt einen Virtual-Reality-Modus, wie unser Video zeigt:

Beta von iOS 11: Flyover in Apple Karten
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Google beeindruckt mit Gebäudeumrissen

Während es kaum noch Beispiele für Straßen gibt, die Autofahrer in der Realität in einen See leiten, wird der große Unterschied doch an einem anderen Punkt deutlich: Die Integration von Gebäudeumrissen. O’Beirne zeigt hier zahlreiche Beispiele von amerikanischen Städten, in denen auf Apples Karten überhaupt nichts außer Straßen zu sehen ist, in den Google Maps aber sogar Garagen und Gartenhäuschen. Bei prominenteren Gebäuden lassen sich in den Google-Karten sogar dreidimensionale Modelle von Giebeln, Außentreppen und Satellitenschüsseln aufspüren.

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Das liegt offenbar daran, dass Google in den letzten 12 Jahren massiv selbst Daten in Städten gesammelt hat, die das Unternehmen nicht mit anderen Kartenanbietern teilt. Apple kauft für das eigene Kartenmaterial derweil immer noch bei anderen Quellen ein – vor allem bei TomTom.

Der Unterschied ist selbst in Apples und Googles „Heimatstadt“ San Francisco – für beide Unternehmen die nächstgelegene Metropole – offensichtlich: Während in den Apple-Karten nur grobe Umrisse zu sehen sind, hat Google schon kleinste Details integriert:

Allerdings versucht Apple auch hier aufzuholen – seit einigen Jahren schickt auch der iPhone-, iPad- und Mac-Hersteller eigene Fahrzeuge mit Kameras durch amerikanische und sogar einige europäische Städte, um genauere Daten über Straßenverläufe, aber auch Gebäude zu sammeln. Wie O’Beirnes Studie zeigt, hat das Unternehmen aber noch viel zu tun.

Quelle: Justin O’Beirne via 9to5Mac

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