Die besten Google Reader-Alternativen: Feedly, Digg und Co.

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Am 1. Juli schaltet Google seinen RSS-Feedreader ab. Der hauseigene Reader war bis dahin ein sehr beliebter Dienst, viele von euch werden ihre abonnierten Nachrichten also anderswo unterbringen müssen. Wie das geht, und was es für Google Reader-Alternativen gibt, zeigen wir hier.

Warum Google den Reader-Dienst schließt, ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wichtig. Wir wollen nur wissen, was für Alternativen es gibt und wie wir unsere RSS-Feeds dorthin befördern.

google-reader-export-xml
Alle hier vorgestellten Dienste bieten eine Import-Funktion, die direkt auf Google Reader zugreift. Falls es dafür aber zu spät ist, müsst ihr eure RSS-Feeds manuell exportieren. Aus Google Reader funktioniert das über die “Takeout”-Funktion, mit der sich auch alle anderen bei Google gesicherten Daten auslesen lassen.

Dazu einfach in den Google-Reader-Einstellungen den Reiter Import/Export wählen und die RSS-Feeds als XML-Datei herunterladen.

Die besten Google Reader Alternativen: Unsere Lieblinge

Feedly (kostenlos)

Zunächst war es nur ein Add-On, inzwischen ist es ein plattformunabhängiger Webdienst inklusive Apps für iOS und Android. Feedly Cloud holt sich automatisch alle Reader-Feeds und sichert sie in den Wolken. Für iOS und Android gibt es Apps, außerdem steht Entwicklern eine API zur Verfügung.

feedly

Für mich aktuell eine der besten Alternativen. Direkt mit dem Google-Konto anmelden, ein Klick und schon sind alle Google-Reader-Feeds importiert. Auch die Bedienoberfläche ist angenehm und übersichtlich. Daumen hoch! Einzig ein XML-Import fehlt, wie bei so gut wie allen Web-Diensten.

Digg Reader (kostenlos)

Wo wir gerade bei „Daumen hoch“ sind: Als Google im März 2013 ankündigte, seinen Feed-Dienst abzuschalten, begann Digg mit den Arbeiten an einem eigenen RSS-Reader. Die Beta-Version ist

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fertig und ihr könnt euch auf einer Warteliste eintragen lassen.

Außerdem gibt es seit kurzer Zeit eine iOS-App von Digg, über die man auch ohne Beta-Einladung den Digg-Reader nutzen kann.

Auch hier ist die Übernahme der Daten von Google Reader unkompliziert. Bei besonders großen RSS-Sammlungen gibt es zudem eine Benachrichtigungs-E-Mail, wenn der Import abgeschlossen ist. Nette Bonus-Funktionen gegenüber Google Reader: Integrierte Instapaper- und Digg-Anbindungen sowie eine Navigation durch die Einträge mit den Tasten J und K.

 

NetNewsWire (derzeit etwa 8 Euro)

Der beliebte Desktop-Client für RSS-Feeds wird demnächst in einer neuen Version präsentiert. Aktuell gibt es NetNewsWire 4.0 beta. Die einfache Anbindung an Googles Reader-Dienst wird auch hier geboten. Größtes Unterscheidungsmerkmal zu den meisten anderen hier Genannten: Die native Anwendung für OS X inklusive OPML-Import-Funktion.

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Die Einstellungsmöglichkeiten sind recht begrenzt, aber alle Feeds werden ordentlich dargestellt. Ein integrierter Browser ist praktisch, so muss man nicht zwischen zwei Programmen hin und her wechseln. Zwischen Feed-Liste, Einträgen und Volltextanzeige im internen Browser wechselt man ganz einfach mit den Pfeiltasten. Das aktuelle Angebot von 8 Euro für die Vorbestellung ist fair.

 

AOL Reader (kostenlos)

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Erinnert ihr euch noch an AOL? Die mit den Gratis-Frisbees in der Post haben jetzt etwas wirklich Nützliches gebaut. Der eigene RSS-Reader sieht übersichtlich aus und bietet (natürlich) auch eine nahtlose Verbindung zu Google Reader.

Die Oberfläche ist, wie bei fast allen anderen Kandidaten hier, simpel gehalten. Mit Google Reader als Vorbild bleibt es bei den wenigen notwendigen Schaltflächen und Optionen. Vor allem für Power-User ist das aber eher ein Vorteil. Er unterscheidet sich jedoch von anderen webbasierten Lösungen durch die OPML-Import-Funktion. So können die oben als XML-Datei gesicherten Daten nach dem 1. Juli eingelesen werden — sehr schön!

Mir gefällt auch die Bedienung über J/K, genau wie beim Digg Reader.

 

Feedreader (kostenlos)

Auch Feedreader hat sich schnell auf den Abschied einiger Google-Reader-Freunde eingestellt. Wie bei vielen anderen Diensten gibt es auch hier eine einfache Verknüpfung mit dem Google-Konto und den darin gesicherten RSS-Feeds.

Allerdings bietet auch Feedreader, ähnlich wie viele andere Web-Dienste, darüber hinaus keine Import-Funktion. Wer also zu spät umsteigt, muss sämtliche Adressen manuell nachtragen.

Google Reader Alternativen: Ferner liefen...

Natürlich gibt es noch dutzende weitere Anbieter. Die populäre App Reeder ist auf Mac und iPad vorerst noch allein auf Google Reader eingeschossen. Die iPhone-Version kann schon Fever und andere Feeds lesen, demnächst soll diese Funktion auf die anderen Apps ausgedehnt werden.

Auch scheinbar artfremde Dienste können für manche Anwendungsfälle durchaus als Ersatz für Google Reader dienen. So zeigt auch Flipboard (kostenlos und Android) Nachrichten aus unterschiedlichen Kategorien an. Sogar Twitter kann bei entsprechender Disziplin, mit Einschränkungen einen herkömmlichen RSS-Newsfeed ersetzen.

Am besten, ihr schaut euch alle Alternativen für den Google Reader einmal an und entscheidet, welcher euren Bedürfnissen am ehesten gerecht wird.

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