Google ehrt "wilden Kerl" Maurice Sendak: So funktioniert das Doodle

Jonas Wekenborg
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Google ehrt heute in seinem Doodle den US-amerikanischen Illustrator und Kinderbuchautoren Maurice Sendak. Als Vorreiter eines neuen Realismus in Sachen Kinderbuchliteratur stieß er lange Zeit auf Ablehnung und Widerstand, kann sich aber anlässlich seines 85. Geburtstages als wahrer „Picasso der Kinder“ feiern lassen.

Google ehrt "wilden Kerl" Maurice Sendak: So funktioniert das Doodle

Allgemeine Bekanntheit erlangte der Brooklyner mit dem Kinderbuch „“, in dem der Junge Max in seinem Wolfskostüm Unfug treibt und schließlich ob seiner Unart von der Mutter als „wilder Kerl“ aufs Zimmer geschickt wird. Natürlich ist dies keinerlei Hürde für den fantasiereichen Jungen, der kurzerhand einen Weg in einen Zauberwald findet und schließlich zu der Insel der wilden Kerle segelt. Statt von den monströsen Ungeheuern verschlungen zu werden, schwingt sich der Monsterbändiger Max schließlich zum König der wilden Kerle auf.

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Maurice Bernard Sendak wäre am heutigen Tag 85 Jahre alt geworden. Google widmet dem Autoren und Illustrator mit dem Herzen am rechten Fleck daher heute ein eigenes Doodle, das in farbenfroher Sendak-Manier einige der bekanntesten und beliebtesten Protagonisten seiner Werke präsentiert.

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So funktioniert das Google Doodle

Über die Startseite der Google Suche könnt ihr nun mit einem einfachen Klick die Reise von Max, dem wilden Kerl starten, der in der illustren von Maurice Sendak illustrierten Welt eine Parade der Biester aufruft, die Köche aus “In der Nachtküche” besucht und die Schweinchen von “Higglety Pigglety Pop!” zum Tanzen animiert. Die Hommage an den Kinderbuchautoren ist nicht interaktiv, fasst aber sein Lebenswerk bunt und munter zusammen.

Maurice Sendak und die wilden Kerle

Mit zarten sechs Jahren schrieb Sendak, der als jüngstes von drei Kindern 1928 in Brooklyn das Licht der Welt erblickte, bereits sein erstes Kinderbuch. “Kenny’s Window” war das Werk eines kränkelnden Kindes, das von Abenteuerbüchern aus der Bibliothek zerrte. Zusammen mit seinem älteren Bruder Jack zeichnete er schließlich die eigene Geschichte und entschied mit 12 Jahren Zeichner zu werden. Neben seiner Arbeit als Kinderbuchzeichner, Illustrator und Autor arbeitete Sendak außerdem als Bühnenbildner für Opernproduktionen.

Aufgrund des abgebildeten Realismuses von Gewaltdarstellungen in seinen Werken fiel Maurice Sendak schnell ins Fadenkreuz von Kritikern. Zur Selbstanalyse und Bewältigung der Gewaltphantasien zeichnete Sendak schließlich “Wo die wilden Kerle wohnen” und schaffte damit 1963 den Durchbruch.

Weitere spannende Google Doodles findet ihr außerdem in den Archiven der Suchmaschine. Hier könnt ihr sowohl den Jahrestag von Star Trek, die Doodles der vergangenen Olympischen Spiele oder den interaktiven Reiseführer durch die Galaxis von Douglas Adams ansehen.

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