Google zelebriert Sommersonnenwende: So funktioniert das Google Doodle

Jonas Wekenborg

Wer hätte nach dem nächtlichen Tiefdruckgebiet noch daran gedacht: Der 21. Juni läutet die Sommersonnenwende und somit den (theoretischen) Sommeranfang ein. Zum Glück erinnert uns die Googlesuche mit dem heutigen Doodle an den mittäglichen Höchststand der Sonne. Wir erklären, wie das Doodle funktioniert und was die Sommersonnenwende eigentlich ist.

Lange haben wir darauf gewartet und Barack Obama hat es schließlich live am Brandenburger Tor miterlebt und kapitulierend das Jackett gelüftet: Der Sommer ist endlich in Deutschland angekommen. Mit Höchstwerten von bis zu 36° Celsius freuten sich diese Woche bereits Eisdielenbesitzer und Freibadbetreiber über einen Zustrom von schwitzenden Menschen.

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Dabei war die Freude in diesem Jahr eigentlich verfrüht, beginnt in der Nördlichen Hemisphäre technisch gesehen der Sommer erst am 21. Juni. Zugegeben,  nach dem gestrigen Sturmtief über Deutschland hätte man das auch leicht vergessen können.

Während wir also auf der Nordhalbkugel nun den langersehnten Sommer begrüßen, schaltet sich ob der Sommersonnenwende im Süden das Wetter auf Winter um. Kaum zu glauben, aber südlich des Äquators müssten die Menschen jetzt Strickpullis tragen. Irre!

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Die Sommersonnenwende – Wo kommt sie her und was macht sie so?

sommersonnwende
Laut Definition ist die Sonnenwende (derer es natürlich zwei gibt) der Zeitpunkt, an denen die Erde sich in genau dem Winkel zur Sonne befindet, dass entweder der nördlichste (Sommersonnenwende) oder der südlichste Punkt (Wintersonnenwende) der Erde beschienen werden.

Dabei ist dieser genaue Zeitpunkt von Jahr zu Jahr verschieden. 2013 haben wir die Sommersonnenwende bereits um 7:04 Uhr erleben dürfen, als die Sonne auf den nördlichsten Zipfel unserer Mutter Erde schien.

Gleichzeitig gilt der 21. Juni aber auch als der längste Tag des Jahres, wobei sich von Nord nach Süd natürlich gewisse Differenzen ergeben. So dürfen wir am heutigen Tag mit gut 16 bis 17 Stunden Helligkeit in Deutschland rechnen. Ende des Sommers ist dann wieder am 22. September um 22:44 Uhr.

Stonehenge
Kulturell betrachtet ist Mittsommer oder Litha, wie die Sommersonnenwende auch benannt wurde, bereits seit der Steinzeit beobachtet worden und geht Vermutungen zufolge auf einen gemeinsam genutzten Steinzeit-Kalender zurück. Die Verehrung der Sonne brachte zu Mittsommer einen Aspekt des Todes und der Vergänglichkeit hervor, der kultisch an festgelegten Ritenstätten gefeiert wurde.

So wird auch der Bau des britischen Stonehenge auf die Berechnung der Sonnenwechsel zurückgeführt und lockt daher um diese Zeit besonders viele Besucher an.

Warum Google zwei Doodles an einem Tag feiert

Befindet ihr euch auf der Startseite des deutschsprachigen Suchmaschinengiganten Google, so zeigt das animierte Doodle eine Gruppe aus Schwimmern, die mit den Wellen wippen. Anders sieht das hingegen bei Google auf der Südhalbkugel aus.

Ist ja aber auch ganz klar: Während wir nun technisch vom Sommer sprechen können, wird es auf der Südhalbkugel nun Winter und daher sieht man zum Beispiel bei Google in Neuseeland das Doodle zum Winteranfang, auf dem zwei Hände einen enorm langen Handschuh stricken.

Als ältester Brauch der Welt zelebrieren wir also mit Google zusammen Midsommar, wie die Schweden sagen würden, und genießen den Sommer gleich ein wenig schlauer.

Interaktiv sind die beiden Doodles leider nicht, wenn ihr aber noch einmal in alte Google Doodles hereinschauen wollt, findet ihr bei uns im Archiv unter Anderem den “wilden Kerl” Maurice Sendak, Star Trek und viele weitere.

Bilder: Google.de/Google.co.nz/Wikimedia

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