Angela Merkel - "Spezieller Internet-Datenschutz ist überflüssig"

Leserbeitrag

Die Politiker diskutieren aktuell in Berlin über Googles Streetview-Service, Facebook und über das Thema Datenschutz im Internet. Letztere ist gerade in der Politik eine heiße Diskussion. Schon in der Vergangenheit hat unter anderem die ehemalige Familienministerin von der Leyen und der damalige Innenminister Wolfgang Schäuble einige Pläne vorgeschlagen.

Nun hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel in der heutigen Ausgabe der Bild-Zeitung bekannt gegeben, dass ein spezieller Internet-Datenschutz überflüssig sei.

”Nein. Aber wir müssen unsere Vorstellungen vom Recht auf Datenschutz der sich immer weiter verändernden Netzwelt anpassen, ohne den Endgedanken eines freien Internets aufzugeben.”

Merkel zufolge liegt es an den Nutzern selbst, was sie im Internet von sich bekannt geben:

”Der Staat muss die Privatsphäre aber schützen, wo der Einzelne zwar Schutz in Anspruch nehmen möchte, ihn aber nicht selbst herstellen kann. Genau darüber berät die Bundesregierung derzeit intensiv.”

Allerdings steht sie den gesellschaftlichen Veränderungen durch das Internet positiv gegenüber:

”Ich bin jemand, der erst einmal die großen Chancen und fantastischen neuen Möglichkeiten sieht – im Beruf und fürs Privatleben. Entscheidend ist natürlich, wie wir mit damit umgehen. Jeder einzelne trägt auch Verantwortung dafür, dass er in der neuen Vielfalt nicht die Orientierung verliert”, so Merkel.

Sie selbst hat einen Account in Facebook und in MeinVZ, jedoch für Twitter fehlt ihr die Zeit.

 

Weitere Themen: Datenschutz, Internet

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