Wassily Kandinsky: Was zeigt das Google Doodle heute am 16. Dezember?

Martin Maciej

Heute ist der 16. Dezember. Die meisten freuen sich auf die Weihnachtstage, doch der Suchmaschinengigant feiert heute schon. Der russische Maler und Kunsttheoretiker Wassily Kandinsky ist heute vor 148 Jahren geboren. Google rückt den Expressionisten die kommenden 24 Stunden mit einem Google Doodle in den Mittelpunkt des Online-Suchgeschehens.

Wassily Kandinsky: Was zeigt das Google Doodle heute am 16. Dezember?

Öffnet ihr heute die Google-Suche, erwartet euch nicht das übliche, bunte Google-Logo, sondern ein abstraktes Kunstwerk, in welches der Google-Schriftzug eingearbeitet ist. Das Motiv soll an Kandinskys Werke und gleichzeitig an seinen 148. Geburtstag erinnern.

Wassily Kandinsky: Google feiert den Expressionisten

Wassily Kandinsky gilt in Historikerkreisen als Urheber des ersten abstrakten Kunstwerks überhaupt. Geboren ist der russische Maler am 16. Dezember 1866 in Moskau in einer reichen Familie. Erst mit 30 Jahren, 1896 entschied Wassily Kandinsky auch tatsächlich Maler zu werden. Zuvor richtete er sich nach den Wünschen seiner Familie und plante eine Jura- und Wirtschaftslaufbahn. In München lernte er an einer der damals berühmtesten Kunstakademien in Europa. Dort traf Wassily Kandinsky Gabriele Münter, welche zu seiner Lebensgefährtin wurde. Auch für Gabriele Münter hat Google vor kurzem ein Google Doodle auf seiner Startseite präsentiert.

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Insbesondere die Werke Monets und Richard Wagners Lohengrin waren für seine Entscheidung, sich der Kunst zu widmen, verantwortlich. Mit Münter und Marianne von Werefkin sowie Alexej Jawlensky entwickelte sich die Künstlergruppierung in Murnau am Staffelsee weiter. Hier schliff Wassily Kandinsky besonders an seinem expressionistischen Stil.

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148. Geburtstag von Wassily Kandinsky: Google feiert mit Doodle

Neben seiner Arbeit an diversen Malereien arbeitete Kandinsky auch verschiedene wissenschaftliche Schriften über die Kunst aus. Seine wohl bedeutentste Schriftwerke sind der Almanach der “Blauen Reiter” sowie die 1912 erschienene Schrift “Über das Geistige in der Kunst”. Hier formulierte Wassily Kandinsky seine Kunstwerke in geschriebenem Wort aus. Heute zählen die Bilder Kandinskys zu den bedeutendsten Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Zu Zeiten der russischen Revolution verlor Kandinsky einen Großteil seines Vermögens. 1921 reiste der Künstler mit seiner damaligen Frau Nina Andreewsky nach Deutschland. 1922 wurde der Expressionist von Walter Gropius eingeladen, um am Bauhaus in Weimar tätig zu werden. Dieses wurde 1933 von den Nationalsolzialisten geschlossen, erneut wurden zahlreiche Werke Kandinsky gepfändet. Im selben Jahr wanderte Kandinsky nach Frankreich aus. Wassily Kandinsky starb am 13. Dezember 1944 in Neuilly-sur-Seine in Frankreich. Kandinskys Nachlass verwaltete seine letzte Frau, Nina Andreewsky.

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Wassily Kandinsky ordnete seine Bilder drei großen Kategorien ein:

  • Impressionen: Eindrücke der äußeren Natur
  • Kompositionen: Bewusstes steht im Vordergrund, Verbindung von Konzeption, Imagination und Intuition
  • Improvisationen: unbewusste, plötzliche Vorgänge, Verbergen und Verschlüsseln von Gegenständen

2012 wurde das Werk “Studie für Improvisation 8″ für 18 Millionen Euro bei einer Auktion von Christie’s in New York verkauft – der bislang teuerste Preis für ein einzelnes Kunstwerk von Wassily Kandinsky.

Bereits vor zwei Jahren hat Wassily Kandinsky ein eigenes Google Doodle spendiert bekommen. Damals wurde allerdings bereits am 4. Dzember gefeiert, der Geburtstag Kandinskys nach dem julianischen Kalender. Heute zelebriert Google erneut Kandinskys Ehrentag, dieses mal nach dem heute allgemein gültigen gregorianischen Kalender. Damals wie heute zeigt die Google Startseite eine abstrakte Version des Google-Schriftzugs. Die einzelnen Buchstaben werden erst auf den dritten Blick sichtbar.

Google Doodles: Kandinsky, Philae und mehr

Google wechselt in unregelmäßigen Abständen sein Erscheinungsbild, um an diverse Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte zu erinnern. Dank der enormen Reichweite der Suchmaschine kommen so teils längst vergessene, immer jedoch wichtige Personen wieder zurück in das Bewusstsein der Internetnutzer. Beispiele für vergangene Doodles sind z. B. die Ehrungen der Widerstandskämpferin Sophie Scholl im Mai 2014 oder ein Google Doodle zum 318. Geburtstag Giambattista Tiepolos. Auch wichtige Daten der Geschichte rückt Google durch seine Doodles in den Mittelpunkt, zuletzt etwa die Landung der Sonde Philae auf dem Millionen Kilometer entfernten Kometen Anfang November. Das erste Google Doodle gab es bereits 1998. Damals veränderten die Google-Entwuickler Larry Page und Sergej Brin die Startseite, um zu signalisieren, dass sich beide beim Burning Man-Festival in Nevada aufhielten.

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