Der Zoo in Münster ließ seine Gäste bezahlen, was sie wollten – mit erstaunlichem Ergebnis

Pay what you want: Das Konzept kennt man von Radiohead, vom Humble Indie Bundle, von Musik und Software – aber von einem Zoo? Der Allwetterzoo Münster hat ernst gemacht und im Dezember alle Gäste nur das bezahlen lassen, was sie wollten. Die Bilanz ist beachtlich.

Der Zoo in Münster ließ seine Gäste bezahlen, was sie wollten – mit erstaunlichem Ergebnis

Wie der Münsteraner Zoo mitteilte, kamen durch die Aktion im Dezember 2012 fünf Mal mehr Besucher als im Vorjahr. Statt 11.000 Karten wurden mehr als 56.000 Karten verkauft – so viele wie noch nie in der Geschichte des Allwetterzoos in dem Wintermonat. So weit, so klar: Wenn man weniger bezahlen muss, kommen mehr Leute.

Aber auch auf der Einnahmenseite hat sich der Pay-what-you-want-Versuch gelohnt. Der durchschnittliche Eintrittspreis pegelte sich auf 4,76 Euro ein. Das liegt zwar deutlich unter dem normalen Preis von 14 Euro, sorgte aber insgesamt für 2,5-fache Einnahmen gegenüber der üblichen Dezember-Bilanz. Die meisten Besucher legten zwischen 5 und 10 Euro auf den Tisch. “Viele wollen zwar ein Schnäppchen machen, aber auch einen fairen Preis zahlen”, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Marcus Kunter von der RWTH Aachen, der die Idee auch an den Zoo herangetragen hatte, gegenüber Zeit Online.

Und der Allwetterzoo Münster kann sich rühmen, mit der Besucherzahl seiner nicht-digitalen Pay-What-You-Want-Aktion einen Weltrekord aufgestellt zu haben – auch wenn ab jetzt wieder der normale Eintrittspreis gilt. Warum eigentlich?

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