Apple iCloud hilft mit automatischem Versionsmanagement beim Datenabgleich

Ralf Bindel
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Die Wahrheit liegt in der Cloud, sagte Steve Jobs bei der Keynote zur WWDC 2011. Und die iCloud entscheidet über die Daten. Während beim Synchronisierungsdienst MobileMe letztlich immer wieder der Anwender gefragt wurde, welche Adress- oder Kalenderdaten von verschiedenen Versionen nun die richtigen seien, löst die iCloud derartige Konflikte offenbar selbständig.

Neues von der iCloud: In der letzten Folge der US-TV-Sendung The Talk Show mit John Gruber und Dan Benjamin sprach Gruber über das Versions- bzw. Konfliktmanagement beim Synchronisieren über die iCloud. Das Problem ist bekannt: Jeder, der an verschiedenen Orten (Macs, iPad, iPhone) mit den gleichen Daten arbeiten will, hat möglicherweise unterschiedliche Versionen von Dateien auf den einzelnen Gräten. Die einen sind aktueller als die anderen, nur eine Version ist die richtige, die auf allen Geräten identisch sein soll. Der bisherige Apple-Dienst MobileMe hat in einem solchen Konfliktfall den Nutzer informiert. Man wählt manuell, welche Version die “richtige” ist, um sie weiter zu nutzen.

John Gruber geht nun davon aus, dass dieses leidige Thema mit iCloud der Vergangenheit angehört. iCloud wird angeblich automatisch die jeweils “richtige” Version auswählen und auf alle synchronisierten Geräte pushen.

Natürlich taucht da die Frage “Was passiert, wenn iCloud die falsche Version auswählt?” auf. Für diesen Fall soll es eine Möglichkeit geben, manuell in den alten Versionen zu blättern und die richtige auszuwählen. Für den Anwender wird vermutlich nicht ersichtlich sein, nach welchen Kriterien iCloud die “richtige” Version auswählt, deswegen spricht Gruber von dem Verfahren als eine Art “black box”.

Auf die Frage, ob Gruber wisse, dass ein solches Versionsmanagement komme, oder ob es Spekulation sei, antwortete Gruber “I know this” (ich weiß es). Als Beleg für seine Annahme sieht Gruber iBooks, bei dem eine derartige Entscheidungsautomatik schon genutzt werde. iBooks ist in der Lage Lesezeichen, Notizen und den “gelesen” Status zu synchronisieren, ohne dabei jemals eine Nachfrage wegen etwaiger Konflikte an den Nutzer zu stellen.

Mit dieser Methode sollen in Zukunft alle Konflikte in der Cloud gelöst werden, sodass Adressbücher, Notizen, Kalender aber auch alle weiteren Daten immer synchron sind.

Eine offizielle Bestätigung von Apple zur Entscheidungstechnik von iCloud gibt es noch nicht. iCloud ist auf der WWDC 2011 vorgestellt worden und soll im Herbst verfügbar sein.

Zum Nachlesen: Das Magazin macstories.net hat Teile des Gespräches, insbesondere zum Versionsmanagement von iCloud, niedergeschrieben.

Weitere Themen: iTunes für Mac, Apple

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