iCloud.com: MobileMe-Benutzer fühlen sich zu Hause – Apple integriert “Meinen Mac finden”

Keine steile Lernkurve für MobileMe-Benutzer
Die Macher der Website Engadget haben iCloud einige Tage ausprobiert und beenden ihren Kurz-Test der Beta-Version mit einem eher positiven Fazit. Zwar gab es Komplikationen beim Einsatz der Beta-Version der neuen iWork-Apps auf einem iPad – sie stürzten zunächst dauernd ab. Allerdings handelt es sich eben nur um Vorab-Versionen der Apps. Auch mussten die Tester zunächst iCloud für OS X Lion installieren, eine neue Beta-Version von iOS 5 herunterladen und sich die iWork- und iPhoto-Betas besorgen, um alle Funktionen testen zu können. Das dauerte erst einmal seine Zeit.

Die einzelnen iCloud.com-Web-Apps entsprechen dann auch denen, die es bereits für MobileMe-Benutzer gibt: Die Web-Mail-Oberfläche ähnelt in weitem Teilen ihrem MobileMe-Pendant, bisher können Entwickler über die Web-App auch nur auf bestehende MobileMe-Mail-Accounts zugreifen. Die Kontakte-App ähnelt äußerlich nun der iOS-5-Kontakte-App und dem Adressbuch von OS X Lion, iCloud gleicht alle Daten zwischen der Web-Oberfläche mit Lion und den iOS-Geräten miteinander ab. Das ist allerdings auch mit MobileMe schon so.

iCloud-iWork: Synchronisation, aber keine Browser-Bearbeitung
iWork-Dokumente lassen sich nun mit Hilfe der neuen iOS-Apps, die es bisher ebenfalls nur als Beta-Version gibt, direkt mit iCloud synchronisieren. Wer also beispielsweise ein Dokument mit Pages auf dem iPad bearbeitet, findet es später im gleichen Stadium auf einem iPhone wieder und umgekehrt. Auch in der iCloud.com-Web-App, die das bisherige iWork.com ablösen dürfte, lassen sich die iWork-Dokumente wiederfinden. Dort lassen sie sich allerdings nicht bearbeiten, sondern nur auf einem Mac oder PC herunterladen – dafür aber auf Wunsch auch direkt als Word-, Excel-, PowerPoint- oder PDF-Datei. Umgekehrt lasen sich iWork-Dokumente von einem Mac über iCloud.com auf Apples Online-Speicher hochladen, später erscheinen sie dann auch auf den iOS-Geräten.
Die Funktion Photo Stream erlaubt es wiederum, Fotos, die der iCloud-Benutzer mit einem iPhone, iPad 2 oder iPod touch der vierten Generation geschossen hat, direkt in iPhoto wiederzufinden – ohne das Gerät manuell mit iPhoto verbinden zu müssen. Im Engadget-Test hat auch dieses Feature ohne Probleme funktioniert.

Seit letzter Nacht gibt es auch eine neue Version der “Mein iPhone finden”-Web-App – in den ersten Tagen verlinkte Apple nur auf die MobileMe-Version. Die Funktionalität scheint sich gegenüber der MobileMe-Variante nicht verändert zu haben, dafür erscheint die App in einem neuen Gewand: Die Google-Maps-Karten sehen klassischer aus, außerdem gibt es iOS-ähnliche Pop-Up-Menüs. Spannender ist derweil die Integration einer “Meinen Mac finden”-App: Lion-Benutzer werden die Funktion im in den iCloud-Systemeinstellungen aktivieren und einen verloren gegangenen oder geglaubten Mac auf einer Landkarte verfolgen können. Der Mac erkennt seine eigene Position anhand der WLAN-Router, zu denen er eine Verbindung aufnehmen kann. Dass Apple ein entsprechendes Angebot plant, hatte bereits eine der Beta-Versionen von OS X Lion verraten.
Bilder: Engadget, 9 to 5 Mac


