iCloud-Gerüchte: MobileMe-Ersatz und kostenlos für Lion-Kunden

Florian Matthey
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Apple hat bereits am Dienstag in einer Pressemitteilung angekündigt, dass Steve Jobs in der Eröffnungs-Keynote zur Worldwide Developers Conference (WWDC) Apples neues Cloud-Computing-Angebot iCloud präsentieren wird. Ein ungewöhnlicher Schritt für das sonst so schweigsame Unternehmen – was sich jüngsten Meldungen zufolge dadurch erklären lässt, wie wichtig Apple das Angebot ist.

iCloud: Kostenlos für Lion-Kunden?

Nach Informationen von AppleInsider soll iCloud Apples bisherigen Online-Dienst MobileMe ersetzen – der nach iTools, .Mac und MobileMe dann schon den vierten Namen tragen würde. Gleichzeitig soll ein Teil des Angebots kostenlos werden – zumindest für Käufer von Mac OS X 10.7 Lion. Während Benutzer älterer Betriebssysteme oder von Windows weiterhin eine Gebühr bezahlen, sollen Lion-Kunden zumindest einen Teil von iCloud kostenlos benutzen können. Zumindest, wenn die Quellen der Website die richtigen Informationen verbreiten: Laut 9 to 5 Mac soll iCloud für Bildungseinrichtungen und Studenten beim Kauf eines Macs kostenlos sein. Das spräche gegen ein Gratis-Angebot für Lion-Kunden.

Apple werde aber auch laut AppleInsider wahrscheinlich eine Gebühr für das Musik-Cloud-Angebot erheben, das seit Monaten als Gerücht die Runde macht. Auch dieses könnte vielleicht in einer Trial-Phase kostenlos zu haben sein, dann dürfte Apple die Kosten, die durch neue Verträge mit der Musikindustrie entstehen, aber an den Kunden weitergeben. Die Deals mit den Platten-Labels sollen es ermöglichen, dass iCloud-Kunden ihre gesamte Musik-Sammlung an alle ihre Apple-Geräte streamen lassen können, ohne einzelne Titel zuvor auf eine Online-Festplatte hochladen zu müssen. Letzteren Weg gehen Google und Amazon mit ihren Musik-Cloud-Diensten.

Derweil können sich die Quellen von AppleInsider vorstellen, dass der Wechsel zu Mac OS X 10.7 Lion finanziell nicht so sehr schmerzen wird: Ähnlich wie für Mac OS X 10.6 Snow Leopard* könnte Apple nur einen kleinen Betrag verlangen – zumal das Unternehmen mit dem Vertrieb über den Mac App Store einige an Kosten sparen wird. Snow Leopard kostete als Upgrade bereits bei der Einführung nur 29 Euro.

iCloud-Markenname und iCloud.com gesichert – Server-Farm gesichtet

Derweil hat Apple die rechtliche Seite von iCloud bereits abgesichert: Zum einen gehört die Domain iCloud.com, die Apple schon im April vom Cloud-Anbieter CloudMe übernommen haben soll, jetzt auch offiziell dem Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller. Auch den Markennamen iCloud hat sich Apple zumindest in Europa schon gesichert.
Zukünftige iCloud-Kunden, die sehen möchten, wo Apple ihre Daten speichern wird, müssen Google Earth nur auf den US-Bundesstaat North Carolina ausrichten: Die Satellitenbilder zeigen mittlerweile die Server-Farm, die Apple dort errichtet hat.

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