iCloud iPhone: Kostenloses Smartphone für Wolkengucker

Flavio Trillo
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Die Gerüchte um ein “iPhone nano“, das angeblich für die Märkte in Schwellenländern konzipiert ist, sind ständiger Begleiter bevorstehender Apple-Events. Jetzt gibt es aber eine neue Facette der möglichen Erweiterung von Apples Smartphone-Produktpalette: Das iCloud iPhone soll den gleichnamigen Dienst ergänzen – und zwar kostenlos.

Für alle, denen das iPhone 5  zu teuer ist, wird Apple angeblich eine preisgünstigere Alternative anbieten, berichtet Apple’n’Apps unter Berufung auf Quellen, die mit Apples iPhone-Plänen vertraut sind. Auf Basis des iPhone 4 und mit etwas weniger Flash-Speicher richte sich das iCloud iPhone vor allem an jene Anwender, die ihre Daten vornehmlich auf entfernten Servern lagern. Ausreichend schnelle mobile Netzanbindung vorausgesetzt, sind Musik, Videos, Bilder, Kontakte und mehr auch von unterwegs problemlos erreichbar.

“One more thing” – die magischen Worte, mit denen Steve Jobs gern das i-Tüpfelchen seiner Vorträge ankündigt. Anfang September, genauer gesagt am 07.09., wenn man Gerüchten aus Japan glauben darf, spricht der Apple-CEO sie womöglich abermals. Anschließend zaubert er ein Gerät aus dem Hut, für dessen Bauteile er zu großen Teilen auf bereits bestehende Bestände bei den Lieferanten zurückgreifen konnte.

Fehlende Speichermodule sorgen dabei nicht nur für ein schlankeres Äußeres sondern könnten auch erheblich an der Preisschraube drehen – und zwar linksherum. Komponenten-Kenner iSuppli schätzt, dass die Speicher-Chips fast 15 Prozent der Hardware-Kosten des iPhone ausmachen. Sie stellen damit nach dem Display die teuerste Einzelposition in Apples Rechnung pro Gerät. Ein denkbar guter Ansatzpunkt für Einsparungen also.

Der Grundpreis von unter 400 US-Dollar könnte in Kombination mit einem 2-Jahresvertrag für Datenverkehr und Telefonie dafür sorgen, dass einige Anbieter das iCloud iPhone sogar kostenlos herausgeben. Dagegen werde das iPhone 5 mit mindestens 199 US-Dollar zu Buche schlagen, inklusive Subvention durch die Anbieter.

Den Informanten zufolge passe der Hersteller seine iPhone-Reihe an die MacBook-Produkte an. Das MacBook Air entspreche dem iCloud iPhone, wer es professioneller will, greift zu iPhone 5 und MacBook Pro. Die äußerlichen Unterschiede seien dabei so frappierend, dass ein iCloud iPhone auf den ersten Blick von seinem speicherreicheren Cousin zu unterscheiden sei. Aluminium soll es statt Glas für die Rückseite geben, welches zudem so weit um die Kanten herumreiche, dass das fehlerträchtige Aluminium-Antennen-Band entfällt. Stellt man sich das bildlich vor, ähnelt das Resultat stark dem aktuellen iPad 2.

Mit einem solchen Schritt würde Apple nicht nur eine große Anzahl zusätzlicher Kunden gewinnen, die bislang vor dem verhältnismäßig hohen Preis für das Gerät zurückschreckten. iCloud wird zudem als bedeutender und eigenständiger Dienst etabliert und vermarktet, für den allein es sich lohnt, einen Datentarif zu buchen.

Weitere Themen: iTunes für Mac, iPhone, Apple

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