WD2go: Die private (und günstige) Cloud

Sebastian Trepesch
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Viele Nutzer hätten in ihrem iPad gerne mehr als die 16, 32 oder 64 Gigabyte Speicher – iPhone-Besitzer mit großen Musikbibliotheken vielleicht auch. Das haben die Hersteller von Festplatten erkannt. Auf der IFA in Berlin haben wir uns unterschiedliche Möglichkeiten vorstellen lassen, wie man mit seinem iPad auf mehr Daten zugreifen kann, als von Apple integriert. Ein Konzept von Western Digital: Die persönliche Cloud. Bei vielen Gigabyte kann sie deutlich günstiger als iCloud kommen.

Grafikaufwendige Apps, Filme, Musik und was weiß ich alles verbrauchen viel Speicherplatz – wie macht man die ganzen Daten auf iPhone und iPad nutzbar?

  • i-FlashDrive ist eine Art USB-Stick für das iPad, der in einigen Wochen auf den Markt kommt.
  • Seagate GoFlex Satellite ist eine Festplatte für unterwegs, auf die auch iOS-Geräte zugreifen können.
  • Mit Cloud-Lösungen (zum Beispiel Apple iCloud) kann man über das Internet auf Daten zugreifen.

Die private Cloud

Western Digital bietet mit WD2go eine “private” Cloud-Lösung für den Heimanwender an: Dafür benötigst Du eine -Festplatte, die zuhause steht und mit dem Lan-Kabel am eigenen Netzwerk angebunden ist (NAS). Nun kannst Du nicht nur mit dem Rechner daheim auf die Daten zugreifen, sondern auch über ein Webinterface. Für iPhone und iPad gibt es sogar eine angepasste App.

Über die Dateifreigabe kannst Du regeln, mit welchem Zugang auf welche Daten zugegriffen werden kann. Die Daten werden SSL-verschlüsselt übertragen.

Je nach Nutzungsart sind die Vorteile dieser privaten Cloud beträchtlich:

  • Günstiger Preis: Wer hunderte von Gigabyte speichern will, spart viel Geld. iCloud kostet zum Beispiel mit 55 Gigabyte 80 Euro pro Jahr. Mit WD2go zahlt man für die 1 Terabyte-Festplatte einmal rund , hinzu kommen allerdings noch Stromkosten.
  • Der Speicherplatz ist zugleich wesentlich größer.
  • Die Daten müssen keinem Unternehmen anvertraut werden – sie liegen auf der heimischen Festplatte.
  • Die Übertragungsrate ist im Heimnetz laut Hersteller mehr als dreimal so groß wie bei herkömmlichen USB 2.0-Festplatten.
  • Ein Medienserver ist in MyBook live integriert.

Ein Nachteil klang hier schon an: Damit man von unterwegs auf die Daten zugreifen kann, müssen sowohl Festplatte als auch Router angeschaltet bleiben. Das kostet Strom. Ein moderner Router kommt (je nach Gerät und Rechenmodell…) dadurch auf rund 15 Euro Stromkosten zusätzlich pro Jahr. Zum Verbrauch der Festplatte liegen uns noch keine Daten vor. Der Speicher könnte aber auf einen ähnlichen Wert kommen.

Desweiteren ist der private Internetanschluss entscheidend für die Geschwindigkeit – gegebenenfalls ist der Zugriff über WD2go langsamer als schnelle Cloud-Dienste. Ein Vergleichstest wird interessant, wenn iCloud verfügbar ist. Zumindest im heimischen Netzwerk ist durch die hohe Geschwindigkeit auch Video-Streaming möglich.

Die App für die iOS-Geräte von Western Digital ist übersichtlich, der Farbton vielleicht nicht jedermanns Sache… Die Dokumente werden direkt in der Anwendung geöffnet, Apple lässt gewöhnliches Dateimanagement auf seinen iOS-Geräten ja nicht zu. Es ist also zum Beispiel möglich, eine Keynote- oder PowerPoint-Präsentation anzeigen zu lassen. Sie kann aber nicht in einer anderen App bearbeitet werden.

Fazit: Alles in allem scheint WD2go eine recht preiswerte NAS-Lösung mit vernünftiger Anbindung an die iOS-Geräte und viel Speicherplatz: kostet bei Amazon aktuell knapp 170 Euro. Für mich selbst wird gerade wegen des Medienservers MyBook live schon im heimischen Netzwerk recht interessant.

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