iWork für iCloud: Pages, Keynote, Numbers im Beta-Test

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Auf der WWDC vorgestellt, jetzt in der Beta-Version verfügbar. Apples iWork-Suite, bestehend aus Pages, Keynote und Numbers, hat es in die Cloud geschafft. Welche Funktionen iWork für iCloud bietet und woran es noch fehlt, haben wir für euch herausgefunden.

iWork für iCloud: Pages, Keynote, Numbers im Beta-Test

Textverarbeitung in der Cloud, Tabellenkalkulation im Browser, Präsentationen ohne Desktop-Programm — das kennen wir im besten Fall von Google Drive. Der Dienst aus Mountain View konnte mit der Zeit viel lernen, Apple hat also mit iWork für iCloud einiges aufzuholen. Werfen wir einen Blick auf die Beta-Versionen der Cloud-Apps.

iWork für iCloud in der Beta-Phase: Was geht, was nicht?

Die Desktop-Varianten von , und sollen mit den Cloud-Apps möglichst genau abgebildet werden. Zumindest was den Funktionsumfang angeht, ist das bis zu einem gewissen Grad auch gelungen.

Die nötigsten Grundfunktionen, Speichern, Öffnen (auch mit Vorlagen), gibt es schon. Gesichert werden Dokumente aller Art automatisch in der Cloud. Von da aus könnt ihr sie auch problemlos mit den Desktop-Programmen öffnen und bearbeiten. Allerdings ist iWork für iCloud bislang nur in englischer Sprache verfügbar.

Praktisch: Ziehen wir iWork- oder Microsoft-Word-Dokumente in das Browserfenster, werden sie automatisch konvertiert und in der iCloud als iWork-Datei angelegt. Jetzt können wir sie per E-Mail verschicken, und zwar als iWork-, Office- oder PDF-Datei.

Ein paar Funktionen, die in der aktuellen Beta-Version von iWork für iCloud noch nicht laufen, können wir gleich abhaken:

  • Drucken: Um Dokumente auszudrucken, müsst ihr sie herunterladen und vom Mac oder PC aus drucken.
  • Versionen: Das Speichern verschiedener Bearbeitungsstadien, wie unter OS X, wird noch nicht unterstützt.
  • Diagramme und Tabellen: Abgesehen von den Tabellen in Numbers werden sie noch nicht unterstützt. Allerdings bleiben sie in solchen Dokumenten erhalten, die mit den Desktop-Varianten von iWork oder Office erstellt wurden.
  • Kein Passwortschutz: Mit einem Kennwort gesicherte Dokumente müssen vor dem Öffnen in iWork für iCloud entsperrt werden.

Pages für iCloud

Pages ist das Textverarbeitungsprogramm von Apple. Als Teil der iWork-Reihe ist es auch in der iCloud-Beta enthalten. Dort funktioniert es schon in großen Teilen wie das Desktop-Vorbild. Es fehlen allerdings noch einige Dinge, wie Kommentare, Links, sowie Feineinstellungen für Bilder im Dokument.

Einfügen können wir sie aber schon, dazu einfach das gewünschte Bild in das Browser-Fenster ziehen. Genau wie in dem nativen Programm für OS X.

Numbers für iCloud

Apples Programm für Tabellenkalkulation heißt Numbers. Die Beta-Version von Numbers für iCloud erinnert rein optisch zunächst stärker an die als das Programm für OS X. Das dürfte aber auch der geringeren Komplexität der Browser-Variante geschuldet sein.

Formeln werden vollumfänglich unterstützt. Öffnet man ein in iCloud bearbeitetes Numbers-Dokument später auf dem Mac, findet man sogar alle Formeln übersetzt, inklusive der Dezimaltrennzeichen. Diagramme funktionieren auch hier nicht, werden aber toleriert und bleiben beim Speichern erhalten.

Keynote für iCloud

Für Präsentationen bietet Apple für OS X Keynote an — jetzt auch in der Cloud. Für einfachere Präsentationen mit Übergängen, Bildern und Text (inklusive Vollbild-Modus für die Wiedergabe) dürfte die Beta-Version schon ausreichen.

Sollen darüber hinaus Videos oder Tondateien eingebunden werden, müssen wir aber auf die Desktop-Version zurückgreifen. 12 verschiedene Vorlagen stehen zur Verfügung sowie diverse Rahmeneffekte für Bilder.

iWork für iCloud: Welche Browser unterstützen die Programme?

Apple empfiehlt für OS X natürlich den eigenen Safari-Browser. Googles Chrome tut aber auch, bei Firefox gibt es eine Warnmeldung. Einige Funktionen seien hier möglicherweise nicht unterstützt.

Unter Windows könnt ihr iWork für iCloud ebenfalls problemlos verwenden. Auch hier gilt: Der systemeigene Browser, Internet Explorer, wird voll unterstützt, ebenso Chrome. Firefox warnt vor eingeschränktem Funktionsumfang.

Einziger Unterschied, den ich feststellen konnte: Der Internet Explorer erlaubt das schnelle Ablegen von Dokumenten im Browserfenster nicht. Mit Chrome ist das aber kein Problem.

Wie komme ich an die Beta-Version?

Der Zugriff auf die Beta von iWork für iCloud ist Apple-Entwicklern vorbehalten. Dabei ist nicht eindeutig, ob ein bezahltes Entwickler-Konto nötig ist oder nicht. Wir haben von Anwendern gehört, die mit einem kostenlosen Developer-Account Zugang zur iWork-Beta erhielten. Andere meldeten, es sei ihnen nicht möglich gewesen.

Eine Bedingung scheint sich aber heraus zu kristallisieren: Wir benötigen ein Developer-Konto, das bereits einmal in iOS 7 oder OS X 10.9 Mavericks angemeldet war.

Also doch nicht so einfach. Wer unbedingt mal reinschnuppern möchte, muss sich irgendwie eine Beta-Version von iOS 7 oder OS X Mavericks besorgen, mit etwas Glück geht es dann auch ohne kostenpflichtiges Entwickler-Konto.

Wann die Vollversion für alle Anwender zur Verfügung gestellt wird, ist noch nicht bekannt, man darf aber mit einem Start im Herbst dieses Jahres rechnen. Nach aktuellem Stand wird iWork für iCloud für alle kostenlos sein, die über eine (ebenfalls kostenlose) Apple-ID verfügen.

Und? Ist das jetzt was, dieses iWork für iCloud? (Lies: Fazit)

Nun ja, noch kann man nicht abschließend über das neue Wolken-iWork urteilen. Dafür befindet es sich noch in einem zu frühen Stadium. Die einfache Synchronisation über iCloud und die Zusammenarbeit mit den Desktop-Versionen von Pages, Numbers und Keynote ist schon sehr gelungen.

Ich kann von überall, aus so gut wie jedem Browser meine Dokumente ansehen und bearbeiten, exportieren, speichern und verschicken.

Was fehlt, sind einige Funktionen zur Bearbeitung der Dokumente innerhalb der jeweiligen Apps. Doch das wird zu großen Teilen nachgereicht, soviel sagt Apple jetzt schon.

Beim derzeitigen Stand ist Google Drive aber noch die fortschrittlichere Lösung. Minus die praktische Direktverbindung zu äquivalenten Desktop-Apps, statt dessen muss mit Export-Funktionen hantiert werden.

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Weitere Themen: WWDC 2014


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