Megaupload für Musik: Kim Dotcom zeigt Megabox

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Kim Schmitz zeigt in einem Video die ersten Bilder seines Musik-Cloud-Diensts Megabox. Der Megaupload-Gründer verspricht, Künstler und Fans damit von den Ketten der Musikindustrie zu befreien.

Megaupload für Musik: Kim Dotcom zeigt Megabox

Der Kieler Internetunternehmer, Millionär und Call-of-Duty-Champion Kim Schmitz, auch bekannt als Kim Dotcom, bereitet im Schatten der Megaupload-Sperrung und dem anhängigen Verfahren der US-Behörden den nächsten Coup vor: ein Musikdienst namens Megabox.

Das Video zeigt die ersten Screenshots von Megabox und deutet die Funktionen an. Einerseits können User ihre Musik in die Cloud hochladen, mit unbegrenztem Speicherplatz. Der Dienst verspricht, die eigene Musiksammlung überall verfügbar zu machen – auf dem eigenen Computer sowie mit Apps für Android, iPhone und iPad.

Andererseits soll der Dienst Künstlern die Möglichkeit geben, ihre Musik zur Verfügung zu stellen und direkt mit ihren Fans in Kontakt zu treten. Das könnte also ähnlich wie Myspace werden (wo ja auch gerade ein kompletter Relaunch vorbereitet wird) – und so lange die Bands die Rechte nicht an eine Plattenfirma abgetreten haben, wäre das auch unproblematisch. In der Suche im Video werden allerdings natürlich die großen Namen gezeigt (Radiohead, David Bowie, Muse, Rihanna, Foo Fighters…), und da hätten auch die Labels ein Wörtchen mitzureden. Vielleicht kann Kim Dotcom aber auch seine Musiker-Kontakte wieder aktivieren – schon für Megaupload gab es damals dieses Werbevideo, bei dem sich u.a. Kanye West, Snoop Dogg und Alicia Keys für den Filehoster stark machten.

Ferner soll Megabox wohl auch soziale Funktionen enthalten, im Video werden Chats, Events, “What’s happening near you” sowie einen Menüpunkt namens “Community” gezeigt. Das Scooter-mäßige Lied im Hintergrund stammt übrigens von Kim Schmitz selbst, und kann auf seiner Homepage kostenlos heruntergeladen werden.

Schon vor einer Woche hatte der Millionär auf Twitter verkündet, der Code von Megabox sei zu 90 Prozent fertig. Partner, Investoren und Anwälte (!) stünden bereit, es solle bald los gehen. Auch die Videos sprechen von einem “coming soon”, wobei aber noch viele Fragen offen bleiben – zum Beispiel, was das Musikern bringen soll, ob sie irgendwie vergütet werden – und nicht zuletzt, ob die Sache wirklich wasserdicht werden könnte, oder nach ein paar Monaten vom Netz muss.

Auch unbedingt lesenswert: Das FBI hatte bei Kim Dotcom ja ein Gerät vermutet, mit dem er auf Knopfdruck Server löschen kann – hier exklusive Hintergrundinformationen, über welche Geheimwaffen Kim Schmitz noch verfügt.

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