Megaupload ist down – FBI verhaftet Kim Schmitz

Erst im Dezember schien es, als sei Kim Schmitz mit Megaupload auf dem Weg nach ganz oben. Die R&B-Welt, inklusive z.B. P. Diddy und Snoop Dogg, sang für das Filesharing-Portal und sorgte dadurch für einen beträchtlichen Umsatzschub in Höhe von 175 Millionen Dollar.

Megaupload ist down – FBI verhaftet Kim Schmitz

Doch jetzt ist Schicht im Upload-Schacht. Kim Schmitz wurde vom FBI in Auckland verhaftet, zusammen mit einigen Megaupload-Mitarbeitern. Drei weitere Mitarbeiter befinden sich auf der Flucht. Die Megaupload-Seite ist nicht mehr erreichbar.

Diese FBI-Aktion ist der (vorläufige?) Endpunkt der Erfolgsgeschichte von Kim Schmitz. Eigentlich könnte man ja meinen, dass die darbende Musikindustrie besseres zu tun hat als für ein kostenloses Upload-Portal zu werben, doch tatsächlich steckte dahinter ein konkretes Angebot von Megaupload: Die Künstler sollten an den Einnahmen beteiligt werden. Also z.B. an den oben erwähnten 175 Millionen Dollar. Was Kim Schmitz, der in dem Werbevideo der R&B-Helden ebenfalls auftauchte, endlich als den genialen Marketing-Strategen entlarvte, der er bisher nur in seiner extensiven Eigenpromotion sein konnte.

Aber das ist jetzt alles Käse von gestern. Das FBI hat bereits das Anwesen von Kim Schmitz geräumt (inklusive diversen Autos mit Nummernschildern wie „MAFIA“ oder „CEO“), der menschliche Knödel steckt in Untersuchungshaft und die Anklageschrift wird definitiv über mehrere Seiten gehen. Megaupload soll durch massive Urheberrechtsverletzungen einen Schaden von einer halben Milliarde Dollar verursacht haben. Schmitz wird wohl an die USA ausgeliefert und muss sich wegen “weltweiter Internetpiraterie von verschiedensten urheberrechtlich geschützten Werken” auf eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren einstellen.

Bis gestern zählte Megaupload zu den meistbesuchten Seiten des Internets. Der Marktforscher Alexa führte die Plattform in der weltweiten Klick-Hitliste auf Rang 72. Was mit den zahlreichen anderen, also nicht gesetzeswidrigen Daten passiert, die Megaupload lediglich als externe Festplatte nutzten, steht noch in den Sternen.

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