Guter Grund für iCloud: 50 Prozent der iPhone-Benutzer synchronisieren nie

Florian Matthey
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Apples Entscheidung, das iPhone, den iPod touch und das iPad mit dem iOS 5 vom Mac und PC zu emanzipieren dürfte sich auch durch das bisherige Kundenverhalten erklären lassen. Angeblich sollen die Hälfte der iPhone-Benutzer, die ihr Gerät für einen Austausch in einen Apple Store bringen, ihr Smartphone nie mit iTunes synchronisiert haben.

Auch bisher lässt sich ein iPhone meistens durchaus ohne die Hilfe eines Mac oder PC einsetzen: Die erste Aktivierung des Geräts erfolgt zwar mit Hilfe von iTunes auf einem Desktop-Rechner oder Laptop, danach kann das iPhone aber eigenständig Apps installieren, Musik aus dem iTunes Store herunterladen und Fotos und Videos schießen. Musik, Fotos und Videos, die nicht aus dem iTunes Store oder von der iPhone-Kamera stammen, lassen sich allerdings bisher nur mit Hilfe von iTunes auf dem Gerät installieren. Auch ein Backup erstellt das iPhone bisher nur auf einem Mac oder PC.

Viele Benutzer scheinen all dies aber auch nicht nötig zu haben. Der Blogger David Chartier, der zuvor unter anderem für Macworld und Ars Technica schrieb, berichtet, dass 50 Prozent aller iPhones, die Kunden im Apple Store austauschen lassen, seit der ersten Aktivierung nie mit iTunes auf einem Mac oder PC kommuniziert haben.

Das Ganze stellt für die Service-Mitarbeiter in den Stores, die Apple Geniuses, eine Herausforderung dar: Sie erhalten ein defektes iPhone und sollen dem Kunden ein Ersatzgerät bieten, mit dem der Kunde dann aber wieder bei Null beginnen müsste: Er hatte von seinen Daten ja nie ein Backup erstellt. Die Geniuses dürften sich daher auf den Start von iCloud im Herbst mit der Einführung des iOS 5 freuen: Dann erstellt das iPhone selbständig ein Backup aller Daten auf Apples Servern, die sich dann auf das Ersatz-iPhone aufspielen lassen – ganz ohne iTunes.

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iCloud

  • Katia Giese 27

    "Apple ist dafür bekannt, absichtlich und rücksichtslos auf den Rechten anderer Unternehmen herumzutrampeln", schimpft iCloud Communications. Der Service-Anbieter aus dem US-Bundesstaat Arizona zögerte nicht lange und reichte nur drei Tage nach der Vorstellung...

Weitere Themen: iTunes für Mac, iPhone, Apple

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