my permissions

Beschreibung

Die Webapp my permissions hilft beim Überprüfen der Berechtigungen, die man Apps in Web 2.0-Netzwerken erteilt hat und löscht diese gegebenenfalls.

Der kleine Nerd hätte heulen mögen. Facebook, Twitter, Google+, Yahoo!, LinkedIn, Dropbox, Instagram, Flickr, Foursquare! Überall hatte sich der Netizen angemeldet und Apps, Apps, Apps aktiviert. Selbst bei AOL und Familio hatte er sich Accounts verschafft und mit Apps für mehr und bessere Funktionalität gesorgt. Und natürlich hatte ihn jede App erst einmal ganz höflich gefragt, ob sie Zugriff auf seinen Account haben darf, und er hatte sie ihnen bereitwillig erteilt. Schließlich boten die alle einen enormen Mehrwert bei der Nutzung seiner Webdienste. Wie bitteschön soll man denn die ganzen Social Networks sinnvoll auf fünf Geräten gleichzeitig bedienen ohne die entsprechenden Apps.

Und jetzt seine Mutter wieder! Wem er denn alles Berechtigungen erteilt habe, will sie wissen. Was weiß ich? dachte der kleine Nerd verzweifelt, sagte aber lieber erstmal nix. Mama wird schon einen Ausweg wissen. Ich wird mich ja wohl nicht durch sämtliche Einstellungs-Dialoge der ganzen Netzwerk-Palette durchklicken müssen, hoffte er inständig.

Na schön, schmunzelte seine Erziehungsberechtigte über die digitale Naivität des Kleinen, dann sehen wir mal, ob wir was rauskriegen. Sich überall erst mühsam durch die Menüs hangeln, um herauszufinden, welche Apps wo installiert waren und über welche Berechtigungen sie verfügten, das wollte selbst sie nicht.

Ein paar klug gewählte Suchbegriffe googeln brachte sie schnell weiter. Da gab es doch tatsächlich eine Webapp namens mypermissions.org, die half einem beim Aufspüren der von jedem Netzwerk an einem anderen Ort versteckten Berechtigungen für Apps. Genau das, was ich jetzt brauche, schoss es ihr fast so schnell durch den Kopf wie der Aufruf der Webapp dauerte. Schnell auf den Facebook-Button geklickt, dann loggte sich mit den Anmeldedaten des kleinen Nerds ein und konnte erschrocken sehen, wie vielen Apps der kleine Digital Native Zugriff auf sein Konto erteilt hatte. Dasselbe Bild bei Twitter, LinkedIn, Google+, Instagram und wie sie alle hießen. Gut, entschied kluge Pädagogin weltmännisch, ab morgen werden jeden Tag 3 Apps gelöscht, und schaltete den Computer wieder aus.

Fazit: Kaum jemand achtet darauf, welchen Apps er oder sie teilweise vollen Zugriff auf die Account-Informationen gibt. Mit der Webapp mypermissions kann man schnell überprüfen, wer was darf.

von

Weitere Themen: Avi Charkham & Eran Sandler