Rdio bezahlt Musiker direkt - als Affiliates, nicht für Streams

Peer Göbel

Der Musik-Streaming-Dienst des Skype-Gründers Janus Friis, Rdio, bietet ab sofort Künstlern eine Direktvergütung an – zumindest so halb. Mit dem Partnerprogramm können Musiker zudem ihre Rdio-Seite selbst gestalten und erhalten Einblick in die Statistiken.

Rdio bezahlt Musiker direkt - als Affiliates, nicht für Streams

Somit wäre Rdio der erste der derzeit 9 in Deutschland verfügbaren Streaming-Dienste, der Künstlern ein direktes Partnerprogramm anbietet. Dieses Artist program bedeutet allerdings nicht, dass die Plattenfirmen bzw. Vertriebe aus der Rechnung rausgenommen werden. Die Vergütung der Streams läuft immer noch über den Vertrieb, und nur Künstler, die bereits bei Rdio gelistet sind, können an dem Partnerprogramm teilnehmen.

Vielmehr macht der neue Deal die Künstler zu Affiliate-Partnern von Rdio. Wer sich über einen Link von einer Band-Homepage dann für mindestens einen Monat bei dem Musikdienst anmeldet, verschafft der Band 10 US-Dollar. Das sorgt dafür, dass die Band natürlich Werbung für Rdio macht, bietet aber Musikern tatsächlich ein ganz gutes zusätzliches Geschäftsmodell.

Statistiken und Künstlerseite

Interessant für die Künstler ist außerdem die Möglichkeit, Einblick in die Streaming-Statistiken zu erhalten. Hier verspricht Rdio einen Zugriff auf Echtzeit-Daten und die “Aktivität” der Nutzer. Außerdem können Musiker die eigene Artist-Page dann aufwändiger gestalten. Snoop Dogg ist einer der ersten, die an dem Partnerprogramm teilnehmen – seine Rdio-Seite zeigt immerhin im Gegensatz zu den Standard-Seiten ein Bild sowie die Möglichkeit, Follower zu werden.

snoop-dogg-rdio

So ist das Artist Program von Rdio durchaus einen Blick für Künstler wert, sofern sie als Affiliate-Partner eine gewisse Reichweite entwickeln. Eine größere Sensation wäre allerdings ein Modell, das Künstler für das Streaming direkt vergüten würde – ohne Umweg über Vertrieb oder Plattenfirma.

Rdio ist seit Januar 2012 in Deutschland verfügbar und bietet die üblichen Nutzungsmodelle an: Für 5 bzw. 10 Euro im Monat erhält man Zugriff auf die Musiksammlung von rund 15 Millionen Titeln. Rdio verfügt über Apps für Android, iOS, Blackberry und Windows Phone und kann sieben Tage kostenlos getestet werden. Hier die Streaming-Dienste im Überblick.

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