Slack

Beschreibung

Slack ist Team-Kommunikation in Reinkultur. Wenn es nach der Vorstellung der Entwickler geht, soll Slack in nicht allzu ferner Zeit die E-Mail ablösen. Und was die Teamarbeit angeht, ist das vielleicht nicht einmal so abwegig!

Team-Kommunikation funktioniert am besten, wenn alle Mitglieder des Teams schnell und unaufdringlich informiert werden und gleichzeitig alle auf die gleichen Ressourcen zugreifen können. Das haben sich die Entwickler von Slack gedacht, als sie das ursprüngliche System in einer ganz anderen Firma als eine Art Chat-System konzipierten. Das Tool konnte alle Team Members miteinander verknüpfen und gleichzeitig noch Dienste wie Twitter, Dropbox und GitHub einbinden. Die Firma war kein Erfolg. Aber das Kommunikationssystem schien vielversprechend.

Slack macht aus der Not eine Tugend

Team-Kommunikation über E-Mail ist definitiv “von gestern”. Das liegt aber auch daran, dass eine effektive Zusammenarbeit auf diesem Weg eine sehr stringente Disziplin der Kommunikation erfordert. Wurde die Mail von allen gelesen? Wer hat noch nicht geantwortet? Wie verbindet man einen öffentlichen Dropbox-Ordner mit dem Team?

In Slack sehen wir direkt, wer online ist und wer derzeit nicht verfügbar ist. Insofern erinnert das schon an Chatsysteme wie Skype oder Social Media Netzen wie Facebook. Auch die generelle Funktionsweise erinnert noch an Chatsysteme. Nur ist sie in ihrer Benutzung deutlich unkomplizierter. Datei-Uploads funktionieren per Drag and Drop und können öffentlich in Kanälen oder nur privat mit ausgesuchten Mitgliedern geteilt werden.

Am Anfang gibt es nur zwei Kanäle, doch bei Bedarf lassen sich neue sehr schnell anlegen. So minimiert man das Nachrichtenaufkommen in den generellen Kanälen und legt spezielle Diskussionen in eigene Bereiche um. Wahlweise bieten sich auch private Gruppen an, die man nur auf Einladung hin betreten kann. So lassen sich beispielsweise auch verschiedene Geschäftsbereiche trennen.

Sofern die Desktop-Benachrichtigung aktiviert wurde, was jedes Team-Mitglied jederzeit selbst entscheiden kann, bekommt man jeden neuen Post in einem Kanal oder eine Gruppe sofort mitgeteilt. Durch diese direkte Verbindung kann das Team in Echtzeit reagieren. Unterstützt wird das noch durch die kostenlosen Apps für Mac, iOS und Android (Links unten).

Slack: Volle Zusammenarbeit

Zusammenarbeit bezieht sich bei Slack nicht nur auf die Team-Kommunikation, sondern vor allem auch auf die Integration verschiedenster Dienste. Google Drive, Dropbox und Trello gehören hier noch zu den bekannteren Angeboten. Derzeit können über 60 verschiedene Services in Slack integriert werden, damit das ganze Team darauf Zugriff bekommt.

Damit sind wir auch gleich bei der Preisgestaltung. Im kostenlosen Account kann man zwar unzählig viele Mitglieder hinzufügen, aber maximal 5 Dienste integrieren. Für umgerechnet etwa 5 Euro pro Benutzer und Monat kann man unzählige Dienste integrieren und zudem alle vergangenen Nachrichten durchsuchen, statt nur die letzten 10.000. Außerdem gibt es u.a. auch eine individuelle Konfiguration der Mitgliederberechtigungen. Danach wird es deutlich teurer, aber auf den ersten Blick nur wenig leistungsfähiger.

Fazit

Auch wenn Slack zum jetzigen Zeitpunkt (Oktober 2014) nur über eine englische Oberfläche verfügt, ist das Projekt durchaus schon sehr gelungen. Bereits mehr als 125.000 Menschen nutzen das System jeden Tag und sind größtenteils sehr zufrieden. Nach einer gewissen Einarbeitungsperiode erweist sich Slack als sehr nützlich und gut konzipiert und das kostenlose Angebot wird für die meisten Teams sicher lange reichen.

Download: Slack-Apps für iPhone, iPad, Android-Devices und den Mac

Damit alle Teammitglieder jederzeit aktuell über Neues unterrichtet werden, gibt es auch gleich die passenden Slack-Apps zum Download. Sie sind kostenlos und für die wichtigsten Systeme erhältlich. Hier die Downloads:

Slack
Preis: Kostenlos
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Preis: Kostenlos

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Weitere Themen: Slack Technologies, Inc.

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