Mehr Zuschauer bei Streamern als bei Netflix und Co. zusammen

Sandro Kipar

Laut einer Studie haben Videos und Streams mit Gaming-Inhalten mehr Zuschauer als Netflix, HBO, ESPN und Hulu zusammen. Doch der Markt hat sein Maximum noch nicht erreicht: Bis 2021 soll die Zuschauerzahl noch um 21 Prozent wachsen.

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Twitch IRL - Trailer

Dass Plattformen wie Twitch erfolgreich sind, ist kein Geheimnis. Täglich schauen dort Hunderttausende anderen Leuten beim Spielen zu. Damit können nicht nur die Streamer Geld verdienen: Auch Publishern und Entwicklern ist die Wichtigkeit von Videomaterial, das von Dritten präsentiert wird, nicht entgangen. Werbeverträge in Millionenhöhe sind die Folge.

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Wie beliebt Videos und Streams mit Gaming-Inhalten wirklich sind, zeigt eine Studie von SuperData Research, gesehen von PC Gamer. Laut dem Institut schauen weltweit 665 Millionen Menschen regelmäßig auf Twitch oder auch YouTube spielerelevante Inhalte an. Bis 2021 soll diese Zahl sogar noch um 21 Prozent steigen. Laut SuperData übersteigt die aktuelle Zuschauerzahl damit die von den US-Unternehmen Netflix, HBO, ESPN und Hulu. Zum Vergleich: Netflix hat etwa 100 Millionen Nutzer, Hulu etwa zwölf Millionen. PC Gamer merkt hierzu an, dass beispielsweise Netflix in China nicht verfügbar ist, während Streams und Videos mit Spieleinhalten auch im Reich der Mitte zu sehen sind.

Der Anteil der Männer unter den Zuschauern ist laut SuperData etwas höher als der Anteil der Frauen: So seien 54 Prozent der Zuschauer männlich. Zudem verdienen die meisten Zuschauer überdurchschnittlich viel Geld und sind gewillt, dies auszugeben. Wer viele Gaming-Videos schaut, gebe im Durchschnitt 70 Dollar im Monat für Spiele und digitale Inhalte für diese aus. Das sind 56 Prozent mehr als bei Menschen, die diese Videos nicht schauen.

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Was genau angeschaut wird, hat SuperData ebenfalls überprüft. So haben allein im Februar Zuschauer auf Twitch insgesamt fast 100 Millionen Stunden League of Legends geschaut. Das MOBA ist damit einsamer Spitzenreiter. Auf Platz zwei folgt Counter Strike: Global Offensive mit 40 Millionen Stunden. Diese zahlen spiegeln sich auch auf der finanziellen Seite wieder: Durch Werbung, Spenden und Abonnements wird dieses Jahr voraussichtlich ein Umsatz von insgesamt 4,6 Milliarden Dollar auf der Plattform generiert.

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