Gema fordert die Löschung von YouTube-Videos

Tizian Nemeth
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Google und Gema haben sich nichts mehr zu sagen: Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte fordert nach dem erneuten Scheitern der Verhandlungen vom Internetriesen die Löschung von 600 YouTube Videos, für welche die Gema die Rechte verwaltet. Auf einer Pressekonferenz bestätigt die Verwertungsgesellschaft, dass die Verhandlungen bereits seit einem Jahr ruhen.

Im Streit geht es um die Zahlung einer Pauschale: Die Gema fordert nach eigenen Angaben einen Cent pro aufgerufenes Video. Der YouTube-Betreiber hingegen erklärt, die Gema hätte 12 Cent pro Abruf gefordert.

Betreiber, die mit der Verwendung von urheberrechtlich geschützten Werken Geld -beispielsweise durch Werbeeinnahmen – verdienen, müssen die Rechteinhaber vergüten, erklärt der Gema-Vorstand Harald Heker.

Bei den 600 Videos handelt es sich allerdings eher um einen symbolischen Akt, mit dem die Gema ein Zeichen setzen will, dass die “Musik ihren Wert” habe. Tatsächlich sollen deutlich mehr Videos auf YouTube durch Urheberrechte geschützt sein, allerdings wolle man den Anwender zumindest nicht sofort vor eine leere Videoplattform stellen.

Bild: zeitrafferin, “GEMA Aktion von Johannes Kreidler am 12.09.2008″. Some rights reserved. Flickr.


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