Onavo-App: Günstiger im Ausland surfen dank Datenkomprimierung

Marie van Renswoude-Giersch
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Während die Entwickler der Onavo-Anwendung gerade auf der The Next Web Konferenz in Amsterdam unter anderem mit dem Preis “Bestes Mobile Startup” beehrt wurden, ist auch die App an sich in aller Munde. Zu recht, denn Onavo soll teures Daten-Roaming im Ausland verhindern, indem die Daten über den Onavo-Server laufen und im Hintergrund um bis zu 80 Prozent komprimiert werden. Momentan kann man die App noch kostenlos herunterladen.

Onavo* verspricht eine bessere Kontrolle

über das verbrauchte Datenvolumen am iPhone, indem es sowohl die Datenmenge verringert, als auch eine genaue Statistik liefert. Die App läuft im Hintergrund und leitet sämtlichen Traffic über die Server von Onavo, von wo sie komprimiert zurückgeschickt werden. Bis zu 80 Prozent eingespartes Datenvolumen verspricht das israelische Startup. Dabei werden nicht nur Text und Bilder komprimiert, wie es beispielsweise mit dem Opera Browser* (iPhone/iPod, Kostenlos) möglich ist, auch Apps werden unterstützt – ausgeschlossen Streaming- und VoIP-Dienste wie YouTube oder Skype. Aufgeschlüsselt nach einzelnen Apps und Browsern wird der Verbrauch in einer Statistik angezeigt. Um den Dienst nutzen zu können, ist neben der Erstellung eines Accounts auch die Installation einer Mobileconfig-Datei auf dem iPhone notwendig. Natürlich sammelt Onavo auch einiges an persönlichen Daten auf den Servern, wie die IP-Adresse und sämtliche Statistiken. Inhalte wie Nachrichten oder ausgefüllte Formulare sollen angeblich nicht gespeichert werden. So werden https-Seiten nicht an den Server weitergeleitet. Und auch ein Weiterleiten der Daten an Dritte wird in der Datenschutzerklärung ausgeschlossen.

Die App könnte sich nicht nur im Ausland als praktisch erweisen. Auch wer zu Hause statt einer Flatrate einen Volumen-basierten Daten-Tarif nutzt, könnte dank Onavo Datenverbrauch einsparen. Nach einer kostenlosen Testphase behalten sich die Entwickler allerdings vor, das Angebot mittels einem kostenpflichtigen Abo zu vertreiben. Damit würden sich die Einsparungen wieder relativieren. Bis zu einem gewissen Grad lassen sich Daten aber auch kostenlos beim jeweiligen Provider komprimieren – hier mit dem Ziel von mehr Geschwindigkeit. Die Telekom bietet dafür beispielsweise den Speedmanager an.

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