Twilight von A bis Z/ Teil 2 - 26 Argumente gegen kreischende Teenies

Martin Beck
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Aaah, Twilight: Das Maß ist nun endgültig voll. Wenn von deiner Seite nur trantütiger Groschenschmus kommt, antworten wir eben mit dem Alphabet des Grauens.

Twilight von A bis Z/ Teil 2 - 26 Argumente gegen kreischende Teenies

Vor einigen Tagen waren die Buchstaben A – M dran, jetzt folgen N – Z. Alles in Deckung, die Geigen schwellen schon wieder an!

N…nie wieder Gänsehaut
Vampire sollen erschrecken und kalte Schauer den Rücken hinunter jagen. Das war schon immer so und macht ja auch Sinn. Wo kämen wir denn hin, wenn ewig lebende Langzähne, die Frauen schänden und Blut saufen, auf einmal als süße Dandys durchgehen? Sollen die dann etwa auch feste Beißregeln haben, tiefe Gefühle äußern und schmachtende Blicke absondern? Buahaha, NIEMALS! Die einzigen Schauer, die bei “Twilight” ankommen, haben ihren Ursprung in den peinlichen Dialogen und der platten Dramatik.


O…wie Oberlippenbart
Hä, Oberlippenbart?? Das muss Bellas Vater sein, der seit nunmehr vier Filmen den ahnungslosen Dorfbullen mimen darf. In jedem Film hat er zwar einen kleinen Auftritt, doch zu mehr als besorgten Blicken und “du, der Edward ist nicht ganz geheuer” reicht es leider nicht. Besonders spektakulär bleibt einzig das Gespräch mit Bella in “Eclipse”, wo er seiner Tochter einen von Verhütung vorhustet und dabei erfährt, dass sie noch ungepiekst ist. Puh, du schnarchige Pfeife, das ging ja nochmal gut!


P…wie Perücke
Schon mal etwas genauer bei “Eclipse” hingesehen? Da Kristen Stewart kurz davor “” abgedreht hatte, inklusive Vokuhila-Matte, musste sie über weite Strecken von “Twilight 3″ die schlechteste Perücke seit Sean Connery in “” tragen. Als würde der Film an sich noch nicht genug zum Lachen einladen…

Q…wie Quälerei
Nein, nein, nicht die Quälerei am Zuschauer, das würde den Rahmen hier sprengen. Gemeint sind vielmehr die epischen Heularien von Bella in Teil 2, die auf der Abwesenheit von Edward basieren und sämtliche Errungenschaften des Feminismus in einem endlosen Tränenmeer versenken. Was ist schon eine Frau ohne Mann? Wer wirklich liebt, trägt irgendwann eine kreuzbleiche Visage und stiert stumpf zum Fenster raus. Das Heimchen am Herd – in “Twilight” ist es endlich wieder Realität!

R…rabiate Fans
“Twilight”-Fans sind vorzugsweise junge Damen zwischen Zahnspangen, Gothic-Mucke und schwarzen Zeltgewändern, die sich im Antlitz ihrer Schmachtvorlagen wie fauchende Bestien beim Schlussverkauf gebärden. WEHE, man wagt es, die Filme einmal abfällig zu erwähnen, dann werden sofort die blank genagten Krallen ausgefahren und schäumende Schimpfwörter zwischen die Zähne gepresst. Bei “Twilight” gibt es keinen Widerspruch, sondern einfach nur christliche Hingabe. Wie gut nur, dass das Internet schnell wieder vergisst und den aktuell geäußerten Schwachsinn in fünf Jahren, wenn’s an den ersten Job geht, auf keinen Fall vor die Augen eines angeekelten Personalberaters schwemmt.

S…wie Sex
Nein nein, gemeint ist natürlich KEIN Sex. Denn bei “Twilight” gibt es ausschließlich verpeilte Schnauzbärte, androgyne Kleiderständer und grundsätzlich paarungswillige Teenager, die aber nach einem heißen Kuss erstmal die Handbremse ziehen. Die ganze Reihe basiert auf einem erzprüden Weltbild, das z.B. die eine große Liebe anpreist, eine verlassene Frau als völlig hilflos zeigt und Sex vor der Ehe mit Pestbeulen gleichsetzt. Hach wie romantisch…das rigide Mittelalter – auch genannt Amerika.

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