YouTube will in Zukunft tatsächlich mehr auf die Qualität der Videos ihrer Partner achten. Außerdem führen sie neue Schwellenwerte ein, die Ersteller brauchen, um ihre Videos zu bewerben. Spekuliert wird nun, ob das das Aus für kleinere YouTuber bedeutet.

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Nachdem vor wenigen Tagen Gerüchte auftauchten, dass YouTube den Content seiner Ersteller in Zukunft mehr unter die Lupe nehmen könnte, hat das Unternehmen das Vorhaben jetzt offiziell bestätigt. Demnach werden Kanäle und Video, die zu Google Preferred gehören, manuell geprüft. Nur in solchen Inhalten, die den YouTube-Richtlinen entsprechen, können Werbeinhalte geschaltet werden.

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Außerdem führt YouTube in den kommenden Monaten ein Kontrollsystem ein, das den Werbetreibenden erlaubt, die Platzierung und mögliche Reichweite ihrer Werbung mitzubestimmen. YouTube-Partner müssen sich in Zukunft an die Community-Richtlinien halten. Fallen sie wiederholt oder in schweren Fällen durch Spam oder andere Missbrauchsmeldungen negativ auf, werden sie vom Partner-Programm ausgeschlossen.

Das ist aber nicht alles. Bislang kann jeder YouTube-Partner werden und dadurch Werbung in Videos schalten, der 10.000 Aufrufe auf YouTube nachweisen kann. Wie YouTube in der Pressemitteilung schreibt, kommen nun weitere Anforderungen oben drauf. So müssen Partner ab sofort mindestens 1.000 Abonnenten aufweisen, außerdem müssen die Videos innerhalb der letzten 12 Monate eine Sehdauer von 4.000 Stunden verzeichnen.

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Gerade für kleinere YouTuber ist das fast nicht machbar – die Aufregung ist dementsprechend groß. Auf Twitter beschweren sich die Content-Ersteller über die neuen Regelungen. Schließlich hatten sie sich von den Neuerungen große Schritte hin zu einer Förderung von qualitativ hochwertigen Inhalten erhofft.

Nutzerin Glam_And_Gore bedauert genau das. „Alle: Bitte tut etwas gegen die Favoritisierung eurer größten Ersteller wie Logan Paul. YouTube: Okay, na gut, wir werden seine Show absagen … und außerdem qualifizieren sich Ersteller, die weniger als 1.000 Abonnenten haben, nicht mehr für Monetarisierung oder selbst erstellte Titelbilder (Anmerkung der Redaktion: Letzteres stimmt nicht, musst du dafür kein Partner sein, sondern deinen Account verifizieren lassen). Habt einen schönen Tag!“

THEINSANEBRIT schreibt: „Es ist traurig, dass ihr nicht nur diesen einen großen YouTuber bestraft, sondern jeden kleinen Content-Ersteller geradezu bombardiert. Es ist dieser eine Prozent an der Spitze, der den Schaden anrichten und trotzdem müssen wir dafür bezahlen.“

Und gaming_ffc fordert dazu auf, eine rivalisierend Video-Plattform aufzubauen, die es mit YouTube aufnimmt. Denn: „Alles, was YouTube uns bringt, ist ungewolltes Drama.“

Ob sich die Änderung der Richlinien auch auf die Zuschauer auswirkt und ob in Zukunft andere, bessere Videos in den Top-Trends ausgespielt werden, haben wir bereits bei YouTube angefragt. Allerdings kam bislang noch keine Antwort von der Video-Plattform.

Kannst du den Ärger der kleinen YouTuber gerechtfertigt oder findest du es sogar gut, dass YouTube in Zukunft verstärkt große Content-Ersteller fördert.

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