3D-Drucker - Alle Infos und Artikel

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Beschreibung

3D-Druckern gehört die Zukunft, soviel ist heute schon klar. Aber wieso lässt die Revolution so lange auf sich warten? Und was für 3D-Drucker gibt es bereits zu kaufen? Wann haben wir alle einen 3D-Drucker zuhause stehen? Und was werden wir damit machen können?

Wie funktionieren 3D-Drucker?

3D-Drucker, das ist ja klar, verdanken ihrem Namen dem ganz gewöhnlichen Drucker. Sie sind aber nicht dazu gedacht, Farbe auf ein Material zu bringen, sondern für die Herstellung von dreidimensionalen Gegenständen wie Tassen, Figuren oder Bauteilen. Prinzipiell ist die Grenzen des 3D-Drucks nur die menschliche Phantasie.

Als Grundmaterial wird natürlich auch keine Tinte verwendet, sondern feste oder flüssige Komponenten wie Kunststoffe, Kunstharze oder Keramiken. Diese werden durch Härtungs- oder Schmelzprozesse in die gewünschte Form gebracht.

Im Gegensatz zum normalen Drucken wird hier nicht nur eine Schicht aufgebracht, sondern viele, bis das Werkstück fertig ist. 3D-Drucker sind also “anhäufende” Maschinen, da Schicht für Schicht aufgetragen wird.

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Vorteile von 3D-Druckern

Schon heute bietet das 3D-Druckverfahren einige Vorteile gegenüber klassischen Herstellungsverfahren

  • Für ein Spritzgussverfahren sind häufig aufwendige Formen notwendig, diese entfallen beim 3D-Druck.
  • Beim 3D-Druck muss außerdem nichts weggeschnitten oder entfernt werden, der Materialverbrauch ist also kleiner.
  • 3D-Druck ist außerdem oftmals energiesparender als traditionelle Herstellungsweisen.

Geschichte der 3D-Drucker

Der 3D-Druck wurde im Jahre 1983 von Chuck Hull erfunden. Im Jahr 1986 gab es die erste Patentanmeldung. Die Technik gibt es jetzt also schon über 30 Jahre. Genutzt wurden 3D-Drucker anfänglich nur Prototypen und Modelle hergestellt. Mittlerweile werden Produkte, die im 3D-Druck hergestellt wurden, auch in größeren Mengen für die Industrie hergestellt. Zur Serienfertigung wird 3D-Druck mittlerweile in der Luft- und Raumfahrtindustrie, Medizin- und Zahntechnik und Verpackungsindustrie. Der große Durchbruch lässt aber noch auf sich warten, momentan ist die Produktion mit den technischen Wunderwerken noch sehr teuer.

Mehr zur Geschichte von 3D-Druckern erfahrt ihr in diesem Artikel: Die Geschichte des PC-Druckers

Bildergalerie 3D-Drucker - Anwendungsbeispiele

Das kosten 3D-Drucker

Zwar gibt es auch schon für einige hundert Euro 3D-Drucker im Handel, diese eignen sich aber nur für einfache Modelle und Werkstücke. Einfache Spielzeuge oder Figuren sind kein Problem, wirklich genaue und belastbare Strukturen können mit Einsteigergeräten allerdings noch nicht hergestellt werden. Für Privatkunden ist es billiger, sich bei Unternehmen bestimmte Objekte ausdrucken zu lassen. Anbieter sind hier beispielsweise trinckle oder myp.

Bei Amazon gibt es bereits einige 3D-Drucker im Angebot, weniger als 500-600 Euro wird man hier allerdings nicht bezahlen. 3D-Drucker-Modelle für einen professionelleren Gebrauch gibt es ab 1000 Euro aufwärts. Bekanntere Hersteller sind hier unter Anderem MakerBot, Ultimaker oder iRapid.

Mehr zu den Preisen von 3D-Druckern findet ihr in diesem Artikel: Günstige 3D-Drucker

Stiftung Warentest hat sich den Replicator 2 von Makerbot angesehen und stellt eine Fehlerquote von 50 Prozent fest – da ist also noch viel Luft nach oben.

Verändern 3D-Drucker unsere Welt?

Auf lange Sicht betrachtet könnten 3D-Drucker einen riesigen Einfluss auf unsere Welt, im Besonderen die Industrie haben. Wenn die Geräte voll ausgereift sind, wird sich die Industrielandschaft ggf. gravierend ändern, da man bestimmte Objekte lokal herstellen können wird. Konkrete Vorhersagen sind hier aber sehr schwer zu treffen.

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