Neue AirPort Extreme: iFixit findet Festplatten-Slot - aber keinen Anschluss

Florian Matthey
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iFixit nimmt regelmäßig Apple-Hardware auseinander – dazu gehört auch das Zubehör. Ein Teardown der neuen AirPort-Extreme-Basisstation zeigt, dass diese auch über einen Festplatten-Slot verfügt – leider fehlt aber ein entsprechender Anschluss.

Äußerlich haben sich sowohl die Wi-Fi-Basisstation als auch die Station – früher noch mit dem kürzeren Namen “Time Capsule” – deutlich von ihren Vorgängern verändert: Sie nehmen jetzt eine deutlich kleinere Fläche ein, sind aber deutlich höher geworden und ähneln so der Zylinderform des neuen Mac Pro.

Hinter diesen von außen sichtbaren Änderungen verbergen sich praktische Erwägungen: Die Geräte, die den neuen Wi-Fi-Standard 802.11ac unterstützen, verfügen jetzt über sechs statt drei Antennen. Der vertikale Aufbau soll die Empfangsqualität verbessern, außerdem unterstützen die Antennenelemente die Technologie Beamforming, mit der die Basisstationen erkennen können, wo sich ein Client-Gerät befindet, um die Radiowellen entsprechend auszurichten. Außerdem können die Stationen gleichzeitig mit den Frequenzen 2,4 Gigahertz und 5 Gigahertz arbeiten – jeweils drei Antennen übernehmen diese Aufgabe.

Die interessanteste Entdeckung, die iFixit beim Auseinandernehmen der AirPort-Extreme-Basisstation machte ist die Tatsache, dass sich im Innenleben eine Aussparung befindet, in die ziemlich exakt eine 3,5-Zoll-Festplatte passt – im Inneren dürften sich AirPort Extreme und AirPort Time Capsule in Sachen Aufbau kaum voneinander unterscheiden. Allerdings dürfte es nicht möglich sein, die Basisstation mit einer Festplatte aufzurüsten: Im “Festplatten-Slot” selbst befindet sich kein Anschluss, auch auf dem Logic Board gibt es nur entsprechende leere Stellen.

Recht untypisch für moderne Apple-Hardware ist der recht hohe Wert, den iFixit in Sachen Reparaturmöglichkeit vergibt: Insgesamt 8 von 10 möglichen Punkten. Positiv sei, dass Apple keine proprietären Schrauben verwendet habe, die Komponenten alle bausteinförmig beziehungsweise “modular” angeordnet sind und Apple keine Klebstoffe verwendet hat – für Letzteres ist die LED-Lampe die Ausnahme.

Negativ sei die Tatsache, dass das Öffnen des Gehäuses selbst etwas schwierig sei, der Benutzer also vorsichtig sein müsse, um das Gehäuse nicht zu beschädigen. Außerdem müsste ein großer Teil auseinander genommen werden, um den Lüfter zu säubern. Einige der Anschlüsse seien sehr klein und daher möglicherweise recht fragil. Als kompletter Laie sollte man daher nicht versuchen, das Gerät zu warten, ansonsten dürfte es aber einfacher sein als bei anderen Geräten.

Weitere Themen: Apple AirPort Extreme , AirPort Express

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