Amazon Echo 2 im Test: Design top, Klang Flop

Sebastian Trepesch
8

Ein Blick genügt: Der neue Amazon Echo ist attraktiver als der bisherige. Doch konnte der Hersteller nur äußerlich oder auch technisch einen Fortschritt schaffen? Lohnt sich gar ein Upgrade? Unser Test des Echo 2. Generation:

Die Zusammenfassung des Tests im Video:

7.717
Amazon Echo 2 im Test

Unser Testurteil zum Amazon Echo (2. Generation, 2017)

Der neue Amazon Echo ist anpassungsfähig und schick, das technische Gerät fügt sich gut und (auf Wunsch) unfauffällig in den Haushalt ein. Das Update ist somit gelungen.

Ansonsten ändert sich fast nichts: Sprachassistentin Alexa bietet auf allen Geräten immer mehr Fähigkeiten, kann nützlich sein, scheitert aber auch oft bei bestimmten Anfragen. Der Sound des Echo ist (weiterhin) sehr mäßig. Wer zum Frühstück den Lieblingsradiosender mit Nachrichten, Comedy und etwas Hintergrundgedudel hören möchte, dem reicht der Klang. Ansonsten nicht.

Amazon-Echo-2-Test-Wertung
Amazon Echo (2. Generation) im Test: Bewertung

  • Sprachassistenz: 3/5
  • Kompatibilität mit Smart-Home-Diensten: 4/5
  • Klang: 3/5
  • Design: 5/5

Gesamt: 75 Prozent

amazon-echo-test-2017-q_giga

Amazon Echo (2017) im Test – das hat uns gefallen:

  • Das Design ist schick, die wechselbaren Hüllen praktisch.
  • Eine Unzahl an „Skills“ (also Fähigkeiten, die aktiviert werden können) bietet Sprachassistentin Alexa mittlerweile.
  • Mit den sieben Mikrofonen erkennt Alexa sehr zuverlässig das Aktivierungswort und versteht die Anfragen.
  • Auf mehreren Echos synchron Musik abzuspielen, ist leicht einzurichten und macht Spaß. (Eine Aufteilung der Stereokanäle ist allerdings nicht möglich).
  • Über den neuen Klinkenausgang kann man besser klingende Lautsprecher anschließen, eine Bluetooth-Verbindung zu Soundstationen ist ebenfalls möglich.
  • Den Energieverbrauch ist mit 1,6 Watt im Standby akzeptabel. Beim bisherigen Modell sind es zu hohe 3,0 Watt.
  • Den Preis konnte Amazon von 149 Euro (UVP) .

In Bildern: Vergleich von Amazon Echo (1. und 2. Generation) und Echo Plus, inklusive Auswechseln der Hülle und Lautsprecheraufbau:

Amazon Echo versus Echo Plus: Die neuen Geräte im Vergleich mit dem bisherigen Echo

Das fanden wir nicht so gut:

  • Der Sound ist – überspitzt gesagt – fast auf Küchenradioniveau und nicht nennenswert besser als bisher. Stimmen klingen im Direktvergleich mit dem Vorgänger leicht schärfer. Das tut weder der Musik, noch Alexa allzu gut.
  • „Das weiß ich leider nicht“: Auf viele Anfragen kann Alexa weiterhin keine befriedigende Antwort geben. Am besten beschränkt man sich also auf das Altbewährte (Wetter, Musik spielen) und die installierten Skills.

Amazon Echo 2 – gut zu wissen:

  • Im Test zeigte sich, dass der Klang des Amazon Echo stark vom Aufstellort abhängt. Grund unter anderem: die 360-Grad-Abstrahlung. Auf einem Holzdielenboden und Teppich klingt er besser als auf einem beschichteten Regal mit einer Tapete dahinter. Verschiedene Orte ausprobieren!
  • Versteht der neue Echo den Nutzer noch besser als der bisherige? In der Praxis machten wir sowohl bei Stille als auch Umgebungsgeräuschen keinen Unterschied aus.
  • Wer Wert auf den Sound legt, fährt mit dem neuen Echo Plus am besten: Hier hat Amazon merklich am Klang geschraubt (vor allem am Bass), wenngleich auch dessen Klang nicht umwerfend ist.
  • Übrigens gibt es von GIGA TECH eine tägliche Zusammenfassung der Techniknachrichten als Alexa-Skill.

amazon-echo-2-generation-test-bedienung

Lohnt sich ein Upgrade? Nur das Design dürfte für manch einen ein Anreiz sein, den bisherigen gegen den neuen zu ersetzen. Oder besser: ergänzen. Denn zwei oder drei Echos in einem oder mehreren Räumen erlauben synchron gespielte Musik und Alexa mitsamt Smart-Home-Steuerung von mehreren Orten aus. Übrigens: Auf „Alexa“ reagiert zuverlässig immer nur ein Gerät.

bewertete "
Amazon Echo 2. Generation
" mit
75 von 100 Punkten
(03. November 2017)

Weitere Themen: Amazon Echo

Neue Artikel von GIGA TECH