Apple-Fernseher – iTV oder iScreen im Großformat

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Wie wird er wohl aussehen, der Fernseher von Apple? Dass ein stilvolles Designgerät von Apple kommt, scheinen sich alle sicher zu sein. Warum auch nicht, ist der Fernseher doch eines der alltäglichsten Unterhaltungsgeräte der Welt – und Apple hat schon Computern, MP3-Playern und Smartphones neuen Look-and-Feel gegeben. Die ersten Designstudien orientieren sich daran.

Apple-Fernseher – iTV oder iScreen im Großformat

Steve Jobs Bekenntnis zum Fernsehgerät an sich ist bereits Legende, dank der Biografie von Walter Isaacson. Er habe die Nutzeroberfläche “geknackt“, will heißen, Apple hat einen Weg für eine neue Bedienbarkeit gefunden. “Siri“ lauten die Unkenrufe überall, das Spracherkennungssystem des iPhone 4S, sei der Schlüssel dazu.

Siri only oder Siri plus

Wenn man mit Druck auf einen Knopf ein Smartphone dazu überreden kann, Termine zu machen und Mails zu versenden, müsste die Wahl eines Fernsehprogramms oder das Setzen eines Aufzeichnungstermins eigentlich ein Klacks sein. Frage ist nur, ob das über eine mobile Bedienkonsole erfolgt, wie ein iOS-Gerät, oder über eine Mini-Fernbedienung, wie man sie zum Mac und zum jetzigen Apple TV 2 erhält.

Oder reagiert der zukünftige Fernseher ganz sensibel darauf, wenn man in der Nähe Befehle spricht oder während der Liga-Entscheidung das Ende nicht ertragen kann und doch lieber eine beruhigende Simpsons-Folge wählt? Den eigenen TV-Audio-Kanal müsste Siri dann noch ausfiltern, um die Befehle des TV-Zuschauers zu erkennen.

Wie auch immer, eine Abkehr von einem halben Dutzend Fernbedienungen oder extra zu programmierenden Universalgeräten oder Infrarot-Apps für DVD-Player, Kabeltuner, Fernseher und Anlage, liegt mit einer fähigen Sprachsteuerung auf der Hand bzw. im Mund. Das hat auch Businessweek erkannt und berichtet, dass die Sprachbefehle bald auch das Wohnzimmer beherrschen werden. Microsoft sei mit seiner Spielekonsole Xbox 360 fast soweit, Comcast, Samsung, LG und Sharp würden an sprachfähigen TV-Geräten, Set-Top-Boxen und damit verbundenen Produkten arbeiten.

Weihnachten 2012 mit dem TV sprechen

Selbst einfache Stimmen-Kommandos wie “Nimm die nächste Episode von ... Breaking Bad auf“ wären eine wünschenswerte Verbesserung gegenüber den gegenwärtigen Lösungen, meint Businessweek. Marktforscher Jakob Nielsen sagt laut MacRumors dazu: “Alles wäre besser als das, was wir jetzt haben.“

Diejenigen, die bereits ein iPhone, einen iPod oder ein iPad haben, könnten einen kommenden Apple-Fernseher sicher mit den Druck auf den Sprechbutton aktivieren und sprachlich leiten. Oder vielmehr diejenigen, die dann ein iPhone 4S oder iPhone 5 besitzen. Vielleicht gibt es ja auch Paketangebote “Apple iTV/iScreen mit iPhone 5 für nur X Euro“ oder ähnliches.

Oder ein integriertes Mikrofon, ergänzt um ein im Raum platziertes, nimmt die Befehle an und stellt sich taub gegenüber Umgebungsgeräuschen. Nuance, Hersteller von Spracherkennungsalgorithmen, rechnet schon jetzt damit, dass zum Weihnachtsfest 2012 fünf Prozent aller Fernseher per Stimme kontrolliert werden.

Einfach ist das Apple-Konzept

Ob es nun wirklich drei Größen von 32 bis 55 Zoll Bildschirmdiagonale werden oder der neue iPad-3-Prozessor A6 darin stecken wird und die Geräte doppelt so teuer wie andere sein werden: Geschenkt, kann/wird alles so sein. Wichtig ist, dass das Bediensystem einfach sein muss, so einfach wie iOS. Das iPhone ist so erfolgreich, weil es sich einfach bedienen lässt und die Nutzeroberfläche den Anwender führt. Das ist der Anspruch aller Apple-Geräte – und das wird auch bei einem Apple-iTV/iScreen-Fernseher nicht anders sein.

Wir erinnern uns: irgendwie kam schon heraus, dass Apple auch das VideoWave Entertainment System von Bose schätzt. Sicher war damit nicht das Gerät an sich, sondern das Konzept gemeint. Bose hat eine simple Fernbedienung mit ein paar großen Schaltern, die eigentlichen Befehle werden dann aus dem Navigations-Rahmen um das format-reduzierte Fernsehbild ausgelöst. Gut möglich, dass es bei Apple sowohl als auch gibt, Sprache und Mini-Bedienung. Mit Apple TV und FrontRow gibt es einschlägige Erfahrungen, mit Siri kommt der “Crack“ hinzu.

Kantig oder krumm

Das Design eines Apple-Fernsehers könnte sich an den bisherigen Großgeräten wie iMacs und Cinema-Displays orientieren. Das ist schlicht und schick und neutral genug für jedes Wohn- oder Schlafzimmer. Fette Mac-Kompetenz in Form eines umgeformten iMacs braucht es dazu nicht, iOS auf einem Ax-Prozessor mit Grafikkarte wird reichen. Bessere Displays kommen später, der Sound wird ok sein, externe Boxen und Anlagen für Anspruchsvolle gibt es bei anderen.

Ein gebogenes Display für mehr spiegelungsfreies 3D aus allen Winkeln wie Ciccaresedesign im Auftrag von MacRumors.com vorschlägt? Könnte sein, schließlich reklamiert Apple langjährige Erfahrungen im Glasbau für sich, wie für die Apple Stores und das geplante neue spacige-Headquarter in Cupertino. Irgendwie hat sich aber auch die gebogene iPhone-Oberfläche noch nicht so richtig gezeigt, fraglich also, ob Apple es wirklich gekrümmt mag. Dennoch: Etwas Runderes mit gekrümmtem Glas als das neue Apple-Raumschiff gibt es wohl nicht, vielleicht zeigt das die Revolution des Fernsehers durch Apple ab 2013 an?

Die Render-Studien des Mockup-Künstlers Guilherme M. Schasiepen sehen jedenfalls auch gut aus. Er hat das Ganze auch oberflächlich mit einer Games-Abteilung kombiniert. Aber das kennen wir ja schon von iPad und iPod. Warum soll es demnächst nicht auch eine iTV/iScreen-Version im App Store geben?

Bilder: Guilherme M. Schasiepen, Ciccaresedesign/Macrumors.com

via Macrumors.com

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