Apple-Fernseher: Was dagegen spricht

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Die Gerüchteküche scheint sich recht einig zu sein: Apples nächstes großes neue Produkt wird ein Fernseher. Ein IT-Journalist erklärt nun, warum er nicht daran glaubt – denn es gebe einiges, was dagegen spricht.

Apple-Fernseher: Was dagegen spricht

Der IT-Blogger Philip Elmer-DeWitt, der seit 1982 vor allem über Apple berichtet, ist angesichts der Apple-Fernseher-Vorhersagen zahlreicher Analysten und vieler seiner Kollegen skeptisch. Skeptisch zeigt sich Elmer-DeWitt schon deshalb, weil das Gerücht schon mehrere Jahre alt ist, sich seitdem aber nichts getan hat.

Dem lässt sich allerdings entgegnen, dass das auch bei anderen Apple-Produkten der Fall war: Ein Apple-Tablet geisterte beispielsweise nicht nur Jahre vor dem iPad, sondern sogar vor dem ersten iPhone durch die Gerüchteküche.

Der Journalist nennt in Folge dessen aber Gründe, die tatsächlich Anlass für Skepsis geben. Zwar könnten Vorkommnisse in Asien wie die Investition des Foxconn-Mutterunternehmens beim LCD-Hersteller Sharp tatsächlich für einen Apple-Fernseher sprechen. Es gebe aber auch zahlreiche andere Gründe für diese Vorgänge.

Gegen einen Apple-Fernseher sprächen vor allem folgende Gründe: Der Markt sei bereits durch zahlreiche Niedrigpreis-Produkte abgedeckt, die Gewinnmargen seien für Hersteller furchtbar, die Geräte seien groß und schwer und viele Kunden wünschten sich eine professionelle Installation. Auch bräuchten sie in Geschäften und Lagerhäusern viel Platz, der Markt sei weltweit durch die Standards PAL und NTSC fragmentiert.

Viele Kunden kauften sich außerdem einen Fernseher, um ihn für viele Jahre zu behalten – während Apple üblicherweise darauf setzt, dass sich Kunden oft ein neues Gerät wie ein neues iPhone oder einen neuen Mac kaufen. Schließlich seien Geschäfte mit Kabelanbietern, die entsprechende Inhalte liefern, vergleichbar mit Geschäften mit der Mafia.

Einigen dieser Punkte lassen sich zwar auch gute Argumente entgegen setzen – beispielsweise spielen die Standards PAL und NTSC heute keine so große Rolle mehr wie früher. Dennoch hat Elmer-DeWitt insofern Recht, als tatsächlich gute Gründe gegen einen Apple-Fernseher sprechen.

Doch wie lassen sich Steve Jobs’ Worte in seiner Biographie erklären, denen zufolge er es “endlich geschafft” habe, einem Fernseher die simpelste Benutzeroberfläche zu geben, die man sich vorstellen könne? Elmer-DeWitt glaubt, dass Jobs damit einfach eine neue Version des Apple TV meinte: Ob eine Benutzeroberfläche einfach sei oder nicht, sei ein reines Software-Problem, das Apple mit seiner Set-Top-Box lösen könne.

Apple Fernseher

Weitere Themen: Apple TV (Fernseher)


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