Gerüchte: Brandneues Mac-Produkt bis Jahresende

Flavio Trillo
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Dann und wann stellt Apple ein Produkt ein, wenn die Nachfrage all zu schwach wird – so geschehen zu Beginn dieses Jahres  mit dem Xserve. Ganz selten stellt Apple auch völlig neue Produkte vor, wie es sie im Sortiment des Herstellers zuvor nicht gab – so geschehen im Jahr 2007 mit dem iPhone und im Jahr 2010 mit dem iPad. Jetzt steht Gerüchten zufolge der nächste Knall kurz bevor – Doch was könnte er bringen?

Laut Informationen der japanischen Webseite Macotakara.jp wird Apple noch bis Ende dieses Jahres ein völlig neuartiges Produkt vorstellen. Die Mac-Reihe soll demnach um eine Neuheit erweitert werden, berichtet Macotakara unter Berufung auf “anonyme Quellen aus den Reihen der asiatischen Zulieferer”.

Leider sind die Informationen dünn und die Zungen der Informanten würde man sich lockerer wünschen. Die Quelle kann darüber hinaus keine einwandfreie Trefferquote vorweisen: Zwar wurden der Verkaufsstart des iPad 2 sowie die damit verbundene Verzögerung des neuen iPhone 5 korrekt prognostiziert. Bei verschiedenen Details der Gehäuseform des Tablet-Rechners und der Ausstattung des neuen MacBook Air war Macotakara jedoch schief gewickelt.

Der Wirbelwind an Gerüchten und Halbwahrheiten aus Asien ist stets mit Vorsicht zu genießen. Dennoch lohnt sich der Blick auf die möglichen Kandidaten für eine Erweiterung Cupertinos Produktlinie.

Apple TV: Fernsehen mit Flair

Gene Munster ist der unbestrittene König der Apple-TV-Gerüchte. Seit Jahren schon betet er dieselbe Litanei und prophezeit unermüdlich, dass Apple an einem HD-Fernseher arbeitet. Möglich ist es durchaus, die Frage ist nur, ob bis Ende 2011 noch etwas serienreifes daraus wird. Der CEO von LG-Display gab jüngst bekannt, Apple wolle “vorerst keine OLED-Displays einsetzen”. Statt dessen könnte Cupertino jedoch mit fortschrittlichen LCDs arbeiten, die einen Unterschied zum OLED-Modul für den Verbraucher verschwindend klein werden lassen.

Hauchdünnes MacBook Pro: Air-Feeling für alle

Eine weitere Vermutung, die seit ein paar Monaten kursiert, bescheinigt dem MacBook Air eine Vorbildfunktion für die gesamte Produktserie. Auch das MacBook Pro solle demnach bald dank SSD-Festplatte, fehlendem optischen Laufwerk und anderen schlanken Innereien ein erheblich schmaleres Profil vorweisen können. Zwar darf bei einer bloßen Schlankheitskur kaum von einem innovativen Produkt gesprochen werden – andererseits sind die Informationen aus Japan ausreichend wage, dass es nicht unmöglich erscheint.

Spiele-Konsole: Apple TV einmal anders

Eine andere Spur führt zu einem Update fürs Apple TV. Nachdem die kleine “Hobby-Kiste”, wie sie von Apple selbst immer wieder bezeichnet wird, im September 2010 einer Verjüngungskur unterzogen wurde und ihren internen Speicher zu Gunsten einer Streaming-Lösung aufgab, könnte Ende dieses Jahres ein entscheidendes Upgrade folgen: Apple TV als Spiele-Konsole. Gesteuert würde sie über das iPhone, den iPod oder das iPad. Dank iOS sind die Voraussetzungen für Zugang zum App Store bereits geschaffen und entsprechende Grafik-Hardware könnte für enormen Spielspaß sorgen. Nintendo, Sony, Microsoft: Macht Euch auf was gefasst!

Universal-OS: Einer für alle!

Doch warum muss es eigentlich Hardware sein? Schließlich näherte Apple sich mit OS X Lion merklich an das mobile Betriebssystem iOS an. Dieses Anpirschen der Raubkatze könnte nur der erste Schritt hin zu einer kompletten Integration und Vereinigung aller Geräte unter einem OS-Dach gewesen sein. iOS X für alle, egal ob iMac, iPod, iPad oder iPhone. Apps laufen überall (entsprechende Mühen der Entwickler vorausgesetzt) und wenn es dann wieder heißt: “Wer hat’s erfunden?” muss Steve Jobs zähneknirschend auf einen jungen Mann aus Lünen in Nordrhein-Westfalen verweisen.

Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog

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