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Integrierter Alleskönner: Automator in Mac OS X

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Jeder Mac hat ihn, doch nur wenige Anwender wissen, was sie mit dem Automator anfangen können. Er kann einem besonders im Umgang mit vielen Dateien viel Zeit sparen. In Automator lassen sich Arbeitsabläufe ganz ohne Code programmieren. Viele Programme und das System stellen dafür Aktionen bereit, so lassen sich beispielsweise mehrere Dateien stapelweise umbenennen, in ein PDF verwandeln oder in eine E-Mail einfügen. Was der Automator sonst noch alles kann und wie man mit ihm umgeht, erklärt macmagazin.de.

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Oberfläche und Funktionsprinzip

Startbildschirm

Apples Automator befindet sich im Programme-Ordner des Benutzers. Startet man das Programm, wählt man zunächst zwischen normalen Arbeitsabläufen und Programmen, Diensten, Ordneraktionen, Plug-ins für den Drucker und das Mac OS X-Programm “Digitale Bilder” sowie iCal-Erinnerungen aus. Arbeitsabläufe sind Stapelverarbeitungen, die man direkt in Automator ausführt. Mit dem Automator kann der Anwender auch Programme erstellen. Ein solch eigenständiges Programm führt auf Befehl eine Reihe von Arbeiten aus. Dienste sind Funktionen, auf die Programme in Mac OS X zugreifen können. Über die Vorauswahl erleichtert es Apple dem Anwender auch, Arbeitsabläufe speziell für das Drucken von Dokumenten und das Importieren von Bildern zu erstellen.

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Programmieren ohne Code, so lässt sich das Arbeiten im Automator beschreiben. Anstatt mit Programmcode zu hantieren, bietet einem Automator in einer übersichtlichen Oberfläche die verschiedenen Aktionen an, die auf Dateien angewendet werden können. Am linken Rand befindet sich die zweispaltige Bibliothek, rechts eine Arbeitsfläche, auf der man später Aktionen aneinanderreiht. In der Bibliothek sind die Aktionen nach Themengebieten sortiert. Um sich mit dem Automator vertraut zu machen, sollte man sich einmal durch die Listen klicken. So bekommt man schnell ein Gefühl dafür, was mit dem Programm alles möglich ist.

Wie werden nun aus den einzelnen Aktionen ganze Arbeitsabläufe? Ganz einfach: man zieht sie aus der Liste heraus und platziert sie rechts auf der Arbeitsoberfläche. Je nach Art der Aktion lassen sich noch Einstellungen vornehmen. Das Funktionsprinzip ist dabei simpel: Das fertige Programm arbeitet in festgelegter Reihenfolge Objekte wie Dateien, E-Mails, Bilder und Dokumente ab. Dabei reicht Automator die Objekte von Aktion zu Aktion weiter, bis am Ende das fertige Produkt herauskommt. Auf diese Weise lassen sich auch komplexere Abläufe mit mehreren Bearbeitungsschritten entwerfen. Im linken unteren Bereich findet man die Eigenschaften der Aktionen, man erfährt, welchen Dateityp sie verlangt und welchen sie weitergibt. Dateien lassen sich als Ausgangspunkt direkt auf die Arbeitsoberfläche ziehen, das ist bei einmaligen Stapelverarbeitungen ein großer Vorteil.

Mehrere Dateien auf einmal umbenennen

Bilder umbenennen

Für die Aufgabe, mehrere Dateien nach einem bestimmten Muster umzubenennen, ist der Automator bestens geeignet. Im Voraus sollte man überlegen, ob man diesen Ablauf künftig in Automator ausführen oder ein kleines OS X-Programm erstellen möchte. Ein Programm eignet sich insbesondere dann, wenn es sich um einen häufig benutzten Arbeitsablauf handelt.

Der Arbeitsablauf beginnt in unserem Beispiel mit der Aktion Finder-Objekten abfragen, es befindet sich unter Dateien und Ordner. Beim Starten des Programms erhält man so einen Auswahl-Dialog, wie man ihn aus Mac OS X kennt. In den Optionen dieser Aktion lässt sich beispielsweise festlegen, in welchem Verzeichnis die Abfrage stattfinden soll. Die nächste Aktion befindet sich in derselben Liste, sie heißt Finder-Objekte umbenennen. Wählt man sie aus, schlägt der Automator vor, die Kopien der Originaldateien an einem bestimmten Ort zu sichern, bevor man sie umbenennt. Nun legt man nur noch fest, wie genau die neue Namensgebung aussehen soll. Man speichert und kann den Arbeitsablauf verwenden.

Text aus einem Dokument extrahieren und weiterverarbeiten

Mail

Auch Apples Mail-Programm stellt einige Aktionen zur Verfügung. Unter anderem kann man Mails gruppieren, sie durchsuchen und nach bestimmten Eigenschaften filtern. Natürlich lassen sich E-Mails auch automatisch versenden. In unserem Fall wollen wir Text aus einem TextEdit-Dokument automatisch in eine E-Mail einfügen und sie versenden. Automator bietet auch dafür die nötigen Aktionen. Zunächst wählt man Text in der Bibliothek aus. Hier befindet sich die Aktion Inhalt des TextEdit-Dokuments abfragen. Es extrahiert den Text aus dem TextEdit-Dokument im Vordergrund. Unter Mail befinden sich nun die Aktionen zum erstellen einer neuen E-Mail. Hier lässt sich neben Empfänger und Betreff-Zeile auch zwischen den verfügbaren Mail-Accounts der Absenderadressen wählen. Fehlt nur noch die Aktion zum senden einer neuen E-Mail, die man einfach unten anhängt.

Filme für iPod, iPhone und Apple TV exportieren

film

Eine weitere nützliche Aktion ist das Exportieren von Film-Dateien in ein geeignetes Format für Apples mobile Endgeräte sowie Apple TV. Vor allem bei mehreren Film-Dateien dürfte sie eine Erleichterung darstellen. Schließlich könnte man die Filme im selben Arbeitsgang in den richtigen Ordner packen und sie gemäß der eigenen Wünsche umbenennen.

Arbeiten mit Bildern

Bilder

Zahlreiche Aktionen eignen sich zum Verarbeiten und Bearbeiten von Bildern. Schon in der Vorauswahl lässt sich ein Plug-in speziell für das Mac OS X-Programm “Digitale Bilder” auswählen. Man kann Bilder beschneiden, sie drehen oder drucken. Außerdem lassen sie sich spiegeln oder in iPhoto importieren. Besonders nützlich ist das skalieren der Bilder. Innerhalb weniger Sekunden ist eine große Anzahl von Bildern so zum Beispiel für den Einsatz im Web auf eine gewünschte Größe heruntergerechnet. Auch ein ColorSync-Profil lässt sich auf die Bilder anwenden: Darunter befinden sich neben Grau-, Sepia-Tönen oder einer veränderte Helligkeit auch zahlreiche Farbprofile. Will man einen bestimmten Arbeitsablauf einmalig auf einen Stapel von Bildern anwenden, kann man die Schnappschüsse einfach auf die Arbeitsfläche ziehen. Sie erscheinen nun in einer Liste, zu der sich auch weitere Dateien hinzufügen lassen. Unter Fotos findet man in der Bibliothek zahlreiche nützliche Aktionen. Man zieht eine davon, beispielsweise Bilder skalieren, unter die vorige Bilder-Auswahl. Auch hier schlägt Automator vor, die zu bearbeitenden Originale separat zu sichern. So gehen auch nach dem Bearbeiten die ursprünglichen Aufnahmen nicht verloren. Diese automatisch hinzugefügte Aktion namens Finder-Objekte kopieren muss dabei in einem Arbeitsablauf nur einmal auftauchen. Man kann den Vorschlag des Automators beim Anhängen weiterer Aktionen also ablehnen. Erstellt man ein Programm sollte man beim Bearbeiten von Bildern immer mit der Aktion Nach Finder-Objekten fragen (unter  Dateien und Ordner) beginnen. Sie erzeugt beim Start des Programms einen Finder-Dialog, durch den sich Dateien auswählen lassen.

Aktionen aufnehmen

Custom

Wem die vorhandenen Aktionen nicht ausreichen, der kann kreativ werden und selbst Aktionen aufnehmen. In der Menüleiste des Automator-Programmfensters findet sich dazu ein roter Aufnahme-Button. In einer Liste kann man die getätigten Schritte nochmals nachvollziehen und gegebenenfalls entfernen oder in der Reihenfolge ändern.

Fazit

Der Automator kann die Arbeit am Mac erheblich erleichtern, wenn man mit ihm umzugehen weiß. Nach ein paar ersten Gehversuchen hat man sich schnell einen groben Überblick über das Potential des Automators gemacht und kann beginnen, den eigenen Workflow am Mac zu beschleunigen.

Tipp
Im Internet findet man zahlreiche vorgefertigte Aktionen für den Automator. Vom Erstellen von iPhone Klingeltönen bis zum automatisierten Bilder-Upload zu Flickr ist alles dabei. Viele Erweiterungen gibt es kostenlos, andere sind für wenig Geld zu haben. Webseiten wie Softpedia oder Apples eigenes Aktionen-Verzeichnis sind dabei einen Besuch Wert, dort findet man zahlreiche Aktionen für Apples nützliches Tool, den Automator.

Weitere Themen: Mac OS X

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