Apple-Zulieferer LG will 4,2 Milliarden Dollar in OLED-Herstellung investieren

Thomas Konrad

Um auch ab 2017 mit dem Markt mithalten zu können, will LG gut 4 Milliarden US-Dollar in Fertigungsstätten für OLED-Displays investieren. Apple könnte ein wichtiger Abnehmer für die Bildschirme werden.

Apple-Zulieferer LG will 4,2 Milliarden Dollar in OLED-Herstellung investieren

Das taiwanische Fachblatt „Digitimes“ berichtet, dass LG Display — eine LG Electronics-Tochter — 4,2 Milliarden US-Dollar in OLED-Fertigungsstätten investieren will. Sie tragen den Namen „P10“ und sollen im südkoreanischen Paju entstehen.

Eine endgültige Entscheidung will LG Display nach weiteren Gesprächen Ende November treffen.

LG will mit den OLED-Investitionen die künftige Nachfrage am Markt für Smartphones, Tablets und TV-Geräte befriedigen, heißt es in dem Bericht.

In gut zwei Jahren — zwischen 2017 und 2018 — soll die Produktion in den neuen Fabriken anlaufen. Dann, so zitiert „Digitimes“ die koreanische „Digital Times“, soll auch Apple sein Produktsortiment auf OLED-Technik umstellen. Derzeit kommt OLED nur in der Apple Watch zum Einsatz — angeblich ist LG sogar der einzige Zulieferer für den kleinen Bildschirm.

Der Zeitpunkt, den LG für seine Großinvestition wählt, ist offenbar kein Zufall: Analysten zufolge wird OLED-Technik etwa im Jahr 2017 seinen großen Durchbruch feiern. Dann nämlich soll die bisher kostspielige Technologie deutlich billiger werden.

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