Verkaufszahlen schweizer Uhren-Hersteller gehen zurück – Apple Watch nicht unschuldig

Florian Matthey
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Der Umsatz der schweizer Uhrenhersteller ist im Oktober im Vergleich zum Vorjahr so stark eingebrochen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Zumindest zum Teil scheint das auch auf die Apple Watch zurückzuführen sein.

Verkaufszahlen schweizer Uhren-Hersteller gehen zurück – Apple Watch nicht unschuldig

Im Oktober ging der Umsatz durch Uhren-Experte von Herstellern aus der Schweiz um 12 Prozent auf 2 Milliarden Schweizer Franken zurück. Wenn man einen Unterschied in der Zahl an Arbeitstagen berücksichtigt, sind es immer noch 7,6 Prozent. Dafür soll in erster Linie eine eingebrochene Nachfrage in Hong Kong verantwortlich sein: Die Halbinsel ist nach den USA in den letzten Jahren zum zweitgrößten Markt für die Hersteller aus der Schweiz geworden, so dass sich ein Nachfrage-Rückgang hier besonders groß bemerkbar macht.

Auch der hohe Kurs des Schweizer Franken macht den Herstellern zu schaffen – ihre Gewinnmargen gehen zurück, so dass sogar schon Entlassungen nötig wurden. Laut Bloomberg gibt es aber noch einen weiteren Faktor, der zumindest eine gewisse Rolle spielt: Die Apple Watch. Im Bereich der Nicht-Luxus-Uhren mache sich die Konkurrenz durch die Smartwatch von Apple durchaus bemerkbar.

Als Beweis dafür dient unter anderem der amerikanischer Uhrenhersteller Fossil, dessen Verkaufszahlen im laufenden vierten Kalenderquartal nach eigenen Angaben um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen könnten. Als Grund dafür nennt er die wachsende Konkurrenz durch „Wearable“-Gadgets – wie eben die Apple Watch.

Apple gibt keine Verkaufszahlen seiner Smartwatch bekannt; Analysten sind bei Schätzungen eher verhalten. Dennoch scheint die Smartwatch zumindest insoweit ein Erfolg zu sein, als dass sie traditionellen Armbanduhren zum Teil den Rang ablaufen kann.

Weitere Themen: watchOS 3, Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Apple Special Event Oktober 2014