DJI Phantom 4: Neue Kamera-Drohne mit Personen-Tracking und Kollisionsvermeidung - Alle Infos und Artikel

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Mit der Phantom 4 präsentiert DJI die jüngste Generation seiner beliebten Kamera-Drohne. Während sich am Äußeren nicht viel geändert hat, gibt es im Inneren diverse Neuigkeiten, die das Fliegen einfacher und sicherer machen sollen.

Die ist DJIs neuester Sprössling des chinesischen Unternehmens und wie die Vorgänger ist auch die jüngste Kamera-Plattform auf den ersten Blick als Phantom zu erkennen. Das äußere zeigt sich im klassischen weiß und ist nun lediglich glänzender als in früheren Modellen.

Slow-Motion-Videos nun mit bis zu 120fps in 1080p

Die Kamera hängt wie gehabt unter der Drohne zwischen den beiden fest angebrachten Landeplattformen. Im Gegensatz zur Inspire 1 oder den größeren Spreading Wings-Bründern lässt sich die Kamera nicht frei rotieren. Lediglich eine Stabilisierung ist, wie bei der Phantom 3, in der dritten Achse vorhanden.

Der Kamera-Gimbal ist nun tiefer in das Gehäuse des Quadcopters integriert, was die Stromlinienform der Phantom 4 weiter verdeutlicht. Am Ende des Gimbals hängt weiterhin eine 4K-fähige Kamera, die nun aber auch in der Lage ist 120 Bilder pro Sekunde in 1080p aufzunehmen.

Die Bildqualität der Kamera wurde aber ebenfalls verbessert. So sollen laut DJI die chromatischen Aberrationen um 56 Prozent reduziert worden sein. Die Verzeichnungen wurden im Vergleich zur Phantom 3 Professional um 36 Prozent reduziert.

Größerer Akku für längere Flüge

Um die Flugzeiten zu verlängern hat DJI der Phantom 4 einen deutlich größeren Akku spendiert. Statt 4.480 mAh wie beim Vorgänger stecken nun 5.350 mAh in dem neuen Quadcopter.

Dank des gewachsenen Akkus sollen die Flugzeiten von 23 Minuten im Vorgänger auf nun 28 Minuten gewachsen sein. Inoffiziell sollen jedoch auch mehr als 30 Minuten möglich sein.

Fliegen per Berührung

Ein vollständig neues Feature der Phantom 4 sind jedoch die autonomen Flugfähigkeiten. In Kombination mit der DJI Go-App kann nun einfach auf dem Display des mit der Fernbedienung verbundenen iPad oder iPhone ein Punkt angetippt werden, zu dem die Drohne fliegen soll.

In diesem „TapFly“ genannten Modus ist ebenfalls das neue Hinderniserkennungssystem der Phantom 4 aktiv. Nähert sich der Quadcopter einem Hindernis, das nicht überflogen werden kann, bremst er selbstständig bis zum Stillstand. Auch gewolltes Fliegen in das Hindernis ist dann nicht möglich. Die Reichweite dieses Systems beträgt 0,7 bis 15 Meter. Ermöglicht wird dies durch eine Kombination aus Sensoren an der Front der Phantom 4, über dem Landegestell, und der Kamera.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit in der Go-App einen Bereich um eine Person oder Objekt auszuwählen und dem Quadcopter den Befehl zum Folgen zu geben. DJI nennt dieses Feature „ActiveTrack“.

Das Feature ist ein nettes Gimmick scheint aber nicht in allen Fällen tadellos zu funktionieren. Bewegt man sich etwa in Richtung Sonne kann die Kamera schnell die zu suchende Person verlieren.

Sportmodus erhöht maximale Geschwindigkeit

Die Phantom 4 ist zwar keine Konkurrenz für kleine, leichte Racing-Quads, erlaubt mit einem eigenen Sportmodus nun aber eine erhöhte Maximal-Geschwindigkeit von bis 72 km/h. Ist dieser Modus aktiv wird jedoch die automatische Objekt-Erkennung abgeschaltet, so dass es wieder am Piloten liegt etwaigen Hindernissen auszuweichen.

Um Hardware-Probleme und dadurch mögliche Abstürze zu minimieren hat DJI der Phantom 4 redundante IMUs und Kompasse spendiert. Die Daten beider Einheiten werden dabei jeweils gleichzeitig miteinander verglichen.

Wie bei den Premium-Varianten der Vorgänger gelingt die Steuerung der Phantom 4 mit Hilfe von Lightbridge. Laut DJI liegt die maximale Reichweite bei 5 km.

Im Gegensatz zur Phantom 3 gibt es beim neuen Modell derzeit nur eine Variante. Die Phantom 4 kann ab sofort bei DJI oder exklusiv vorbestellt werden. Mit 1.599 Euro ist die Phantom 4 leider ein gutes Stück teurer als die Vorgänger.

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