Drobo 5D3 mit Thunderbolt 3: Festplatten im laufenden Betrieb austauschen - Alle Infos und Artikel

GIGA-Wertung:
Leser-Wertung:

Beschreibung

Fünf Festplatten kann man einsetzen und während des Betriebs austauschen, zudem nutzt es die Vorzüge der neuen Schnittstelle: Drobo hat heute das Drobo 5D3 vorgestellt, ein Festplattengehäuse mit Thunderbolt-3-Anschluss.

Festplattengehäuse, der Begriff ist eigentlich zu niedrig gegriffen. Denn es handelt sich bei dem Drobo 5D3 um ein Produkt, dass nicht ganz gewöhnliche RAID-Vorteile bietet und Thunderbolt-3-Vorzüge ausnutzt. Dabei ist es trotzdem für jedermann einfach zu bedienen.

In erster Linie liefert es die Basis für eine hohe Speicherkapazität: 64 TB Speicherplatz – so viel unterstützt das neue 5D3 maximal. Hierfür stehen fünf Steckplätze für 3,5-Zoll-Platten zur Verfügung, die verwendeten Speicher dürfen unterschiedliche Kapazitäten bieten. Es handelt sich um die dritte Generation des „Drobo 5-Drive Direct Attached Storage Array“. Als Zielgruppe sieht der Hersteller Fotografen, Video- und Musikproduzenten, kleine Unternehmen und im Prinzip jeden, der eine große Erweiterung seiner internen Festplatte mit den Vorteilen des RAID-Systems sucht.

Die Vorteile, das bedeutet: Der Nutzer kann Laufwerke hinzufügen und gar entfernen oder austauschen – und zwar im laufenden Betrieb. Das System sorgt selbstständig für die Wiederherstellung der Konfiguration.

Drobo 5D3 ausprobiert: Benutzerfreundliche Einrichtung

Ein bisschen Überwindung kostet dieser Schritt durchaus, das erste Mal eine Festplatte im laufenden Betrieb aus dem System zu nehmen. Möglich macht dies das eigene BeyondRAID, das vor allem von den NAS-Produkten des Herstellers bekannt ist, sowie die Sicherheitsvorkehrungen für Daten und Plattenschutz. Sie reicht so weit, dass eine eingebaute Batterie HDDs und SSDs vor plötzlichen Stromausfällen schützt. Hat man eine Platte herausgenommen, kennzeichnen LEDs und die Anzeige in der Software Drobo Dashboard den Wiederherstellungsprozess:

drobo-5d3-wiederherstellung

drobo-5d3-festplattenschacht

Schutz und Flexibilität sieht das Unternehmen als seine ganz besondere Spezialität im Vergleich zur Konkurrenz, zudem die benutzerfreundliche Einrichtung. Wir konnten kurz vor dem Produktrelease Drobo 5D3 bereits ausprobieren und können bestätigen, dass auch Nutzer, die schon vom Begriff „RAID“ abgeschreckt werden, die Einrichtung problemlos meistern dürften.

Neben dem riesigen, flexiblen Speicherpotenzial werden sich Besitzer eines MacBook Pro oder anderen Thunderbolt-3-Geräten über die Schnittstelle freuen: Zwei Steckplätze sind im Gehäuse verbaut. Ein Kabel führt natürlich zum Rechner, dient aber nicht nur als Datenschnittstelle. Darüber kann der mobile Rechner aufgeladen werden – wenngleich nur sehr langsam, wie wir mit dem MacBook Pro 13“ von 2016 feststellten. Kein Wunder: Der Ausgang ist nur 15 Watt stark. Zum Vergleich: Das mitgelieferte Netzteil des Apple-Rechners ist 61 Watt stark (beim 15-Zöller gar 87 Watt). Für den laufenden Betrieb reicht es unserem 13-Zöller aber.

Zudem bietet das Drobo 5D3 noch einen USB-C-Steckplatz. Der Speicher fungiert somit als kleiner Hub, auch ein 5K- oder zwei 4K-Displays werden dank Thunderbolt unterstützt. Die Vorgängerversion kann nur einen 4K-Bildschirm ansteuern.

Das Festplattengehäuse kann eifrig in unterschiedlichen Farben leuchten und blinken, um den aktuellen Status anzuzeigen. Wen das nervt, darf sich freuen: In den Einstellungen lassen sich die LEDs dimmen. Es mag eine Nebensächlichkeit sein, stört aber doch bei vielen anderen Produkten in dunklen Umgebungen. Danke.

drobo-3d3-oben

Wo wir schon bei Störungen sind: Die Geräuschentwicklung ist sehr moderat, auf dem Schreibtisch wollten wir das Drobo 5D3 aber doch nicht stellen – aufgrund der Vibrationen.

Technische Daten des Drobo 5D3

Mit zum Teil gebrauchten und jedenfalls behäbigen HDDs brachen wir keine Geschwindigkeitsrekorde. Laut Hersteller kann das Drobo bis zu 800 MB/s Lese- und 346 MB/s Schreibgeschwindigkeit mit SSDs erreichen, mit Enterprise-HDDs 652 MB/s beziehungsweise 343 MB/s – und allerdings mit einem separat erhältlichen mSATA Accelerator Bay. Das sei damit bis zu zweimal so schnell als der Vorgänger – der noch kein Thunderbolt 3 bot.

drobo-ruckseite-5d3

Heute hat der Hersteller das Produkt offiziell vorgestellt, in Kürze dürfte es im Handel zu finden sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt ohne Festplatten bei 769 Euro. Für den Speicher kann man sich interne Festplatten aus den aktuellen Angeboten herauspicken:

Weitere technische Daten laut Hersteller im Überblick:

  • Direct Attached Storage Array mit BeyondRaid-Technologie
  • Bis zu 5 SATA-Festplatten (3,5 Zoll) oder mSATA-SSDs installierbar
  • Bis zu 64 TB werden unterstützt
  • Anschlüsse: zwei Thunderbolt 3, ein USB-3.0-Typ-C
  • Gewicht: 3,9 kg
  • Kompatibel mit macOS und Windows
  • Lieferung mit einem Thunderbolt-3-Kabel (1 Meter, 20 GB/s)

Beschreibung von

Videos & Produktbilder