Fitbit Flex im Test: Alles fit im Schrittzähler (mit Verlosung)

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GIGA-Wertung:
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Schon wieder ein Fitness-Armband: Das Fitbit Flex will zu mehr Bewegung animieren. Ob Gruppenzwang und Schrittzähler funktionieren und wie praktisch und hilfreich das Armband dabei ist, zeigt unser Test. Außerdem verlosen wir drei Fitbit Flex!

Fitbit Flex im Test: Alles fit im Schrittzähler (mit Verlosung)

Die Fitnesswelle schwappt kräftig in den Lifestyle-Bereich und schwemmt dabei zahlreiche neue Gadgets an Land. So etwa das Fitbit Flex, das sich als wasserfestes, Immer-Dran-Band präsentiert.

Der Hersteller hat bereits Erfahrung mit derartigen Messgeräten für den Alltag. Zu Produkten wie dem Zip oder The One gesellt sich mit dem Flex jetzt ein Armband. Der klare Vorteil: Man kann es immer tragen, vergisst es nicht so leicht und es fällt als Accessoire nicht weiter auf. Aber, kann es im Praxistest überzeugen?

Fitbit Flex: Verarbeitung und Design

Das Flex ist aus weichem Kunststoff und trägt sich recht angenehm. Als Verschluss dienen zwei Metallnoppen, die sich in 8 verschiedenen Positionen arretieren lassen. Damit ist großen und kleinen Handgelenken gleichermaßen Rechnung getragen. Mir passt es auch sehr gut und es fällt nach wenigen Stunden des Tragens schon fast gar nicht mehr auf. Außerdem ist das Band in zwei verschiedenen „Grundgrößen“ erhältlich.

Es gibt keinerlei Knöpfe oder sonstige physische Bedienelemente. Alles wird über den Bewegungssensor gesteuert — man muss also nur das Band antippen, um etwa den Modus zu wechseln. Fünf LEDs bestätigen diese Umstellung durch Blinken und zeigen sonst in 20-Prozent-Schritten an, wie nahe man seinen täglichen Zielen (Schritte, Distanz, Kalorien) gekommen ist.

Der Sensor selbst ist nicht untrennbar mit dem Armband verbunden, sondern kann entnommen werden — praktisch, wenn man sich nicht auf eine Armband-Farbe festlegen möchte. Trotzdem ist das Fitbit Flex wasserfest und kann ohne weiteres beim Duschen getragen werden.

Allerdings sollte man darauf achten, das Band alle paar Tage mal ohne Sensor trocknen zu lassen. Sonst sammelt sich nämlich in der Öffnung für den Sensor Feuchtigkeit und das müffelt. Auch zum Laden des Akkus trennt man Band und Herzstück voneinander. Ein USB-Ladekabel, in das der Sensor genau hineinpasst, liegt bei.

Die zweiteilige Bauweise hat zudem den Vorteil, dass das Armband insgesamt flexibler ist, weil sich die Technik an einem Punkt in der Mitte konzentriert. Erstaunlich, dass ein Akku, der laut Hersteller 5-7 Tage hält, Vibrationsmotor, LEDs und etwas Kleinkram mit so wenig Raum auskommen.

Verlustängste muss man indes nicht haben. Die Recheneinheit kann beim Tragen nicht herausrutschen und ist auch sonst ausreichend fest ins Band integriert.

Fitbit Flex: Schrittzähler und Datemmonster

Dank des höchst sensiblen Bewegungssensors im Inneren des Flex werden Schritte und Schlafphasen zuverlässig und präzise aufgezeichnet. Ebenso rechnet ein Algorithmus Bewegungen raus, die zwar so ähnlich, aber nicht genau wie echte Schritte aussehen.

Um zwischen dem Schrittzähler und dem „Aktivitätsmodus“ (der Nachts zum Schlafmodus wird) zu wechseln, muss man mehrfach auf das Band tippen. Bisweilen klappt das beim ersten Versuch. Ich habe aber auch schon ganze Minuten wild tippend damit verbracht, das Flex zum „Einschlafen“ zu überreden. Außerdem kann es passieren, dass bei besonders ruckeligen, turbulenten Freizeitaktivitäten (Fahrradfahren!) versehentlich die Modi gewechselt werden.

Die gesammelten Daten verarbeitet die Software, die man entweder über ein Web-Interface („Dashboard“) oder zum Teil auch via (kostenloser) und Android steuern kann. Hier lassen sich einerseits Ziele (Schrittzahl, zurückzulegende Entfernung, zu verbrennende Kalorien) festlegen. Außerdem kann man angeben, ob man das Flex am „dominanten“ oder „nicht-dominanten“ Arm trägt. Diese Information hilft dem Prozessor dabei, noch genauere Bewegungsdaten zu ermitteln.

Für ein Fun- und Lifestyle-Produkt liefert das Flex eine ganze Menge Statistiken. Das liegt wohl auch daran, dass hier ein Hersteller für Fitness- und Gesundheitsmessgeräte den Weg in die Lifestyle-Ecke sucht. Das neue Dashboard und die App sind aber ausreichend übersichtlich gestaltet, so dass auch Gelegenheits-Fitnessjunkies sich gut zurecht finden. Leider hakelt zumindest die iOS-Version ab und zu, etwa wenn Mahlzeiten eingegeben werden sollen.

Eine halbe Avocado im Salat wird zum Beispiel nicht angezeigt, weil das Programm offenbar nichts zählt, was eine Null vor dem Komma hat. Und was genau „3 Räder Tomaten“ oder „10 Kirschen Erdbeeren“ sein sollen, ist mir bis heute nicht klar.

Die Infrastruktur zur Verfolgung von Gewicht, BMI, Körperfettwerten, Kalorienverbrauch, überwundenen Stockwerken und mehr ist also mit den anderen kleinen Helferlein

bereits geschaffen. Das Fitbit Flex erscheint als „nur“ ein weiteres Glied in dieser Kette. Doch wenn ich meiner Frau glauben darf, die das Flex nach mir intensiv nutzt, tragen Schrittzähler und Software dazu bei, dass man sich bewusster bewegt und ernährt.

Für sich genommen und ohne die dazugehörige , das Barometer im kann die Informationsflut daher im (noch) aktuellen Dasboard etwas überfordernd wirken. Die Beta-Version der Oberfläche ist aber aufgeräumt und man kann nicht benötigte Panels ganz einfach ausblenden. Sehr schön! Diverse „Trophäen“ für erreichte Tages- und Wochenziele sollen die Motivation weiter steigern. Apps von Drittanbietern lassen sich über eine Schnittstelle mit dem Flex verbinden.

Fitbit Flex: Synchronisation mit Dongle

Um aber überhaupt an die besagten Statistiken zu gelangen, muss man das Fitbit Flex erst einmal dazu bringen, seine Geheimnisse mitzuteilen. Dazu gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten. Eine besteht aus einem USB-Dongle und einem PC oder Mac. Ein kleines Programm überträgt die Informationen und sendet sie an das Fitbit-Dashboard.

Die zweite Möglichkeit ist das direkte, kabellose Synchronisieren mit einem Smartphone. Das heißt, einem kompatiblen Smartphone, denn ohne Bluetooth 4.0 geht es nicht. iPhone 4S und iPhone 5 dürfen mitspielen, ebenso wie der iPod touch der 5. Generation, das iPad mini, das iPad 3 und iPad 4.

Unter den Androiden ist die Zahl der unterstützten Geräte noch kleiner: Nur das Samsung Galaxy S3, Galaxy S4 und das Galaxy Note 2 sind aktuell dabei. Der Hersteller verspricht, dass bald weitere Smartphones folgen. Schade ist trotzdem, dass mit vielen noch im Umlauf befindlichen Smartphones und Tablets keine unmittelbare Synchronisation möglich ist.

Im Vergleich zum Jawbone UP, das ich wegen der direkten Klinke-Verbindung immer und überall synchronisieren kann, muss ich beim Fitbit Flex also warten, bis ich in der Nähe eines Rechners bin und den Dongle benutzen kann.

Kleiner Trick: Es gibt die Möglichkeit, bei anderen Anwendern quasi huckepack automatisch im Vorbeigehen zu synchronisieren. Wer das aber nicht möchte, sollte die „Hintergrund-Synchronisation“ in den App-Einstellungen deaktivieren.

Insgesamt ist der Datenabgleich somit also etwas umständlicher, als über eine physische Verbindung, wie etwa beim Jawbone UP. Trotzdem funktioniert sie dort, wo sie funktioniert, reibungslos und zuverlässig.

Fitbit Flex: Fazit, Vorteile, Nachteile

Das Fitbit Flex ist ein gut verarbeitetes, praktisches Fitness-Armband, das tut, was es soll. Unweigerlich ziehe ich den Vergleich zum Jawbone Up — und da fällt das eine oder andere auf, was fehlt. Da wäre zunächst der dynamische Wecker, den ich beim UP sehr schätze. Zwar kann auch das Flex einen per Vibration am Handgelenk wecken, allerdings nur zu einer fixen Zeit, nicht abhängig davon, ob ich gerade im Tiefschlaf bin.

Zudem scheint mir die Bedienung ein wenig anfällig für versehentliche Modus-Wechsel. Da es sich aber nicht zwingend um ein Hardware-Problem handelt, ist nicht auszuschließen, dass es sich durch ein Firmware-Update lösen ließe. Auch die Synchronisation hat ihre kleinen Haken — jedenfalls, wenn man ein iPhone 4 oder eines der nicht unterstützten Android-Smartphones hat.

Dagegen kann das Flex beim Tragekomfort dank flexibler Größenverstellung und mit der praktischen LED-Anzeige des Tagesfortschritts punkten. Das Armband kann man

zudem austauschen, ohne dass man gleich ein ganz neues Flex kaufen muss. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil: Das Flex ist günstiger als das Konkurrenzprodukt von Jawbone und es fühlt sich zumindest so an, als hielte der Akku ein klein Wenig länger (das mag allerdings daran liegen, dass ich beim Flex den Vibrationsmotor weniger häufig in Gebrauch hatte). Gefallen hat mir auch die übersichtliche Darstellung der Daten im Web-Dashboard.

Ab dem 6. Juni 2013 ist das Fitbit Flex für im Handel erhältlich und kann schon jetzt bei Amazon vorbestellt werden. Zur Auswahl stehen zunächst die Farben Schiefergrau und Schwarz. Dazu kann man Bänder (ohne Sensor) in den Farben Dunkelblau, Blaugrün und Orange für zusammen 29,95 Euro oder einzeln 14,95 Euro kaufen.

Vorteile
+ Präziser Schrittzähler
+ Austauschbares Armband
+ LEDs zeigen Fortschritt zum Ziel an

Nachteile
- Bedienung bisweilen fummelig
- Synchronisation nur mit neueren Smartphones/Tablets (bei Android nur sehr wenige)

Ich muss sagen, das Flex ist ein gutes Fitnessarmband mit vielen praktischen Funktionen. Trotzdem überzeugt mich beim Jawbone UP das Gesamtpaket mehr. Bedienung, App und Funktionen finde ich dort etwas schöner. Was meint ihr? Flex oder UP? Für alle, die sich schon entschieden haben, verlosen wir drei Fitbit Flex!

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