Google Home: Privatsphäre einstellen – so geht's

Marco Kratzenberg

Wir zeigen euch, wie man bei Google Home die Privatsphäre einstellen kann, um die Angst vor Überwachung zu reduzieren. Google Home muss beispielsweise nicht andauernd mithören, wen ihr das nicht wollt. So passt ihr die Einstellungen an.

Datenschützer und Paranoiker laufen Amok, wenn es um die „intelligenten Assistenten“ geht. Ob Alexa und Google Home die Privatsphäre verletzen, habt ihr weitgehend auch selbst in der Hand. Denn im Grunde handelt es sich ja nur um Maschinen, die mittels einer Spracherkennung eure Anfragen an die Suchmaschine schicken – als hättet ihr das mit der Hand selbst eingetippt – und die euch dann das Ergebnis wiederum sprachlich mitteilen. Davon abgesehen könnt ihr auch die Google-Home-Privatsphäreneinstellungen ändern, um sie eurem Sicherheitsgefühl anzupassen.

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Google Home: Dein persönlicher Assistent (Herstellervideo)

Die verschiedenen Privatsphären-Einstellungen von Google Home

Der Standard – und die sicherlich meistgenutzte Einstellung der Google-Home-Privatsphäre – ist, dass der Google Assistent dauernd bereit ist, auf das nächste „OK Google“ hin aktiv zu werden. Aber schon damit achtet, wenn man es genau nimmt, Google Home eure Privatsphäre. Denn es wird nicht ungefiltert alles Gehörte ins Internet gesendet, sondern Google Home wartet auf die gezielte Aktivierung. Erst das „OK Google“ schaltet das Gerät in den wirklichen Bereitschaftsmodus.

Ebenfalls eine Standardeinstellung ist bei Google Home SafeSearch. Diese Funktion soll „anstößige Suchergebnisse“, also beispielsweise pornografisches Material, ausblenden. Wenn ihr in Google Home SafeSearch ausschalten wollt, dann geschieht das über die Google-Home-App. Öffnet dort das Menü durch ein Tippen auf die drei Striche und geht dann zu Einstellungen → Konten und Datenschutz. Dort könnt ihr den SafeSearch-Filter an- oder ausschalten.

Falls Ihr selbst neugierig geworden seid… hier findet ihr das derzeit beste Angebot für Google Home:

Welche Informationen hat Google Home und wie werden sie verwendet?

Google Home braucht eure Daten, um sinnvoll arbeiten zu können! Das bedeutet aber nicht, dass ihr den Zugriff darauf nicht einschränken könnt. Aber – und das solltet ihr euch klar machen – je weniger Google Home darf, desto weniger sinnvoll ist seine Verwendung.

Die einfachste Privatsphären-Einschränkung ist das Ausschalten des Google-Home-Mikrofons. Sobald ihr das Mikrofon in der Google-App abgeschaltet habt, kann das Gerät nicht mehr zuhören und wird auf ein „OK Google“ nicht reagieren. In diesem Fall müsstet ihr jedes Mal vorher über die App das Mikro aktivieren, um Google Home verwenden zu können. Erkennbar ist das übrigens dadurch, dass die vier LED-Lichter oben auf dem Gerät orange leuchten. Sind gar keine Lichter zu sehen, wartet das Gerät auf Deine Ansprache.

Neben dem Ausschalten der Zuhör-Funktion könnt ihr Google Home den Zugriff auf verschiedene Daten verbieten. Google Home lernt anhand eures Suchverlaufs einiges über euch und verwendet diese Erkenntnisse, um euch immer passendere Ergebnisse zu liefern. Allerdings könnt ihr den Suchverlauf löschen. Das führt dann allerdings dazu, dass die Ergebnisse eben nicht optimal sind.

Außerdem werdet ihr bei der Geräte-Einrichtung von Google Home um die Eingabe einer Adresse gebeten. Wenn ihr das ablehnt, wird Google trotzdem eure IP verwenden, um zumindest ungefähr einzugrenzen, wo ihr euch aufhaltet. Auch hier geht es aber nicht darum, euch auszuspionieren. Das sind lediglich grundlegende Informationen, die unter anderem dazu verwendet werden, euch anhand der Ortsbestimmung die richtige Uhrzeit oder die passende Wettervorhersage präsentieren zu können.

Alle Informationen werden einerseits personalisiert dazu genutzt, um für euch die genau passenden Ergebnisse zu finden. Andererseits verwendet Google anonymisierte Daten dazu, um die allgemeinen Funktionen der Geräte und Suchmaschinen zu verbessern. Durch die Analyse der Suchanfragen und geklickten Suchergebnisse entscheidet Google unter anderem, was in der Liste oben landet – und was auf Seite 10.

10 HomeKit-Produkte, die man bereits kaufen kann

Diese Funktionen lassen sich bei Google Home aktivieren und deaktivieren!

Auf einige Informationen wird Google Home auf jeden Fall zugreifen, weil es sich um grundlegende Informationen handelt, die das Gerät zur Arbeit braucht. Da ist zum einen die Standortabfrage. Ihr habt hinsichtlich der Google-Home-Privatsphäre-Einstellungen zwar die Möglichkeit, die Angabe einer eindeutigen Adresse zu verweigern, aber dann nutzt Google die IP zur Bestimmung der Position, die kann je nachdem, welche IP euer Internetprovider ausgibt, aber woanders liegen und ihr bekommt dann die lokalen Ergebnisse von dort geliefert..

Folgende Einstellungen könnt ihr bei Google Home vornehmen:

Funktion Wofür benötigt Abstellbar?
Mithören Wartet auf Aktivierung durch „OK Google“. Ja, Mikrofon abstellbar
Standortbestimmung Für Dinge wie Uhrzeit, Wettervorhersage Nein
Persönliche Ergebnisse Bessere, zutreffendere Antworten. Greift auf Kalender, Mailinhalte, Notizen und mehr zu, um etwa Termine anhand von Flugplänen zu setzen. Ja
Suchanfragen Werden für bessere Ergebnisse verwendet Können gelöscht werden
SafeSearch Soll unangemessene Ergebnisse wie Gewalt oder Pornografie vermeiden Ja
Eingeschränkter Modus für YouTube Soll das Abspielen von Liedern und Videos mit „unangemessenen Texten“ vermeiden. Eine Art Kindersicherung. Ja

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