Google Nexus: Tablets und Smartphones, die Android definieren - Alle Infos und Artikel

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Beschreibung

Seit dem Nexus One im Jahr 2010 stellt Google ungefähr im Jahrestakt ein Smartphone vor, das als Blaupause für die jeweils neueste Android-Version dient, ab 2012 kamen auch Tablets hinzu. Die Geräte der Nexus-Familie zeichnen sich, im Gegensatz zu vielen Android-Geräten anderer Hersteller, durch das Versprechen zeitnaher Updates und dem reinen Android-System aus. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte der Nexus-Geräte.

Die Nexus-Geräte werden, zusammen mit wechselnden Herstellern, stets als Flaggschiff-Modelle für und gemeinsam mit einer neuen Android-Version vorgestellt. Fans schätzen die Nexus-Devices für ihre schnelle Versorgung mit Updates und aufgrund der Tatsache, dass darauf das Android-Betriebssystem ohne Modifikationen seitens eines Drittherstellers zum Einsatz kommt. Des Weiteren ist ihr Bootloader in der Regel problemlos entsperrbar. Die Nexus-Geräte verfügten fast ausschließlich über keine Möglichkeit der Speichererweiterung per microSD-Karte.
Alle Google Nexus-Geräte (in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung)

Google Nexus One (2010)

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Mit dem Nexus One stellte Google Anfang 2010 sein erstes Smartphone vor: Gemeinsam mit Android 2.1 Eclair war die technische Basis des Nexus One das nahezu zeitgleich lancierte HTC Desire. Die letzte offiziell per Update auf das Nexus One ausgelieferte Android-Version ist 2.3 Gingerbread. Neben einem 3,7 Zoll AMOLED-Display mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln verfügt das Nexus One über einen 1 GHz Snapdragon-Chip, 512 MB RAM und ebenfalls nur 512 MB internen Speicher, der dafür allerdings – einzigartig für die Nexus-Serie – per microSD-Speicherslot erweitert werden konnte. Markant ist der Trackball, hinter dem sich eine pulsierende Benachrichtigungsleuchte verbirgt.

Google Nexus S (2010)

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Das Nexus S wurde Ende 2010 als Flaggschiff für die Android-Version 2.3 Gingerbread vorgestellt. Es basierte auf Samsungs Erfolgsmodell Galaxy S und besitzt einen 1,0 GHz Exynos 3110 „Hummingbird“-SoC neben 512 MB RAM und 8 GB Speicher. Das 4 Zoll-Display löst mit 800 x 480 Pixeln auf. Gegenüber dem Galaxy S war die Form etwas abgerundeter und das Displayglas nach außen gewölbt. Das Nexus S war das erste Android-Smartphone, das einen NFC-Chip besaß. Die letzte offiziell auf das Nexus S ausgerollte Android-Version war 4.1.2 Jelly Bean.

Das Nexus S wurde in diversen Varianten gebaut. So besaß das Gerät in Deutschland statt des AMOLED-Panels meist ein SLC-Display. Zudem gab es Versionen für zahlreiche weltweite Mobilfunk-Bänder, so etwa das Nexus S 4G bei Sprint in den USA, das im Wimax-Netz funkte.

Galaxy Nexus (2011)

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Das Galaxy Nexus wurde im Oktober 2011 von Samsung und Google vorgestellt. Als einziges Nexus-Smartphone hat das Gerät kein direktes Hersteller-Schwestermodell vom Hersteller. Das „GNex“ besitzt ein Super AMOLED-Display mit 4,65 Zoll-Bildschirmdiagonale und der HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Es verfügt über 1 GB RAM, 16 GB internen Speicher, als CPU kommt ein TI OMAP 4460 Dual Core-Chip mit 1,2 GHz zum Einsatz, ergänzt von 1 GB RAM. Die Kamera schießt Bilder in 5 MP und filmt in 1080p mit 24 fps. Das Galaxy Nexus besitzt Software-Buttons, die von der mit der Präsentation des Gerätes vorgestellten Android-Version 4.0 Ice Cream Sandwich erstmals unterstützt wurden. Die letzte offiziell auf das Galaxy Nexus ausgerollte Android-Version ist 4.3 Jelly Bean.

In den USA gab es eine CDMA-Variante des Galaxy Nexus („toro“) mit LTE-Support für die Provider Sprint und Verizon. Da bei diesen Versionen die Auslieferung der Android-Updates immer wieder stark verzögert war, kamen harsche Proteste auf. Vom Galaxy Nexus in der GSM-Version („maguro“) existieren zwei verschiedene Versionen („yakju“ und „takju“), die baugleich sind und mittels Software-Mods auch auf die jeweils andere Variante umgestellt werden können. Einziger Unterschied zwischen beiden Versionen ist, dass bei takju die Google Wallet-App mitgeliefert wird, dennoch erhielten die beiden Geräte unabhängig voneinander Updates. Das Galaxy Nexus war das erste Gerät, das Google auch über seinen Play Store verkaufte.

Zum Test des Galaxy Nexus auf giga.de.

Google Nexus 7 (2012)

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Im Juni 2012 präsentierte Google mit dem Nexus 7 das erste „echte“ Tablet der Nexus 7-Familie. Gemeinsam mit ASUS auf Basis des auf der CES 2012 vorgestellten Asus MeMO Pad ME370T erdacht und produziert, gilt das Android 4.1-Gerät auch als Antwort auf den Kindle Fire von Amazon.

Das erste Nexus 7 existierte zunächst in Varianten mit WLAN und 8 bzw. 16 GB, im Oktober 2012 wurde eine 3G-fähige Version mit 32 GB Speicher nachgereicht. Im Nexus 7 ist ein IPS-Display mit der Auflösung von 1.280 x 800 verbaut. Mit einem NVIDIA Tegra 3 Quad Core-Chip, der auf 1,3 GHz getaktet ist und von 1 GB Arbeitsspeicher ergänzt wird, wies das Tablet zum Erscheinungszeitpunkt ein hinreichendes Maß an Performance auf. Viele Nutzer klagten jedoch nach einigen Monaten über schlechter werdende Leistung, die auf abnehmende Speicherperformance zurückzuführen war. Nach dem Update auf Android 4.3 mit TRIM-Support soll dieser Negativeffekt verringert worden sein. Vor allem dank des günstigen Preises ab 200 Euro war das Nexus 7 der Durchbruch für das bis dahin darbende Segmente der Tablets mit Android.

Zum Test des Nexus 7 (2012) auf giga.de

Google Nexus Q (2012)

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Dem auf der Google I/O 2012 vorgestellten Nexus Q war kein großer Erfolg beschieden: Der kugelförmige Media Player mit seinem ringförmigen Lichtelement war zwar interessant designt und bot ein innovatives Konzept, dank dem man beispielsweise Google Music von einem Smartphone aus per NFC auf einem Fernseher abspielen und fernsteuern konnte – das Gerät war aber funktional eingeschränkt und zu teuer, um am Markt Erfolg zu haben. Aus diesem Grund wurde das Nexus Q nach wenigen Monaten von Google sang- und klanglos eingestellt. Nachfolger im Geiste des Nexus Q sind der HDMI-Dongle Chromecast, der über ähnliche Fähigkeiten verfügt, aber deutlich kompakter und vor allem preiswerter ist. Zudem griff Google das Konzept des Nexus X mit dem 2013 vorgestellten, aber konventioneller designten Nexus Player wieder auf.

Google Nexus 4 (2012)

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Das im November 2012 gemeinsam mit Android 4.2 Jelly Bean vorgestellte Nexus 4 war das erste Gerät, das Google gemeinsam mit LG herausbrachte. Vorbild war das LG Optimus G, gegenüber dem lediglich der micro SD-Kartenslot und LTE-Support wegrationalisiert und eine etwas schlechtere 8 MP-Kameraeinheit verbaut wurde. Im Inneren kommt ein Qualcomm Snapdragon S4 Pro Quad Core-SoC zum Einsatz, ergänzt von 2 GB RAM. Die Kamera kann erstmals die so genannten Photo Spheres aufnehmen – 360 Grad-Panoramen, die aus vielen Einzelbildern zusammengesetzt werden. Neben seinem extravaganten Design mit Glasrückseite und Glitzermuster ist das Nexus 4 erstmals mit dem kabellosen Ladestandard Qi kompatibel. Wichtigstes Feature des Nexus 4 war der Preis: mit 299 Euro für die 8 GB-Version und 349 Euro für jene mit 16 GB war das Gerät zum Zeitpunkt der Veröffentlichung geradezu unverschämt preiswert.

Das Nexus 4 machte viele Schlagzeilen, positiver wie negativer Art: So herrschte beim Verkaufsstart großes Chaos, da der Play Store aufgrund des Ansturmes zusammenbrach. Dann stellte sich heraus, dass das Nexus 4, obwohl nominell nicht LTE-kompatibel, den schnellen Datenstandard trotzdem unterstützt – wenngleich nur in bestimmten Bändern, die nur in wenigen Ländern existierten. In Deutschland kann das Nexus 4 maximal mit HSPA+ betrieben werden.

Zum Test des Nexus 4 auf giga.de.

Google Nexus 10 (2012)

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Mit dem Nexus 10 stellte Google zusammen mit Samsung, ebenfalls im Oktober 2012, das erste Tablet der 10-Zoll-Klasse in der Nexus-Familie vor. Das Gerät verfügt über die bei Vorstellung einzigartige Bildschirmauflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln, allerdings „nur“ über ein Exynos 5250-Dual Core-SoC mit 1,7 GHz Takt und einer ARM Mali T604-GPU. Das Nexus 10 weist zudem eine 5 MP-Kamera mit LED-Blitz auf und kam in Varianten mit 16 und 32 GB auf den Markt – allerdings ausschließlich mit WLAN-Konnektivität.

Zum Test des Nexus 10 auf giga.de.

Google Nexus 7 (2013)

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Im Juli 2013 stellte Google, zeitgleich mit der Android-Version 4.3, die zweite Version des Nexus 7 vor. Abermals zusammen mit ASUS entwickelt wurde das Nexus 7 an fast jedem Ende gegenüber seinem Vorgänger verbessert: So löst das IPS-Display nun in Full HD-fähigen 1.920 x 1.200 auf, das Gehäuse ist schmaler und wertiger verarbeitet. Als Prozessor kommt nominell ein Qualcomm Snapdragon S4 Pro Quad Core-Chip zum Einsatz, der sich allerdings als auf 1,5 GHz heruntergetakteter Snapdragon 600 entpuppte. Das neue Nexus 7 verfügt zudem über 2 GB RAM und eine Rückkamera mit 5 MP Auflösung. Es wurde in WLAN-Versionen mit 16 und 32 GB sowie einer LTE-fähigen Variante mit 32 GB internem Speicher verkauft.

Zum Test des Nexus 7 (2013) auf giga.de

Google Nexus 5 (2013)

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Nexus 5 Unboxing und Hands On

Im Oktober 2013 zeigte Google das Nexus 5, ein Smartphone, das erneut gemeinsam mit LG entwickelt wurde und dessen Hardware-Basis das LG G2 (Test) darstellte. Das Smartphone mit 5 Zoll-Display ist mit einem Snapdragon 800-SoC, 2 GB RAM und 8 MP-Kamera mit optischem Bildstabilisator ausgestattet. Das Nexus 5 war das erste Gerät, das mit Android 4.4 KitKat auf den Markt kam, es wurde in Varianten mit 16 und 32 GB verkauft und bot, wie schon sein Vorgänger, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. So kostet die kleinere Version 349 Euro im Google Play Store, die größere 399 Euro.

Zum Test des Nexus 5 auf giga.de.

Google Nexus 6 (2014)

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Nexus 6 Unboxing

Ein neues Jahr, ein großer Android-Versionssprung von Version 4.4 auf 5.0 und natürlich auch ein neues Smartphone aus dem Hause Google: Das ehemals zu Google gehörende Unternehmen Motorola zeigte im Oktober 2014 das Nexus 6 und musste sich zusammen mit dem Auftraggeber und Betriebssystem-Bereitsteller durchaus mit Kritik auseinandersetzen. Für manchen Kunden war das 5,96 Zoll in der Bildschirmdiagonale messende Display mit einer WQHD-Auflösung von 1.440 x 2.560 Pixeln zu groß. Google wiegelte ab, der Bildschirm des Geräts habe exakt die richtige Größe und sei nicht zu groß, man müsse sich nur an das Smartphone heranwagen.

Weiter haben wir es beim Nexus 6 mit einem klassischen High-End-Gerät zu tun, das mit dem Quad-Core-Prozessor Qualcomm Snapdragon 805 mit 2,7 GHz je Kern, einer 13 MP-Kamera mit optischem Bildstabilisator, 3 GB RAM und wahlweise 32 oder 64 GB internem Speicher ausgestattet ist. Natürlich kam beim Marktstart die aktuellste Android-Version 5.0 zum Einsatz, die mittlerweile auf die Version 5.1 aktualisiert wurde. Unverbindliche Preisempfehlung bei Marktstart: 599 für die 32 GB- und 649 Euro für die 64 GB-Variante.

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Google Nexus 9

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Nexus 9: Ausführliches Hands-On

Ebenfalls im Oktober 2014 erblickte das Tablet Nexus 9 das Licht der Technik-Welt. Die Entwicklung und Bereitstellung des Tablets wurde in HTCs Hände gelegt. Der taiwanische Hersteller verpasste dem Gerät 2 GB Arbeitsspeicher, den NVIDIA Tegra K1 mit Zweikern-Prozessor mit 2,3 GHz je Kern und einen 6.700 mAh-Akku. Als erstes Nexus-Gerät überhaupt besaß das Nexus 9 damit ein 64-Bit-SoC. Das Nexus 9 ist in den Speichergrößen 16 und 32 GB erhältlich, der Kamerasensor löst auf der Rückseite mit 8 MP auf, auf der Front kommen 1,6 MP zum Einsatz. Das Nexus-Tablet mit einer ungewöhnlichen Bildschirmgröße von 8,9 Zoll hat eine Bildschirmauflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln. Einige Käufer beschwerten sich über Lichthöfe (deutlich heller ausgeleuchtete Punkte auf dem Bildschirm), knarrende Rückseiten und Buttons mit viel Spiel.

Zum Test des Nexus 9 auf giga.de.

Google Nexus 5X

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Nexus 5X Unboxing

In Zusammenarbeit mit LG stellte Google Ende September 2015 das Nexus 5X vor. Das Gerät mit einem 5,2 Zoll-Bildschirm mit einer Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, dem Qualcomm-Snapdragon 808 mit sechs Kernen und 2 GB Arbeitsspeicher verfügt überdies über einen Fingerabdrucksensor und USB Typ C-Anschluss, über den das Gerät geladen und mit einem Computer verbunden werden kann. Weiter steckt in dem Gerät eine 12,3 MP-Kamera auf der Rückseite und ein 5 MP-Sensor auf der Vorderseite. Der Akku ist 2.700 mAh groß und der interne Speicher beläuft sich auf 16 GB oder 32 GB. Als Betriebssystem kommt Android 6.0 Marshmallow zum Einsatz, damit zählt das Nexus 5X zu einem der Vorzeige-Geräte des Google-Betriebssystems.

Auch lesen: Unser Test des Nexus 5X auf GIGA.DE

Google Nexus 6P

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Nexus 6P Unboxing und erster Eindruck

Mit dem Nexus 6P gebührte dem chinesischen Hersteller Huawei das erste Mal die Ehre, ein Nexus-Smartphone stellen zu dürfen. Präsentiert wurde es Ende September zusammen mit dem Nexus 5X. Bei dem Gerät handelt es sich um ein Phablet, dessen WQHD-Bildschirm 5,7 Zoll in der Diagonale misst. Als Prozessor kommt der leistungsstarke Qualcomm Snapdragon 810 mit 64 Bit-Architektur und 8 Kernen zum Einsatz, flankiert von 3 GB Arbeitsspeicher. Mit einem Fingerabdrucksensor, einer 12,3 MP-Rückkamera, einer 8 MP-Frontkamera und Frontlautsprechern ist das Gerät auf der Höhe der Zeit. Der Akku misst großzügige 3.450 mAh. Das Nexus 6P ist in den Speichergrößen 32, 64 und 128 GB verfügbar. Als Betriebssystem kommt das zur Veröffentlichung aktuellste Android 6.0 Marshmallow zum Einsatz.

Google Nexus: Veröffentlichte Geräte in der Übersicht

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Die Evolution der Nexus-Smartphones als Animation (Quelle: GadgetLove)

Gerät Typ Hersteller Bilschirmgröße Preis (UVP) / aktuell Marktstart (international)
Nexus One Smartphone HTC 3,7 Zoll 400 Euro / 05.01.10
Nexus S Smartphone Samsung 4 Zoll 579 Euro / 16.12.10
Galaxy Nexus Smartphone Samsung 4,65 Zoll 679 Euro / 17.11.11
Nexus 7 (2012) Tablet ASUS 7 Zoll 199/249 Euro (16/32 GB)/ 27.06.12
Nexus 4 Smartphone LG 4,7 Zoll 299/349 Euro (8/16 GB) / aktuell keine Neuware verfügbar 13.11.12
Nexus 10 Tablet Samsung 10 Zoll 399 Euro (16 GB, WiFi) / ab 13.11.12
Nexus 7 (2013) Tablet ASUS 7 Zoll 229 Euro / 26.06.13
Nexus 5 Smartphone LG 4,95 Zoll 349/399 Euro (16/32 GB) / 31.10.13
Nexus 6 Smartphone Motorola 5,96 Zoll 599/649 Euro (32/64 GB) / 29.10.14
Nexus 9 Tablet HTC 8,9 Zoll 399/489 Euro (16/32 GB, WiFi) / 03.11.14
Nexus 5X Smartphone LG 5,2 Zoll 479/529 Euro (16/32 GB, WiFi) 29.09.15
Nexus 6P Smartphone Huawei 5,7 Zoll 649/699/799 Euro (32/64/128 GB, WiFi) 29.09.15

Beinahe-Google-Nexus-Geräte

Neben den offiziellen Nexus-Geräten hat Google über die Zeit mit einigen Herstellern noch andere Tablets und Smartphones entwickelt, die hier ebenfalls erwähnt werden sollen.

HTC Dream/T-Mobile G1 (2008)

T-Mobile G1 launch event

Das G1 war das erste frei verfügbare Android-Gerät überhaupt. Als Ergebnis der Kooperation Googles mit T-Mobile USA und HTC aus dem Jahr 2008 bot das aus heutiger Sicht kurios wirkende Smartphone eine Schiebetastatur, einen Trackball und ein 3,2 Zoll-Display in der Auflösung von 480 x 320 Pixeln. Das eigentlich HTC Dream genannte Gerät besitzt zudem eine Qualcomm-CPU mit 528 MHz, 192 MB RAM und 256 MB internen Speicher, der per micro SD-Karte erweitert werden kann. Das G1 wurde mit Android 1.1 ausgeliefert, die letzte offiziell auf das G1 verteilte Android-Version war 2.1 „Eclair“.

Motorola XOOM (2011)

Motorola-XOOM-Update

Das 10,1-Zoll-Tablet Motorola XOOM war ein so genanntes Google Experience-Gerät und wurde im Januar 2011 dafür genutzt, die speziell auf Tablets optimierte Android-Version 3.0 „Honeycomb“ zu präsentieren. Das mit einem auf 1 GHz getakteten Tegra 2-Dual Core-SoC und 1 GB MB RAM ausgestattete Gerät war allerdings kaum erfolgreich. In den USA gab es speziell beim US-Mobilfunkanbieter Verizon eine LTE-fähige Version, in Deutschland wurde nur die 3G-kompatible sowie die WLAN-Version angeboten.

Google Play Editions

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Die 2013 und 2014 ursprünglich mit Herstelleranpassungen veröffentlichten Geräte HTC One (M7), M8, Samsung Galaxy S4 GT-I9505, Moto G (1. Generation), Sony Xperia Z Ultra, LG G Pad 8.3, gingen im selben Jahr US-exklusiv in Varianten, die man über den Google Play Store beziehen kann und die über das „reine“ Stock-Android verfügen, in den Handel. Ebenso wie die Nexus-Geräte sollen die Google Play-Editionen zeitnahe Aktualisierungen erhalten. Beide Geräte kamen ursprünglich mit Android 4.2 auf den Markt.

Android One

Android One: Preiswerte Google-Phones mit Startschwierigkeiten in Indien Bild

Speziell für Entwicklungsländer hat Google das Android One-Programm aufgelegt. Die Smartphones sind preiswert, und verfügen, obwohl sie von verschiedenen Herstellern gefertigt werden, über ähnliche Hardware. Android One-Smartphones werden, wie die Nexus-Geräte, ebenfalls schnell mit den neuesten Android-Versionen ausgestattet – Android 5.1 Lollipop wurde sogar noch vor der offiziellen Präsentation erstmals auf Android One-Geräten gesichtet. In einem separaten Artikel findet man weitere Infos zu Android One.

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