Design-Festplatte und Ladegerät: Iomega Mac Companion

Ralf Bindel
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Das Angebot an externen FireWire-Festplatten geht zurück, Modelle mit dem neuen Thunderbolt sind noch nicht zu haben und voraussichtlich teuer. Auf das langsame USB 2.0 will man als Apple-Nutzer für den Datentransfer auch nicht setzten. Iomega wagt sich in der Mac Companion noch einmal mit der FireWire-Technologie vor. Die Platte ist aber nicht nur auf Grund fehlender Thunderbolt-Alternativen interessant.

Spätestens als Apple Anfang des Jahres den ersten Thunderbolt-Mac vorstellte, wurde es jedem klar: Das innovative FireWire ist eine aussterbende Technologie. Den direkten Nachfolger von FireWire 800FireWire 3200, viermal schneller als das maximal 800 MBit/s übertragende FW800, wird Apple nicht für seine Produkte nutzen.

Schon zuvor war das Angebot von Drittanbietern im FireWire-Bereich zurück gegangen. Gefühlt seit ewig verfolgen wir das Angebot von FireWire-Festplatten bei Geizhals.at oder billiger.de. Das lässt sich dort nach Schnittstellen sortieren. Repräsentativ ist das natürlich nicht, aber wichtiger ist für uns die Entwicklung, dass die FireWire-Platten im Verhältnis zu den USB-Speichern viel teurer geworden sind. War der Preisunterschied früher minimal, liegt er heute bei über 100 Prozent.

Trotz dieser Angebotsreduzierung fehlen auch ein halbes Jahr nach dem Markstart des MacBook Pro mit Thunderbolt weiterhin externe Massenspeicher für den neuen Anschluss. Auf den deutschen Apple-Thunderbolt-Seiten sind zwei RAID-Systeme und eine Festplatte angekündigt. Die von LaCie im Februar 2011 vorgestellte LaCie Little Big Disk Thunderbolt soll “im Sommer 2011″ erhältlich sein. Wann, wenn nicht jetzt?

Vorausgesetzt also, man möchte nicht auf das weit verbreitete, aber langsame USB 2 setzen, bleibt einem auf der Suche nach mehr Massenspeicher keine Wahl: Man ist genötigt, weiterhin FireWire-Geräte zu kaufen. Dies hat wohl auch Iomega erkannt und bringt mit der Mac Companion eine neue externe FireWire-Festplatte auf den Markt. Schließlich haben auch die neuen Macs bis auf die MacBook Air weiterhin auch noch einen FireWire-800-Anschluss.

Die Mac Companion ist aber nicht nur externer Speicher, sondern sieht dazu im Alu-Design auch noch schick aus. Sie passt auf den Fuß von iMac und Cinema-(Thunderbolt sic!)-Display und ist gleichzeitig USB-Hub und Aufladestation für iPad, iPhone und iPod touch.

Mehr als nur eine Festplatte

Iomegas Mac Companion kann wahlweise über USB 2 oder FireWire 800 angeschlossen werden, auch ein Adapterkabel auf FireWire 400 liegt bei. Zum Anschluss weiterer Geräte stehen ein zusätzlicher FireWire 800 Port und zwei USB 2 Ports bereit.

Da die Festplatte über ein eigenes Netzteil mit Strom versorgt wird, liefern alle Ports genug Strom, um weitere Geräte zu versorgen. Speziell für iPad und Co. wird ein USB-Port mit  2.1 Ampere versorgt, damit lädt das iPad besonders schnell. Über die Zusätzlichen Anschlüsse lassen sich aber auch weitere Peripheriegeräte wie zum Beispiel Drucker anschließen.

Schlicht und elegant

Die Mac Companion fügt sich nahtlos in jeden Apple-Arbeitsplatz. Das Design ist schlicht in silber und schwarz gehalten, die Platte kommt ganz wie die aktuelle Reihe der Macs. Darüber hinaus passt die Festplatte genau auf den Fuß von iMac und Cinema Display.

Nach der Installation eines Zusatz-Tools informieren vier LED an der Vorderseite grob über den Füllstand der Platte. Die Anschlüsse sind zum größten Teil an der Rückseite gelegen, der leistungsstarke USB-Anschluss zum Laden des iPad befindet sich an der rechten Seite.

Kapazität und Ausstattung

Iomega bietet die Mac Companion in zwei Varianten an, mit zwei und drei Terabyte, ansonsten gleichen sich die Modelle. Beide sind mit HFS+ formatiert und können daher direkt eingesetzt werden. Die 3,5-Zoll-Scheiben drehen mit 7200 Umdrehungen pro Minute.

Alle nötigen Anschlusskabel werden mitgeliefert, außerdem ist die Iomega Protection Suite im Preis enthalten. Darin befindet sich mit QuickProtect ein Werkzeug zum automatischen Erstellen von Backups, MozyHome bietet dazu 2 Gigabyte Online-Backup-Speicherplatz.

Vorteile
+ schneller FireWire-Anschluss
+ USB-/FireWire-Hub
+ iPad-/iPhone-Ladestation

Nachteile
- relativ teuer

Fazit und Verfügbarkeit

Die Iomega Mac Companion ist dann sinnvoll, wenn auch die Zusatzfunktionen wie der USB-Hub oder das Online-Backup genutzt werden sollen. Insbesondere der Lade-Port für iPad und Co. dürfte im Alltag für den aufgeräumten Schreibtisch praktisch sein. Für den Einsatz als einfache externe Festplatte erscheint sie trotz des gelungenen Designs zu teuer. Dafür gibt Iomega drei Jahre Garantie.

Die Mac Companion ist ab sofort verfügbar. Als Unverbindliche Preisempfehlung nennt Iomega 219 Euro für das Modell mit 2 TB und 329 Euro für die 3 TB Variante. Bei Amazon kostet die Mac Companion 2 TB

* zur Zeit 227,46 Euro, die Mac Companion 3 TB
* 338,22 Euro. In vielen Online-Shops sind die Mac Companion bereits ab 180 beziehungsweise 270 Euro zu haben. Bei billiger.de starten die Mac Companion Platten* ab 204 Euro.

Iomega Mac Companion
Hersteller: Iomega
Kapazität: 2 und 3 Terabyte
Besonderheiten: Design, Ladestation für iPhone, iPad und iPod touch
Preis: ab 180 Euro (2 TB) und ab 270 Euro (3 TB)

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