Marshall Headphones MONITOR: Die überaus schicken Kopfhörer im Test

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Marshall Headphones MONITOR: Die überaus schicken Kopfhörer im Test

In letzter Zeit habe ich auch immer mal wieder die Möglichkeit, Kopfhörer zu testen. Natürlich ist das gerade für Mobilfunkgeräte nicht ganz unwichtig, dienen diese doch auch dazu, unterwegs Musik zu hören. Heute geht es um das Modell namens MONITOR aus dem Hause Marshall Headphones.

Eins vorneweg: Ich hab mich direkt in diese Kopfhörer verliebt. Schon als ich sie aus der Verpackung genommen habe, war ich hin und weg. Es könnte also sein, dass diese Review nicht ganz objektiv ist. Aber das ist bei Kopfhörern wahrscheinlich generell etwas schwierig, weshalb das in Ordnung gehen dürfte. Kommen wir also zu dem schönen Teil.

Während ich diese Review schreibe, sitzt der Marshall MONITOR (wie eigentlich auch schon die letzten 10 Tage) fest auf meinem Kopf und beschallt mich mit einer Band namens Talkdemonic. Und das klingt alles verdammt gut. Nicht nur wegen der Band, sondern natürlich auch wegen des Kopfhörers. Aber ich greife vor.

Meine erste Begegnung mit Marshall hatte ich, als ich mit 14 in einer Punkband Gitarre spielte und in dem damaligen Proberaum ein Marshall-Verstärker stand. Heute, fast 20 Jahre später, habe ich im Rahmen meines Jobs die Möglichkeit, mir ein paar schicke Hifi-Kopfhörer des gleichen Unternehmens auf den Kopf zu setzen. Wer hätte das gedacht? Apropos schick: Kommen wir endlich zum Aussehen des Marshall MONITOR.

Marshall Headphones MONITOR: Design und Verarbeitung

Eigentlich lässt sich der Marshall MONITOR schnell mit einem Wort beschreiben: Schön! Insgesamt in Schwarz gehalten, ist der MONITOR am Bügel mit Leder überzogen. Das dortige Ledermuster wird auch auf den Ohrmuscheln des Kopfhörers wiederholt. Auch wenn diese mit Kunststoff versehen sind, sieht das einfach gut aus. Auf selbigen prangt zudem deutlich aber dennoch unaufdringlich der Markenschriftzug des Unternehmens.

Die Stärke des Designs liegt in meinen Augen aber vor allem in dessen Schlichtheit und der Liebe zum Detail: Wie jeder Kopfhörer ist auch der Marshall MONITOR mit einer Kennzeichnung für den rechten und den linken Hörer ausgestattet, Marshall setzt hier aber auf zwei schicke goldene Plaketten, die im Inneren des Bügels angebracht sind. Diese dezente, goldenen Elemente werden durch die Scharnier-Schrauben in den Bügel-Enden und am auswechselbaren Klinke-Kabel wiederholt. Das wirkt edel, ohne protzig zu sein.

Marshall Headphones Monitor

Auch gut gefällt mir, dass sich an beiden Ohrmuscheln ein Klinke-Eingang für das Spiralkabel befindet. Je nachdem, wo man den Kopfhörer anschließt, kann man so problemlos die Seite des Kabels wechseln (im Büro steht mein Laptop auf der linken Seite meines Tisches, somit sollte der Kopfhörer natürlich möglichst von links angeschlossen werden. Unterwegs möchte ich allerdings, dass das Kabel von rechts aus dem Kopfhörer kommt, da ich mein Smartphone, mit dem ich meistens Musik höre, in der rechten Hosentasche trage). Ach ja, oder man kann auch einfach einen zweiten Kopfhörer über den MONITOR anschließen. Wenn das mal nicht luxuriös ist.

Etwas anders als bei vielen anderen Kopfhörern ist beim MONITOR die Verkabelung, die zwischen Ohrmuscheln und Bügel offen ist. Das könnte auf Dauer definitiv eine Schwachstelle sein, sieht aber trotzdem sehr schön aus. Und wo ich gerade bei den Bügeln bin: Hier setzt Marshall auf Metall anstatt auf Plastik und das ist wirklich sehr solide verarbeitet. Generell ist der MONITOR sehr gut konstruiert und vermittelt das Gefühl, auch in ein paar Jahren bei guter Pflege noch genauso gut auszusehen und auf dem Kopf zu sitzen.

Ach ja, und dann ist der Marshall auch noch mit einem Mikrofon und einer einfachen Fernbedienung (ein Knopf zum Starten und Stoppen von Liedern) ausgestattet. Und dies ist das schwächste Teil der Kopfhörer. Zum einen funktioniert das Mikro für Telefonie eigentlich nur dann gut, wenn man sich dieses ziemlich genau vor den Mund hält. Lässt man es nur baumeln, ist der Klang schnell eher mau.
Die Fernbedienung funktioniert leider nur für iOS-Geräte, was ich als Android-Nutzer natürlich sehr schade finde. An iPhone und iPad funktioniert das Teil aber zuverlässig. Mit einem Klick kann man Telefonate annehmen und beenden oder Lieder starten und stoppen. Ein Doppelklick springt zum nächsten Lied, ein dreifaches Klicken bringt den Hörer ein Lied zurück. Hier hätte ich mir außerdem noch gewünscht, dass die Fernbedienung noch einen Lautstärkeregler bekommt und das Ganze vielleicht etwas hochwertiger und passender zum Rest des Kopfhörers gebaut worden wäre.

Marshall Headphones MONITOR: Der Klang

Auch klanglich trifft der MONITOR meinen Geschmack genau, ich möchte fast sagen: Für einen Hifi-Kopfhörer klingt das für mich nahezu perfekt. Satte Bässe, ausgewogene Mitten, klare Höhen. Und dabei ist es völlig egal, welche Musik gerade läuft: Basslastige Beats werden ebenso satt vermittelt wie orchestrale Stücke mit vielen verschiedenen Instrumenten, egal ob akustisch oder elektronisch, der Klang stimmt.

Wem der Sound von Haus aus etwas zu “muffig” bzw. “dumpf” erscheint, der wird beim Marshall MONITOR eine ganz besondere Eigenschaft zu schätzen wissen, die auf den Namen F.T.F. System hört: F.T.F steht für Felt Treble Filter und bezeichnet zwei integrierte Filzplatten, die sich schnell herausnehmen lassen. Die Kopfhörerpolster lassen sich nämlich ganz einfach entfernen (sie sind “nur” magnetisch befestigt, wirken auf den ersten Eindruck aber als könnte man sie nicht abnehmen). Darunter erscheint jeweils eine entfernbare kleine Stoffplatte aus Filz, die insgesamt für einen etwas wärmeren und “enspannteren” Klang sorgt. Entfernt man diese, werden die Bässe etwas weniger betont und die Mitten und Höhen kommen deutlicher heraus. Mir persönlich gefällt der Klang aber besser, wenn die Platten eingelegt sind, aber das ist natürlich Geschmackssache. Jedenfalls bekommt man durch diese Funktion einen Kopfhörer, der zwei sehr unterschiedliche Klangbilder liefert.

Marshall-Headphones-Monitor

Marshall Headphones MONITOR: Der Tragekomfort

In meinen Augen hat der Marshall Monitor die perfekte Größe für meinen Dickschädel. Die weich gepolsterten Ohrmuscheln passen gut auf meine Ohren, trotz meiner Brille drückt hier auch nach langem Hören nichts. Nach einer Weile wird es unter dem Kopfhörer allerdings etwas warm, weshalb man vielleicht mal kurz “durchlüften” sollte. Der Kopfhörer hat ein wirklich sehr angenehmes Gewicht, was natürlich auch beim Transport fernab vom Kopf ein Plus ist.

Dank eines 12-stufigen Rasters im Kopfhörerbügel kann man den MONITOR wirklich genau so anpassen, dass er perfekt auf dem Kopf sitzt. Das Polster im oberen Bereich des Bügels sitzt auch sehr angenehm auf dem Kopf und rundet so das Bild des MONITOR ab.

Marshall Headphones MONITOR: Mein Fazit

Der Marshall MONITOR ist genau das Stück Technik zum Musik hören, das ich mir auch für private Zwecke kaufen würde. Die Verarbeitung, die Materialen, das Design, der Komfort und der Klang sind ganz nach meinem Geschmack. Allerdings muss man auch bereit sein, für das gute Stück ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen, denn der Marshall MONITOR kostet neu 199 Euro, was natürlich kein Pappenstiel ist, vor allem in Anbetracht der großen Konkurrenz, die es gibt. Deshalb ist meine richtige Wertung eigentlich auch eher 4 1/2 Sterne, aber halbe Sterne können wir (noch) nicht eintragen. Wenn euch der Preis aber nicht abschreckt, könnt ihr den Marshall Headphones MONITOR zum Beispiel bei Amazon käuflich erwerben.

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Marshall Headphones MONITOR: Bildegalerie

Bildergalerie marshall-headphones-monitor

Marshall Headphones MONITOR: Technische Spezifikationen

  • Transducer: Cumsom Made 40mm Dynamic Driver
  • Impedance: 42 Ohm
  • Sensitivity: 100mV@1 kHz = 99dB SPL
  • Frequency Response: 10Hz-20kHz
  • WBCV: 113mV 

Weitere Infos zu Marshall-Produkten findet ihr natürlich auch auf der offiziellen Webseite.

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