Statt Mini DisplayPort: Sony will Thunderbolt angeblich in USB-Anschluss integrieren

Als Apple im Februar die jüngste MacBook-Pro-Generation vorstellte, überraschte das Unternehmen damit, dass es Intels Thunderbolt-Anschluss mit dem Mini DisplayPort kombinierte. Intels Thunderbolt-Prototypen – damals noch unter den Namen Light Peak – arbeiteten noch mit einem USB-Stecker. Eben diese Lösung soll jüngsten Gerüchten zufolge Sony für seinen Laptop-/Desktop-Hybrid-Rechner Vaio Hybrid PC wählen. Möglicherweise besteht die Gefahr einer Thunderbolt-Fragmentierung durch verschiedene Stecker für dieselbe Schnittstelle.

Auf Sonys Servern ist das Bild eines Vaio-Rechners aufgetaucht, den Sony mit den Worten “Ultimate Mobile PC” beschreibt. Laut Engadget handelt es sich dabei um ein Bild des Vaio Hybrid PC, der mit Hilfe der hohen Geschwindigkeit der Thunderbolt-Schnittstelle die Verbindung zu einem Dock aufnehmen kann, das den Rechner mit einem USB-3.0-Anschluss, HDMI- und Ethernet-Anschlüssen, einem Blu-ray-Disc-Brenner sowie einer leistungsfähigeren AMD-Whistler-Grafikkarte ausstattet. In Verbindung mit diesem Dock soll das Core-i7-Notebook dann so leistungsfähig sein wie ein Desktop-Rechner – ein ähnliches Konzept wie Apples Duo Dock in Verbindung mit den PowerBook-Duo-Rechnern in den 1990er Jahren.

Wer sich die Schnittstellen des Bilds von Sonys “Ultimate Mobile PC” anschaut, erkennt, dass sich dort kein Mini DisplayPort befindet. Stattdessen verfügt der Rechner zumindest an an der rechten Seite lediglich über einen USB-Anschluss. Der “vertrauenswürdigen” Engadget-Quelle zufolge soll eben dieser Anschluss auch für die Thunderbolt-Schnittstelle zuständig sein. Das USB Implementers Forum, das für die Standardisierung der USB-Schnittstelle zuständig ist, hatte zuvor angedeutet, dass es mit Intels Prototyp-Lösung des kombinierten Anschlusses nicht glücklich war – USB-Anschlüsse seien keine Multifunktions-Anschlüsse, die auch andere Technologien unterstützen sollen.

Möglicherweise konnte sich Sony mit der Organisation darüber einig werden, USB 3.0 und Thunderbolt nun doch im selben Anschluss zu kombinieren. Der Laptop-Hersteller möchte es möglicherweise vermeiden, auf den Mini DisplayPort zu setzen. Diesen hatte immerhin der Konkurrent Apple entwickelt, der mittlerweile allerdings kostenlose Lizenzen vergibt. Möglicherweise will Apple den eigenen Anschluss-Standard durch die Integration von Thunderbolt stärken – und Sony will dabei wohl nicht mitmachen. Für den Kunden könnte so eine Fragmentierung durch verschiedene Thunderbolt-Geräte mit verschiedenen Anschlüssen drohen.

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