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Motorola Moto 360: 10 Fakten zur innovativen Android Wear-Smartwatch

Andreas Floemer
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Google hat am vergangenen Dienstag mit Android Wear seine Software-Plattform für Smartwatches und Wearables vorgestellt. Im gleichen Zuge präsentierte Motorola mit seinem Moto 360 eine Smartwatch, die anderen Herstellern das Wasser in die Augen treibt. Leider wurden nicht sonderlich viele Details offenbart – in einem Hangout, der gestern abgehalten wurde, brachte Jim Wicks, Chefdesigner der schicken und smarten Uhr, aber ein wenig Licht ins Dunkel.

Motorola Moto 360: 10 Fakten zur innovativen Android Wear-Smartwatch

Die ersten Bilder, die Motorola von seiner Moto 360 am Dienstag zeigte, wirkten beinahe zu schön, um wahr zu sein, oder wie Mockups, die Photoshop entsprungen waren. Doch das Produkt ist tatsächlich echt. Jim Wicks trug bereits ein funktionierendes Modell während des gestrigen Interviews und spielte sogar ein wenig damit herum, wie in diesem Instagram-Video zu erkennen ist:

Wicks betonte im Hangout allerdings, dass es sich derzeit noch um einen Prototypen handelt, der softwareseitig auf der Android Wear-Preview-Version basiert. Bis zum Sommer – es gibt derzeit noch keinen konkreten Termin für den Launch des finales Produkts – wolle man das Produkt allerdings marktreif haben. Im Hangout ging er auf allerhand Fragen aus der Community ein – hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Details:

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10 Fakten zur Moto 360

  1. Wie bei einer echten Uhr kann auf dem Display stets die Zeit angezeigt werden. Dies deutet darauf hin, dass die Moto 360 möglicherweise eine optionale Always-On-Funktion besitzt, durch welche die Akkulaufzeit durchaus stark beeinträchtigt werden dürfte – schließlich handelt es sich beim Screen, wie am bunten Watchface zu erkennen ist, nicht um ein akkufreundliches E-Ink-Display, das nur Schwarz-Weiß darstellen kann, sondern höchstwahrscheinlich um ein AMOLED-Panel.
  2. Das Armband der Moto 360 kann relativ leicht ausgewechselt werden, denn es besitzt wie eine handelsübliche Uhr einen Federstift, für den lediglich ein kleines Werkzeug benötigt wird, das jeder Uhrmacher besitzt und auch im Handel erhältlich ist. Es ist ferner davon auszugehen, dass Motorola direkt, oder auch Drittanbieter, eine kleine Kollektion an Armbändern für die Smartwatch anbieten wird, zumal Wicks andeutete, dass Anpassungen an die eigenen Wünsche sehr relevant seien.
  3. Das Interface der Smartwatch entspricht dem kartenbasierten Design von Google Now, das sowohl auf Android, iOS und auch Google Glass zum Einsatz kommt. Dies war bereits bei der Vorstellung von Android Wear am Dienstag ersichtlich. Android Wear ist sowohl für eckige als auch runde Smartwatch-Designs entwickelt worden, sodass seitens Motorola keine zusätzlichen Software-Anpassungen vorgenommen werden müssen.
  4. Der Durchmesser der runden Uhr besitzt, wie Wicks berichtet, etwa eine Größe von 46 Millimetern, was nicht sonderlich klein ist. Allerdings wirkt die Moto 360 dank ihrer klassischen, runden Form weniger massiv als die der aktuellen Konkurrenzprodukte, die allesamt über ein eckiges Display verfügen.
  5. Auf die Frage, wie die Uhr überhaupt aufgeladen wird, wollte Wicks nicht konkret eingehen. Allerdings gab er einen Hinweis: Es existiert kein USB-Port, schließlich störe so etwas den ästhetischen Ansatz, den man verfolgt. Es deutet sich also an, dass die Moto 360 eine kabellose Aufladeoption besitzt – ob aber der Qi Wireless-Standard verwendet wird, bleibt noch ein Geheimnis. Allerdings läge Qi Wireless nahe, da der Hersteller Mitglied des entsprechenden Konsortiums ist.
  6. Auf die Frage, ob es eine kompaktere Edition speziell für Frauen geben wird, entgegnete Wicks: „Viele Frauen kaufen sich große Uhren.“ Dies deutet darauf hin, dass (vorerst) nur die eine Größe angeboten wird.
  7. Die Moto 360 wird selbstredend mit allen Motorola-Smartphones kompatibel sein. Besitzer von Geräten anderer Hersteller können aber aufatmen, denn die Smartwatch kann mit allen Smartphones kommunizieren, auf denen Android 4.3 und neuer installiert ist.
  8. Es wird keine Version speziell für Linkshänder geben. Muss es auch nicht, denn das Interface der Uhr dreht sich automatisch. So kann man die Moto 360 problemlos auch am rechten Arm tragen.
  9. Die Moto 360 wird nicht wasserfest sein, allerdings wasserresistent – Spritzwasser wird dem Gerät also nichts anhaben können.
  10. Im Unterschied zur Samsung Gear 2 besitzt die Moto 360 keine Kamera. Bei Motorola wird dieses Feature als nicht essentiell betrachtet.

Motorola beabsichtigt die Smartwatch im Laufe des Sommers auf den Markt zu bringen, ein Termin steht noch nicht fest, ebenso wird noch kein Preis genannt. Die gute Nachricht ist, dass man beabsichtigt, die Moto 360 auf verschiedenen Märkten anbieten zu wollen, ganz wie die eigenen Smartphone-Modelle. Wir hoffen, dass es diese äußerst schicke Smartwatch auch nach  Europa schaffen wird und der Preis sich noch im erträglichen Rahmen bewegen wird.

Hier der komplette Hangout mit Jim Wicks:

[via GigaOm]

Weitere Themen: Google Smartwatch, Motorola Mobility

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