RHA MA150 Kopfhörer: Kleine Packung, großer Inhalt (Testbericht)

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GIGA-Wertung:
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Nicht jeder will unterwegs Musik mit Bügelkopfhörern hören. Hier in Berlin geht der Trend oft zwar hin zu kleinen Studioboxen, die man sich an den Kopf bindet, aber es geht auch etwas komfortabler, ohne dass man dabei tief in die Tasche greifen oder auf guten Klang verzichten muss. Ein gutes Beispiel ist der RHA MA150.

RHA MA150 Kopfhörer: Kleine Packung, großer Inhalt (Testbericht)

RHA MA150: Klein aber oho

Zunächst einmal vielleicht die technischen Spezifikationen der In-Ear-Kopfhörer MA150 von RHA:

  • 10mm Mylar Treiber
  • 16-22,000Hz
  • 16ohms
  • 103dB
  • 3/10mW
  • 7 Gramm
  • 1.2m Y-Kabel mit Kabelsicherung

RHA MA150: Das Design

So richtig viel zu designen gibt es bei In-Ear-Kopfhörern gibt es ja nun eigentlich nicht (Produktdesigner mögen meiner Aussage bitte verzeihen, ich sehe das Ganze in Relation zu umfangreicher zu gestaltenden Produkten wie etwa Autos oder Haushaltsgegenstände). Dennoch lässt sich über die RHA MA150 sagen, dass diese durchaus sehr schick anzusehen sind. Die komplett schwarz gestalteten In-Ear-Kopfhörer sind nur am Ohrstück mit einem relativ dezenten Markenschriftzug verziert, ansonsten lautet hier (wie übrigens bei der kleinen Verpackung aus Recyclingmaterial auch) die Devise: Weniger ist mehr.

Neben den Kopfhörern, die aus Kunststoff gefertigt sind, findet man in der Verpackung außerdem noch zwei extra Paar Silikonpolster in den Größen S und L, damit die Kopfhörer auch richtig sitzen.

Was mir allerdings gleich beim Auspacken der MA150 aufgefallen ist, ist dass das Kabel irgendwie doch sehr dünn wirkt und so ein wenig den Eindruck erweckt, leicht zu zerreißen (ja, das ist mir schon einmal passiert, nachdem ich mit einem Kopfhörerkabel an einer Stuhllehne hängen geblieben bin). Aber dann muss man (ich) eben ein bisschen vorsichtiger sein.

RHA MA150: Der Klang

Das Aussehen ist zwar sehr wichtig, immerhin zeigt man mit der Auswahl einer bestimmten Gestaltung, was für (k)einen Geschmack man hat, viel mehr zählt bei Kopfhörern aber noch der Klang. Und hier müssen sich die RHA MA150 wirklich nicht verstecken. Für unter 20 Euro bekommt ihr hier einen Kopfhörer, der über ein sehr ausgewogenen Klang verfügt. Sowohl die Bässe als auch die Mitten kommen meiner Meinung ausgesprochen gut zur Geltung, ein ganz klein wenig vermisse ich dann doch die etwas ausgeprägteren Höhen, wobei das aber auch Geschmackssache ist. Also versteht mich bitte nicht falsch: Der Sound ist wirklich gut, vor allem in Anbetracht des Preises.

Ich höre vorwiegend elektronische und basslastige Musik, die Bässe müssen also auf jeden Fall da sein. Gleichzeitig bin ich aber nicht jemand, der immer und immer nach noch mehr Bass schreit und dem es egal ist, was die Produzenten sich beim möglichst ausgewogenen Mastern ihres musikalischen Schaffens gedacht haben.

Und auch wer keine dreckigen Rap-Beats, wabernden Filth Step oder schnarrenden Elektro mag, wird mit den Kopfhörern voll auf seine Kosten kommen. Auch akustische Musik oder Metal wird mit einem sehr runden Klangbild präsentiert, bei dem auch die Details nicht untergehen.

RHA MA150: Bildergalerie

Bildergalerie rha-ma150

RHA MA150: Der Tragekomfort

Der RHA MA150 ist sehr leicht (7 Gramm), wodurch er ausgesprochen angenehm im Ohr sitzt. Ich bin eigentlich kein sonderlich großer Fan von In-Ear-Kopfhörern, da ich diese nach einer gewissen Zeit entweder unbequem finde oder diese aus meinem Ohr rutschen. Bei den RHA MA150 muss ich aber sagen, dass diese wirklich überraschend gut und angenehm im Ohr sitzen, zuweilen kann man sogar das Gefühl haben, dass sie gar nicht mehr da sind, wäre da nicht die Musik. Ich selbst trage die Silikonpolster in Größe M und diese fühlen sich für mich nahezu perfekt an. Mit den genauen Millimeterangaben meines Gehörgangs möchte ich euch jetzt aber verschonen.

RHA MA150: Warum so günstig?

Unter 20 Euro für ein paar gute In-Ear-Kopfhörer? Da kann doch etwas nicht stimmen! Nun ja, das ist Ansichtssache. Über den Klang habe ich ja bereits genug gesagt, hier kann man im Preis-/Leistungs-Verhältnis wirklich nichts falsch machen. Aber was ist es dann? Einen Abstrich müssen Nutzer machen, die weder auf Fernbedienung noch auf integriertes Mikrofon verzichten können, denn beides hat der RHA MA150 nicht. Die Kopfhörer als Headset zum Telefonieren nutzen geht also nicht, dafür könnt ihr aber ungestört Musik hören. Auch nicht schlecht. Außerdem gibt es eine Alternative, die dann allerdings etwas teurer ist: Wer doch unbedingt Fernbedienung und Mikrofon in seinem Kopfhörer braucht, muss etwas tiefer in die Tasche greifen und z.B. zu den  greifen; diese kosten dann aber auch gleich knapp 50 Euro, sind dafür dann aber auch zusätzlich noch aus Aluminium gebaut.

RHA MA150: Mein Fazit

Für 20 Euro (z.B. bei )bekommt ihr hier wirklich ein paar klasse Kopfhörer, die sich im Klangbild nicht vor wesentlich teureren Konkurrenten verstecken müssen. Wer also nicht allzu tief in die Tasche greifen will, um ein anständiges paar Kopfhörer zu erhalten, sollte hier definitiv zugreifen.

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