Matrix PowerWatch: Der Akku lädt sich durch eure Körperwärme auf

Marco Di Lorenzo
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Viele der heutigen Smartwatches müssen schon nach einem Tag an die Steckdose, spätestens jedoch nach einer Woche. Die PowerWatch von Matrix müsst ihr im Idealfall nie nachladen, sie bezieht ihre Energie nämlich aus eurer Körperwärme. Das Projekt läuft derzeit auf Indiegogo.

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MATRIX PowerWatch

Hinter der PowerWatch steckt das auf Thermoelektrik spezialisierte Start-Up Matrix. Das Unternehmen hat es als erstes geschafft, eine solche Technologie so klein und effizient zu machen, dass sie in eine Smartwatch passt und deren Energieversorgung komplett übernimmt. Zugute kommt dem Konzept, dass eine Uhr die idealen Voraussetzungen bietet, um per Thermoelektrik Strom zu produzieren: Zwischen beiden Seiten des Generators muss nämlich eine größtmögliche Temperatur-Differenz bestehen.

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Nie wieder Probleme mit kurzer Akkulaufzeit

Im Winter sollte es also problemlos möglich sein, die PowerWatch alleine mit seiner Körperwärme zu betreiben. Ob der Ladymechanismus auch im Sommer bei mehr als 30 Grad Außentemperatur so gut funktioniert, bleibt fraglich – auf der Website von Matrix ist lediglich die Rede davon, dass die Uhr tatsächlich nie nachgeladen werden muss. Nimmt der Träger die Smartwatch vom Handgelenk, geht sie in einen Stromsparmodus über.

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Mehr Fitnesstracker als Smartwatch

So spannend die innovative Ladetechnologie der PowerWatch ist, so spärlich ist sie mit restlichen Features ausgestattet, die eher an einen simplen Fitnesstracker erinnern: So lassen sich keine Nachrichten vom Smartphone auf die Uhr übertragen und auch eine stille Weckfunktion per Vibration ist nach aktuellem Stand nicht geplant – Funktionen, die bis zum Release aber noch integriert werden könnten, wie es von den Entwicklern im Forum heißt. Über das verbaute Panel gibt es keine Informationen, es dürfte sich allerdings nur um ein Schwarz/Weiß-Display handeln, möglicherweise auf E-Ink-Basis. Zumindest die Watchfaces lassen sich anpassen.

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Für Sportler und Fitnessbedachte hat die PowerWatch hingegen einen großen Pluspunkt: Dank der verbauten Technik, misst sie durch verbaute Sensoren auch ständig die Körpertemperatur ihres Trägers, wodurch der tägliche Kalorienverbrauch viel genauer berechnet werden soll. Auf einen Pulsmesser muss man dagegen verzichten. Ansonsten zählt die Uhr Schritte und trackt den Schlaf. Sie ist wasserdicht und kann somit auch zum Schwimmen mitgenommen werden. Per Bluetooth kann sie sich mit Android- und iOS-Smartphones verbinden, für die eine eigene App entwickelt wird. Die Daten können in Apple Healthkit und Google Fit eingebunden werden.

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Soll ab Juli 2017 verkauft werden

Auf der Crowdfundig-Plattform Indiegogo hat Matrix mit über 138.000 US-Dollar das Finanzierungsziel bereits erreicht. Bereits für knapp 120 Dollar kann man sich als „Super Early Bird“ eine Watch sichern. Wenn alles glatt läuft, soll diese dann im Juli 2017 ausgeliefert werden.

Quelle: Indiegogo

Weitere Themen: Indiegogo für Android

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