SteelSeries Flux In-Ear Gaming Headset: Unser Testbericht

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GIGA-Wertung:
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Der Hersteller SteelSeries ist bisher vor allem für seine Gaming Peripherie-Geräte wie etwa Controller, Computermäuse und auch Tastaturen bekannt. Doch auch im Audio-Bereich mischt das Unternehmen seit einer Weile mit und so stehen verschiedene Gaming-Kopfhörer zur Auswahl, von denen wir jetzt den Flux In-Ear Kopfhörer getestet haben.

SteelSeries Flux In-Ear Gaming Headset: Unser Testbericht

Ein In-Ear Gaming Kopfhörer zum Zocken? Das klingt vielleicht etwas seltsam, werden die meisten Gamer zuhause doch eher auf einen klassischen Bügel-Kopfhörer zurückgreifen, der einen in das akustische Geschehen des Spieles holt. Der Flux In-Ear Kopfhörer ist deshalb wohl auch eher für Spieler gedacht, die unterwegs gerne mal zur tragbaren Konsole oder natürlich zu ihrem Smartphone oder Tablet greifen. In diesem Fall ist ein In-Ear Kopfhörer natürlich sehr praktisch, benötigt er doch nur sehr wenig Platz, um verstaut zu werden. Aber was kann der Flux In-Ear denn noch so, außer sehr transportabel zu sein? Hier zunächst die wichtigsten technischen Spezifikationen im Überblick:

SteelSeries Flux In-Ear: Technische Spezifikationen:

Kopfhörer:

  • Treiber: 6 mm
  • Frequenzbereich: 20 – 20.000 Hz
  • Impedanz: 19 Ohm
  • Kabellänge: 1,2 Meter
  • Anschluss: 3,5-mm-Klinkenstecker (4-polig)
  • passive Geräuschunterdrückung
  • abgeschlossene Passform
  • Silikon-Aufsätze in drei verschiedenen Größen (S,M und L)
  • Mikrofon und Fernbedienung am Kabel

Mikrofon:

  • Frequenzbereich: 100 – 10.000 Hz
  • Richtcharakteristik: omni-direktional
  • Sensibilität: -42 dB

SteelSeries Flux In-Ear: Das Design

Auch wenn In-Ear Kopfhörer nun nicht allzu viel Fläche zur Gestaltung bieten, gibt es von Hersteller zu Hersteller doch ein paar feine aber dennoch prägnante Unterschiede. Beim Flux In-Ear wäre dabei zunächst das flache Kabel zu erwähnen, das wirklich sehr praktisch ist. Das Unternehmen selbst bewirbt die Entscheidung zu einem flachen Anschlusskabel damit, dass dadurch einem Verknoten desselben entgegen gewirkt wird. Und ich kann das nur bestätigen: Im Gegensatz zu normalen “runden” Kabeln verdreht und verknotet sich dieses Kabel kaum. Sehr praktisch.

Was mir beim Auspacken außerdem sofort ins Auge gefallen ist, ist die Form des Kopfhörers, die im Gegensatz zu anderen In-Ear Kopfhörern wesentlich länger ist. Das hat vor allem Auswirkungen auf den Tragekomfort, dazu aber später mehr. Statt Schriftzug ist der Flux In-Ear auf den beiden Hörern jeweils mit einem Logo verziert, damit man auch unaufdringlich erkennt, woher das gute Stück stammt. Außer dem in Weiß aufgedruckten Logo auf den Kopfhörern und einem dezenten Schriftzug auf der Fernbedienung ist sonst alles in Schwarz gehalten.

Flux-In-Ear

SteelSeries Flux In-Ear: Der Klang

Na klar, Kopfhörer kauft man sich in erster Linie natürlich wegen des Klangs. Und hier weiß der Flux In-Ear meiner Meinung nach zu überzeugen: Satte Bässe, klare Mitten und ausgeprägte Höhen sorgen für ein ausgewogenes Klangerlebnis, dennoch wird deutlich, dass SteelSeries hier vor allem Wert auf die tiefen Frequenzen gelegt hat. So liest man auch auf der Herstellerseite in der Beschreibung die Zeilen “Bass ohne Kompromisse“. Je nachdem, was für Musik man hört, kann das für nach meinem Empfinden etwas dumpfe Ergebnisse sorgen, das aber nur so am Rande. Insgesamt liefert der Flux In-Ear also ein sehr rundes Klangbild, das nicht nur für den richtigen Sound beim Spielen sorgt, sondern dass auch Musik anständig aus dem Gerät ins Ohr transportiert.

Dank integriertem Mikrofon lässt sich das Headset natürlich auch zum Telefonieren nutzen, mittels der integrierten Fernbedienung (die aus einem Knopf besteht) können Telefonate angenommen und beendet werden. Des Weiteren können damit Lieder gestartet und gestoppt werden. Das alles funktioniert reibungslos und zuverlässig.

SteelSeries Flux In-Ear: Der Tragekomfort

Wer meinen letzten Testbricht zu In-Ear Kopfhörern gelesen hat wird sich vielleicht gemerkt haben, dass ich eigentlich kein so großer Freund von Kopfhörern dieser Art bin, da ich sie auf Dauer etwas unangenehm zu tragen finde. Beim Flux In-Ear bin ich hier etwas zwiegespalten: Eigentlich sitzt dieser nämlich sehr gut im Gehörgang, bei mir rutscht allerdings der rechte Kopfhörer immer wieder aus dem Ohr, was auf Dauer natürlich etwas nervt. Leider wird das auch durch die anderen beigelegten Aufsätze nicht besser: Der L-Aufsatz ist mir einfach zu groß, der Silikon-Aufsatz in der Größe S wiederum zu klein. Das liegt aber an meinem Ohr, nicht an den Kopfhörern. Mein verdammtes rechtes Ohr bzw. dessen Gehörgang.

Generell sitzen die Flux In-Ear durch ihre Bauform im Gegensatz zu anderen von mir bisher getragenen Kopfhörern dieser Art sehr tief im Ohr. Das ist Anfangs etwas ungewohnt, sorgt dafür aber für eine ziemlich gute Abschottung der Außengeräusche. Das muss man natürlich mögen und wenn man im Verkehr unterwegs ist, sollte man die Dinger dann vielleicht doch lieber nicht tragen, da man von der akustischen Außenwelt wirklich fast nichts mehr mitbekommt, selbst bei geringer Lautstärke der Musik, die man gerade hört.

SteelSeries Flux In-Ear: Und wo ist nun das Gaming?

Beworben wird der SteelSeries Flux In-Ear als Gaming Headset, warum das so ist, erschließt sich mir leider nicht so ganz, da man ein Alleinstellungsmerkmal im Gegensatz zu “normalen” In-Ear Kopfhörern vergeblich sucht: Weder ist er kompatibel mit PS3 oder Xbox 360, noch ist es zu empfehlen, den Kopfhörer am Line-Out eines PCs zu benutzen, da diese normalerweise über jeweils einen separaten Kopfhörer-Ausgang und einen Mikrofon-Eingang verfügen. Das benutzen eines Kopfhörers mit integriertem Mikrofon geht hier dann stark auf Kosten des Klangs.

Bei iOS- und Android-Geräten sieht die Sache natürlich anders aus und hier kann der Flux In-Ear bedenkenlos benutzt werden. Das ist allerdings eine Eigenschaft, die die meisten andern In-Ear Kopfhörer mit integriertem Mikro und eigener Fernbedienung auch besitzen.

SteelSeries Flux In-Ear: Bildergalerie

Bildergalerie SteelSeries Flux In-Ear

SteelSeries Flux In-Ear: Mein Fazit

Der Flux In-Ear Kopfhörer ist wirklich in gutes Stück Technik mit ausgewogenem Sound, den es für angemessenes Geld gibt ( etwa bekommt ihr das Teil für ca. 50 Euro). Persönlich habe ich ein wenig Probleme mit dem Sitz der Kopfhörer, da das aber weniger an den Kopfhörern liegt, als wie erwähnt an meinen Ohren (ich habe das Problem schon immer mit solchen Kopfhörern gehabt) soll dies nicht als allgemeine Kritik aufgenommen werden.

Auf die Bezeichnung Gaming Headset im Namen hätte SteelSeries meiner Meinung nach ruhig verzichten können, da diese Beschreibung eher irreführend ist und man vergeblich nach einer Eigenschaft sucht, die den Kopfhörer wirklich als solchen auszeichnet. Auch ohne diese Bezeichnung ist der Kopfhörer ein gutes Stück Technik, mit dem man genauso gut unterwegs den Sound von Spielen auf mobilen Geräten und Musik hören oder Telefonate führen kann.

Schick ist übrigens auch die Transport-Tasche, die in der (doch ziemlich üppig ausfallenden Packung) dabei ist und in die man die Kopfhörer stecken kann, wenn man unterwegs ist und sie nicht benutzt. 

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