Thunderbolt-Dock: Endlich bringt Belkin Erlösung

Ralf Bindel
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Nur ein Kabel für alles, inklusive Ethernet, FireWire, USB, Display? Mit Thunderbolt geht es. Das ist die Lösung für diejenigen, die ihre gesamte Peripherie auf dem Schreibtisch mit einem Kabel an ihr MacBook anschließen wollen. Oder wenn sie mehr Anschlüsse benötigen. Belkin hat jetzt ein Thunderbolt-Dock vorgestellt.

Seit der Vorstellung von Thunderbolt Anfang des Jahres warten wir auf die naheliegende Umsetzung eines Thunderbolt-Docks. Nicht nur um Macs mit mehr Anschlüssen zu versehen, sondern auch, um den schönen Traum eines einzigen Anschlusses für alles wahr werden zu lassen. Zurück von unterwegs mit dem MacBook Air oder Pro am Schreibtisch einfach ein Kabel einstecken und alles andere wie Monitor, lokales Netz, Tastatur, Trackpad, Maus, Drucker ist mit einem Handgriff wieder im Zugriff. Super.

Einzig das Apple Thunderbolt-Display erfüllt diesen Wunsch bisher. Für diejenigen, die nicht gleich einen ganzen Monitor dazu wollen oder bereits einen besitzen, hat Belkin auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco ein Thunderbolt-Dock vorgestellt.

Die Stärken von Thunderbolt sind bisher noch zu großen Teilen Theorie, kaum ein Hersteller bietet schon Peripherie für den neuen Anschluss an. Zwar nutzt auch Belkin im Thunderbolt-Dock den Highspeed-Anschluss in erster Linie für eine Erweiterung um alt bekannte Anschlüsse, trotzdem wird eine solche Lösung sehnsüchtig erwartet.

Anschlüsse des Thunderbolt-Displays

Apple beginnt momentan damit, das Thunderbolt-Display an Kunden auszuliefern, erste Anwender sind also bereits in Besitz eines Thunderbolt-Docks. Das von Belkin auf dem IDF vorgestellte Dock erfüllt die gleiche Funktion wie Apples Display, allerdings ohne Bildschirm und zu einem vermutlich wesentlich niedrigeren Preis.

Genau wie das Thunderbolt-Display bietet Belkin drei USB-2.0-Anschlüsse, einen Firewire-800-Anschluss sowie einen Gigabit-Ethernet-Port und einen Thunderbolt-Port für daisy chaining, den Anschluss in Reihe von sechs weiteren Thunderbolt-Geräten. Allerdings lässt sich damit eben nicht die Anzahl der angeschlossenen Monitore erhöhen, dazu hätte das Dock einen Mini-Display oder DVI-Anschluss gebraucht.

Jedoch ist das Thunderbolt-Dock gut genug gerüstet, um ein MacBook Pro und vor allem ein MacBook Air zu erweitern. Für das MacBook Air kommen sogar Gigabit-Ethernet und FireWire 800 hinzu, die ohne Dock ganz fehlen.

Noch keine Preisangabe

Bisher sagt Belkin nichts zum Preis und zum möglichen Verkaufsstart des Thunderbolt-Docks. Allerdings kostet das Apple-Thunderbolt-Kabel zum Anschluss des Docks bereits 50 Euro. Wir schätzen also mal, dass sich das Dock so um stolze 150 Euro einpendeln wird. Aber wir lassen uns auch gern positiv überraschen. Wer zwei Monitore am Mac betreiben will, kann weiterhin nur auf das Apple-Thunderbolt-Display zurückgreifen.

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