Selbst ein Blog erstellen – so geht's kostenlos!

Marco Kratzenberg

Ihr lest von und in tollen Blogs. Es gibt Mode-Blogger, Technik-Blogger, Musik- und Games-Blogger. Da denkt ihr euch vielleicht „Das kann ich auch“. Könnt ihr auch! GIGA zeigt euch, wie ihr kostenlos euer eigenes Blog erstellen könnt.

Eines gleich vorab: Das Blog, der Blog… beides geht. Geschichtlich korrekt ist allerdings DAS Blog. Blog ist eine Verkürzung des Wortes WebLog. Darin treffen sich das Web und das Log(buch). Auch der Duden erlaubt beides. Nennt es also, wie es Euch am besten gefällt und Ende!

Es gibt mehrere Möglichkeiten, kostenlos ein Blog zu erstellen. Prinzipiell kommt es immer darauf an, was man will und was man dafür in kauf nehmen möchte. Die Anbieter kostenlose Blog-Seiten finanzieren sich in der Regel über eingeblendete Werbung. Und auf die hat man nicht unbedingt Einfluss. Da könnte man schon mal auf ein Veganer-Blog mit Werbung für Salami stoßen. Kostenloses Blog bedeutet also nicht zwangsläufig, dass man nicht einen Preis dafür zahlt.

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Ein kostenloses Blog erstellen bei WordPress, Blogger und Co

Verschiedene Anbieter haben sich darauf spezialisiert, Blog-Software und den benötigten Webspace anzubieten. Zu den bekanntesten dürfte WordPress.com gehören. Aber auch Google gibt euch unter dem Namen Blogger die Möglichkeit, euren Blog zu erstellen. In der Regel bekommt ihr dort ein kostenloses Basisangebot, dass ihr relativ preisgünstig upgraden könnt.

Hier findet ihr eine Übersicht kostenloser Blog-Hoster und ihrer Angebote

Anbieter Features
WordPress.com WordPress.com (nicht zu verwechseln mit wordpress.org, wo es die Blog-Software gibt) war früher einer der ersten Anlaufpunkte für kostenlose Blogs. Mittlerweile wird man ständig zu einem Upgrade auf ein kostenpflichtiges Konto aufgefordert. Im freien Konto wird Werbung eingeblendet, über die ihr keine Kontrolle habt.

Auch auf die zahlreichen WordPress-Plugins oder eigene Themes könnt ihr nur in einem Business-Tarif (25 Euro/Monat!) einbinden.

Aktuell ist es unmöglich, auf der Webseite irgendwelche vernünftigen Angaben zur Größe des Speicherplatzes zu finden. Vermutlich gilt noch, dass euch 3 GB für eure Daten zur Verfügung stehen.

Ihr bekommt eine Adresse, die aus einer Sub-Domain unter home.blog besteht, also etwa meineseite.home.blog.

Blogger Blogger gehört zu Google. Auch hier wird Werbung eingeblendet, aber Google lässt euch daran mitverdienen.

Die Oberfläche ist einfacher, aber auch übersichtlicher als bei WordPress. Analysefunktionen sind bereits vorhanden und es stehen einige attraktive Designs zur Auswahl.

Ihr könnt entweder eine Domain kaufen oder nutzt eine kostenlose Subdomain unterhalb der Domain blogspot.com – also etwa meineseite.blogspot.com.

Der Speicherplatz scheint nicht begrenzt zu sein, es sei denn die Bilder sind höher oder breiter als 2.048 Pixel. Videos dürfen eine Länge von 15 Minuten nicht überschreiten. Ansonsten werden die Medien dem Speicherkontingent eures Google-Kontos angerechnet.

Weebly Weebly ist mehr ein „Homepage-Baukasten“ als ein Bloganbieter, aber dieses Gefühl einer „normalen Webseite“ kommt sicher einigen entgegen. In der Auswahl der Designs sind auch einige Blog-Themes zu finden.

Auch hier gibt es eine kostenlose Subdomain als Adresse, also beispielsweise meineseite.weebly.com. Für eure Daten stehen 500 MB Speicherplatz bereit – das ist nicht allzu viel, wenn ihr ein Foto-Blog starten wollt.

Weebly verfügt über einen App-Shop“, in dem ihr „Apps“ für eure Webseite bekommt. Mit diesen Plugins könnt ihr beispielsweise das Design aufpeppen, aber auch PDFs oder einen Kalender in eure Seite einbinden.

In allen Beispielen wird Werbung eingeblendet. Kostenlos bedeutet also in erster Linie, dass ihr kein Geld zahlen müsst. Eine Gegenleistung wird aber erwartet. Allerdings könnt ihr mit dieser Werbung sogar Geld verdienen. Im Fall von Blogger wird kontextbasierte Werbung eingeblendet, an der ihr prozentual mitverdienen könnt.

Ein Blog erstellen auf eigenem Webspace – sogar kostenlos

Es gibt sie noch, die Anbieter von kostenlosem Webspace, der über PHP-Unterstützung und eine eigene MySQL-Datenbank verfügt. Ein gutes Beispiel ist das Angebot von „bplaced.net“. Hier bekommt ihr PHP, 1 GB Speicherplatz, FTP-Zugang und, 2 Datenbanken kostenlos und werbefrei.

Und genau diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein, wenn man ein wirklich eigenes Blog kostenlos erstellen will. Dann nämlich besorgt man sich die Serversoftware WordPress, lädt sie per FTP hoch und installiert sie.

Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt in der Freiheit. Man kann sich dann nämlich alle Plugins und Themes installieren, die man brauchen kann. Das Design lässt sich vollständig anpassen und anstatt fremde Werbung einzublenden, kann man eigenen Werbeplatz verkaufen.

Sol lässt sich eine Blog-Software auch als Content Management System für eine eigene Webseite nutzen. Und die kann sogar kommerziell genutzt werden, weil keinerlei fremdbestimmte Einblendungen erfolgen. Ihr könnt ohne Zuzahlung die zahlreichen WordPress-Plugins einbinden und sogar einen umfangreichen Webshop hochziehen.

Fazit

Egal welche kostenlosen Möglichkeit ihr nutzt, um ein eigenes Blog zu erstellen, es hat immer irgendwelche Nachteile. Ihr müsst fremde Werbung akzeptieren und seid in euren Möglichkeiten beschränkt. Dafür sind diese Anbieter aber technisch sehr einfach gehalten, sodass jeder sofort loslegen kann, ohne sich viel mit der Struktur und der Software eines Blogs beschäftigen zu müssen.

Auf die Dauer wird aber fast jeder feststellen, dass es doch besser wäre, mehr machen zu können. Wenn man sich längere Zeit mit der Blog-Oberfläche beschäftigt, wünscht man sich ein paar Features zur Unterstützung. Spätestens dann müsst ihr entweder richtig in die Tasche greifen, wie bei WordPress.com, oder ihr installiert selbst ein Blog-System wie WordPress auf kostenlosem Webspace. Das ist einfacher, als man denken würde. Ihr braucht nur einen FTP-Zugang, müsst eine Datenbank anlegen, ladet WordPress bei WordPress.org herunter und entpackt es auf eurer Webseite.

Dann wird die Webseite aufgerufen, ihr tragt ein paar Daten ein und schon seid ihr bereit. Ab jetzt könnt ihr auf Tausende genialer Plugins zurückgreifen, könnt hunderte Gratis-Designs nutzen und seid Herr eurer eigenen Seite – Werbefreiheit inbegriffen.

Wie nutzt ihr das Internet? (Umfrage)

Meine Mutter hat zwar schon ewig Internet, googelte früher aber so gut wie nie. Ich hingegen nutze das Internet zu 70 % zum Googlen. Andere zocken lieber über die DSL-Leitung online. Wenn das Internet mal ausfällt, fragt man sich, was man nun eigentlich am Computer machen soll… Wie sieht das bei euch aus? Beantwortet unser kurzes Quiz und lasst euch die Ergebnisse der anderen anzeigen!

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