Nutzt ihr euer Smartphone auch öfter Mal, um online einen Einkauf zu tätigen? Dann kann es sein, dass ihr mehr bezahlt, als ihr eigentlich müsst.

 

Online-Shops

Facts 

Um online schnell mal bei einem Schnäppchen zuzuschlagen, greifen Nutzer immer häufiger zu ihrem Smartphone oder Tablet. Ist ja auch logisch, denn die smarten Geräte sind so gut wie immer dabei und dank eines Internetzugriffs kann so ganz nebenbei etwas eingekauft werden.

Allerdings  kommt es dabei gerne auch mal zu höheren Preisen, als wenn man beim gleichen Anbieter vom heimischen Rechner aus auf Shoppingtour geht. Dies zumindest hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nun herausgefunden.

Abgesehen von Shopping-Webseiten, die nicht für Mobilfunkgeräte optimiert sind und die Navigation so zu einer echten (und nervigen) Herausforderung werden, können vor allem unterschiedliche Preise zu Frust führen. Zumindest dann, wenn man darüber Bescheid weiß.

Anhand von Stichproben zeigt die Verbraucherzentrale, dass etwa Angebote im Netz, die sich am Rechner zuhause einsehen lassen, auf der mobilen Variante gar nicht existieren. Ein Beispiel: Hornbach feiert im Rahmen seiner „Raus damit“-Aktion auf der Webseite mehr als 100 reduzierte Artikel. Greift man allerdings mit dem Mobilfunkgerät auf diese Seite zu, sind diese Angebote nicht zu finden, selbst die Hornbach-Hotline konnte hier offenbar nicht weiterhelfen.

Preise ändern sich, Angaben sind falsch

Während das oben beschriebene Beispiel vielleicht eine Ausnahme darstellt, finden sich auch bei vielen anderen Webseiten Ungereimtheiten, die auf Kosten der Kunden gehen. So verändern sich Preise teilweise unerklärlich im Laufe des Shoppingprozesses, sodass im Warenkorb am Ende etwas ganz anderes ausgewiesen wird, als anfangs zu sehen war.  Insgesamt zehn Onlineshops zeigten im Test, dass einige Angebote via PC wesentlich billiger waren, als wenn man die gleichen Produkte über das Mobilfunkgerät bestellt. Im drastischsten Fall etwa war ein Ultrabook (auf Notebooksbilliger.de) eben mal 200 Euro teurer (899 statt 699 Euro).

Der Vergleich lohnt sich

Überraschend ist, dass diese Praxis keinesfalls verboten ist. Allerdings bleibt die Frage unbeantwortet, ob die verschiedenen Händler sich dieser doch etwas merkwürdigen Preispolitik bewusst sind, oder ob es sich dabei einfach um technische Probleme handelt. Deshalb sollte man sich vor einem Impulskauf vielleicht doch erst noch einmal an einen Computer setzen, um sich das Angebot genauer anzusehen.

Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen via areamobile, Artikelbild: Shopping Cart over a Tablet PC via Shutterstock